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Berufsmusiker schmuggelt Instrumente und Antiquitäten

Mehrere hochwertige antike Musikinstrumente, Gemälde und Schriftstücke hat ein 51-Jähriger über die Grenze gebracht - allerdings ohne die dafür fälligen Abgaben zu bezahlen. Wie das Hauptzollamt Lörrach am Donnerstag mitteilte, kontrollierten Beamte den Schweizer Berufsmusiker bereits Anfang August auf der Autobahn 5 bei Weil am Rhein. »Sein Kofferraum war voll mit Sachen«, sagte eine Zollsprecherin - neben Musikinstrumenten waren drei Gemälde darin, ein Notenpult mit Kerzenhalter und mehrere Bündel aus alten Schriftstücken. Er gab zunächst an, Urlaub in Deutschland und Österreich machen zu wollen und er habe nur persönliches Gepäck dabei.

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Ein Beamter trägt während seines Dienstes eine Schutzweste mit der Rückenaufschrift »Zoll«. Foto: Markus Scholz/DPA
Ein Beamter trägt während seines Dienstes eine Schutzweste mit der Rückenaufschrift »Zoll«.
Foto: Markus Scholz/DPA

Später gab er dann zu, die Antiquitäten bei mehreren Auktionen in Deutschland gekauft zu haben. Zwischenzeitlich lagerten sie bei ihm in der Schweiz. Sein Plan war, sie bei einem Restaurator in Österreich aufarbeiten zu lassen. So etwas habe er schon mehrfach gemacht - teilweise auch im Auftrag anderer. Es habe ihn bisher aber wohl nicht interessiert, dass es sich dabei um eine gewerbliche Einfuhr handelt und er Einfuhrabgaben bezahlen muss, sagte die Sprecherin - in diesem Fall etwa 9100 Euro. Nachdem er die Abgaben bezahlt hatte, konnte der Musiker seine Reise fortsetzen. Gegen ihn wurde ein Steuerstrafverfahren eingeleitet.

Mitteilung

© dpa-infocom, dpa:230810-99-792604/2