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Angeschlagener VfB vor »Brett« gegen Mainz

Folgt auf den Pokal-Frust wieder Bundesliga-Lust? Der VfB empfängt am Sonntag Mainz 05. Neben einem Hoffnungsträger, der zum Kader gehören könnte, gibt es aber auch einige personelle Fragezeichen.

VfB Stuttgart - FC Augsburg
Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß (r) klatscht mit Stuttgarts Serhou Guirassy (l) nach dem Spiel ab. Foto: Tom Weller/DPA
Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß (r) klatscht mit Stuttgarts Serhou Guirassy (l) nach dem Spiel ab.
Foto: Tom Weller/DPA

Der VfB Stuttgart will die Enttäuschung über das unglückliche Viertelfinal-Aus im DFB-Pokal schnell hinter sich lassen und in der Fußball-Bundesliga auf Europapokal-Kurs bleiben. Dabei hofft Trainer Sebastian Hoeneß noch darauf, dass ein prominenter Rückkehrer am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) gegen den Tabellenvorletzten FSV Mainz 05 dabei hilft, zumindest den Erfolgskurs in der Liga fortzusetzen - und möglicherweise weiter in Richtung Champions League zu schauen.

Top-Torjäger Serhou Guirassy hat nach seiner Teilnahme am Afrika-Cup am Freitag wieder mit der Mannschaft trainiert. Ob er gegen Mainz mitwirken kann oder zumindest im Kader steht, entscheidet sich aber erst kurzfristig. Die Rückmeldung nach der Einheit von Guirassy, der nach einer anstrengenden Rückreise aus der Elfenbeinküste auch unter Magen-Darm-Problemen gelitten hatte, sei positiv gewesen. »Wenn es weiter gut läuft, bin ich zuversichtlich, dass er dabei sein wird«, sagte Hoeneß. Für eine seriöse Einschätzung sei es aber noch zu früh.

Laut Hoeneß hat der VfB etwas gebraucht, um sich von dem sehr intensiven Pokalspiel am Dienstag zu erholen, das Leverkusen erst mit dem 3:2-Siegtreffer in der Schlussminute für sich entscheiden konnte. »Wir hatten daran zu knabbern.« Allerdings nicht nur in mentaler, sondern auch in körperlicher Hinsicht. 

Zwar ist Mittelfeldspieler Woo-Yeong Jeong nach seiner Teilnahme mit Südkorea am Asien-Cup wieder eine Alternative. Allerdings ist auch ein Einsatz von Angreifer Deniz Undav und Torhüter Alexander Nübel gegen Mainz fraglich. Undav kam mit muskulären Problemen aus Leverkusen zurück, Nübel war dort bei einer Parade gegen den Pfosten geknallt. 

Auch deshalb wäre die Rückkehr von Guirassy positiv für den VfB. Mit 17 Treffern ist er bester Torschütze der Stuttgarter, die vor dem 21. Spieltag auf Rang drei standen. Undav traf immerhin schon 13 Mal. Zwar erzielte der VfB zuletzt bei den Siegen in Freiburg (3:1) und gegen RB Leipzig (5:2) auch ohne den 27-Jährigen acht Tore, mit ihm dürfte die Mannschaft aber offensiv noch stärker und weniger ausrechenbar sein.

Wichtiger für Hoeneß scheint aber die Frage zu sein, ob seine Mannschaft nach der hochklassigen Begegnung mit Bundesliga-Tabellenführer Leverkusen mental schnell umschalten kann auf die Partie gegen einen Abstiegskandidaten. Er habe seine Spieler schon unter der Woche vor den Mainzern gewarnt, die unter dem neuen Trainer Jan Siewert nur wenige Torchancen des Gegners zuließen und in Bereichen wie Laufstärke oder Zweikämpfen zu den besseren Teams der Liga gehörten, erklärte Hoeneß. »Da habe ich der Mannschaft ein Signal gesendet, dass da nichts falsch eingeordnet wird mit Blick auf die Tabelle.« Mainz sei als Gegner »ein Brett«.

Allerdings hat Hoeneß »totales Vertrauen in meine Mannschaft, weil sie nicht arrogant oder fahrlässig mit anderen Mannschaften umgeht«. Das dürfte auch für die nachfolgenden Spiele am 17. Februar bei Schlusslicht Darmstadt 98 und eine Woche darauf gegen den Tabellen-16. 1. FC Köln von Bedeutung sein. Mit einer optimalen Punkteausbeute würde nach zwei Jahren Abstiegskampf die Perspektive auf die Teilnahme an der Europa League oder sogar der Champions League immer realistischer werden. Das würde die Stuttgarter für das Aus im DFB-Pokal sicher mehr als entschädigen.

Kader VfB Stuttgart

Spielplan VfB Stuttgart

Kader FSV Mainz 05

Spielplan FSV Mainz 05

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