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Basel hat »grünen Asphalt« entwickelt

Ein Stadtteil von Basel bekommt demnächst »grünen Asphalt«: Das Tiefbauamt der Schweizer Grenzstadt hat einen Straßenbelag entwickelt, der mehr klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) bindet als bei der Entstehung in die Atmosphäre gelangen, wie das Bau- und Verkehrsdepartement von Basel-Stadt am Dienstag mitteilte. Basel könne damit pro Jahr 450 Tonnen mehr CO2-Äquivalent dauerhaft in den Straßen einlagern, als die Produktion verursacht. Das Amt sprach von einem Meilenstein auf dem Weg zu einem klimaverträglichen Straßenbau.

Der Trick ist die Beimischung von Pflanzenkohle. Das Ergebnis gelinge schon, wenn dem Belag mit rund 50 Prozent Recyclingmaterial nur zwei bis drei Prozent Pflanzenkohle beigemischt würden, wie Versuche gezeigt hätten. Pflanzenkohle wird zum Beispiel aus Baumschnitt oder anderer pflanzlicher Biomasse hergestellt. Das Material wird unter Ausschluss von Sauerstoff karbonisiert. Es wird woanders unter anderem als Substrat in Böden eingesetzt, weil es Wasser und Nährstoffe speichern kann. Mit Pflanzenkohle wird das darin enthaltene CO2 gebunden und nicht in die Atmosphäre gelassen.

Die Kosten für einen Straßenbelag mit Pflanzenkohle sei nur wenig höher als bei Standardbelag, so die Stadt. Die Pflanzenkohle stammt in Basel von der lokalen Firma IWB. Der Belag soll bei künftigen Straßensanierungen möglichst flächendeckend eingesetzt werden.

Mitteilung der Stadt Basel

© dpa-infocom, dpa:230808-99-767281/2