Die Polizisten appellierten an die Autofahrer über den Verkehrsfunk und vor Ort auf den Straßen, überfüllte Gebiete zu meiden. Bei Sperrungen zeigten sich die Autofahrer einsichtig und kehrten um, hieß es von der Polizei. Doch trotz der Appelle hätten sich am Sonntag erneut Staus gebildet und überfüllte Parkplätze für Frust gesorgt.
Auch in der Gemeinde Dobel im Landkreis Calw gab es erneut ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Es sei aber diesmal kein Chaos entstanden, so ein Sprecher der Polizei. Die Gemeinde war um Weihnachten schier überrannt worden. An beiden Tages des ersten Wochenendes im neuen Jahr waren die Parkplätze im Nordschwarzwald demnach recht voll.
Der Neuschnee in der Nacht zu Sonntag lockte vor allem am Sonntag zahlreiche Menschen ins Freie. Am Königstuhl bei Heidelberg war das Verkehrsaufkommen so groß, dass die Zufahrtswege vom Polizeipräsidium Mannheim am Sonntag gesperrt werden mussten. Auch hier waren alle Parkplätze demnach schon am Vormittag komplett gefüllt. Trotz der Hinweise der Polizei, dass die Zufahrten zum Königstuhl bereits gesperrt wurden, hätten viele Besucher versucht, noch dorthin zu gelangen, hieß es am Abend. Einige hätten auf abzweigenden Waldwegen geparkt - was verboten ist. Das Polizeirevier Heidelberg-Mitte habe 66 Verstöße wegen Falschparkens gestellt.
Die Schwäbische Alb zog aufgrund ihrer Höhenlage ebenfalls viele Winter-Ausflügler an. Sämtliche Parkplätze auf der Albhochfläche seien belegt, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Reutlingen am Sonntag. Besonders der Neuschnee habe nochmal mehr Menschen auf die Alb gelockt als noch am Samstag.
Aufgrund des andauernden Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit Ausgangsbeschränkungen und geschlossenen Restaurants und Cafés zieht es die Menschen vermehrt ins Freie. Insbesondere über die Weihnachtstage kam es bereits mehrfach zu Staus und überfüllten Parkplätzen. Auch in mehreren anderen Bundesländern berichtete die Polizei am Wochenende von einem erhöhten Druck durch Erholungssuchende. (dpa)