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Bahnstreik in Frankreich mit Folgen nach Deutschland droht

Am Wochenende droht in Frankreich ein Bahnstreik, der sich auch auf den Verkehr nach Deutschland auswirken könnte. Gewerkschafter Fabien Villedieu von Sud-Rail sagte am Dienstag im Sender RTL, angesichts der Ergebnisse eines Treffens mit der Leitung des Bahnkonzerns SNCF am Montagabend sehe er nicht, wie der Konflikt verhindert werden könne. Die Angebote seien sehr weit von den Forderungen entfernt.

Gleise im Gleisbett
Gleise sind an einem Bahnhof im Schotterbett verlegt. Foto: Hauke-Christian Dittrich/DPA
Gleise sind an einem Bahnhof im Schotterbett verlegt.
Foto: Hauke-Christian Dittrich/DPA

Französischen Medienberichten zufolge hielt neben der Sud-Rail auch die Gewerkschaft CGT an ihrer Streikvorankündigung für Schaffnerinnen und Schaffner für das Wochenende fest. In großen Teilen Frankreichs liegt das Wochenende zu Beginn oder mitten in den Winterferien.

Die Schaffnerinnen und Schaffner fordern eine Lohnerhöhung. Mit einer monatlichen Bruttolohnerhöhung von 150 bis 200 Euro könne der Streik verhindert werden, doch das sei von der Konzernleitung nicht gewollt, sagte Gewerkschaftler Villedieu im Sender BFMTV. SNCF-Chef Jean-Pierre Farandou erwiderte im Sender RTL, die Gehälter seien in den vergangenen Jahren bereits erheblich angehoben worden. Zudem habe er Prämien und Schritte für alle Eisenbahner angekündigt, von denen auch die Schaffner profitierten.

Wie viele Züge am Wochenende fahren sollen, teilte die SNCF noch nicht mit. Am Dienstagabend oder am Mittwoch wolle man Antworten geben, sagte SNCF-Chef Farandou. Seine Priorität sei es unter anderem, dass Züge in alle Städte führen. Indes kündigte die Deutsche Bahn bereits an, dass mehrere TGV zwischen Paris und Frankfurt, München oder Stuttgart am Freitag entfallen würden.

Villedieu bei RTL

Villedieu bei BFMTV

Informationen der DB

Farandou bei RTL - 2

Farandou bei RTL

© dpa-infocom, dpa:240213-99-972788/2