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Diesel-Nachrüstsysteme lassen auf sich warten

Diesel-Fahrer werden noch eine Weile auf die vom Bundesverkehrsministerium angedachten Nachrüstsysteme warten müssen.

Diesel-Nachrüstung
Ein nachgerüsteter SCR-Katalysator ist am Unterboden eines umgerüsteten Opel Astra zu sehen. Foto: Marijan Murat/Archiv
Ein nachgerüsteter SCR-Katalysator ist am Unterboden eines umgerüsteten Opel Astra zu sehen. Foto: Marijan Murat/Archiv

GEISLINGEN. Hersteller wie Baumot wollen zwar im kommenden Jahr mit ersten für Euro 5-Diesel vorgesehenen Lösungen auf den Markt kommen. Doch Experten kalkulieren vorsichtiger: »Ich rechne erst in zwei Jahren mit nennenswerten Stückzahlen bei verfügbaren Umrüstsätzen«, sagt etwa Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft in Geislingen.

Doch bislang liegt dem Kraftfahrtbundesamt nur ein solches System zur Freigabe vor, wie das Bundesverkehrsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Ob es am Ende auch in Städten mit Fahrverboten einsetzbar ist, ist zudem fraglich, da die Voraussetzungen noch nicht feststehen. »Der Bund wird umgehend Anforderungen für wirksame Systeme definieren und das Kraftfahrtbundesamt (KBA) wird Genehmigungen erteilen, damit diese zeitnah auf dem Markt angeboten werden können«, heißt es im Bundesverkehrsministerium.

Im vergangene Woche vorgestellten Diesel-Konzept der Bundesregierung sind Hardware-Nachrüstungen für Euro 5-Diesel neben Umtausch-Aktionen als Möglichkeit vorgesehen, um die Luft in Städten mit hoher Schadstoff-Belastung zu verbessern.

Daimler-Mitteilung

Verkehrsministerium zu Dieselfragen

Volkswagen-Mitteilung