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Aktivisten wollen Streit um Klimacamp vor Gericht bringen

Ein schon länger schwelender Streit um das Klimacamp in der Freiburger Innenstadt soll nach Angaben der Aktivisten bald vor Gericht landen. Das Klimacamp teilte am Freitag in Freiburg mit, man wolle die städtische Auflage zum Abbau der Zelte auf dem zentralen Rathausplatz vom örtlichen Verwaltungsgericht prüfen lassen. Außerdem kündigten die Aktivisten eine Demonstration für den 7. November an.

Klimacamp Freiburg
Ein Transparent mit Aufschrift hängt an einem Zelt des Klimacamps vor dem Neuen Rathaus. Foto: Silas Stein/DPA
Ein Transparent mit Aufschrift hängt an einem Zelt des Klimacamps vor dem Neuen Rathaus.
Foto: Silas Stein/DPA

Die Schwarzwaldmetropole hatte Mitte August entschieden, dass die Zelte spätestens bis zum 8. November abgebaut werden müssen, damit Stände des Weihnachtsmarkts errichtet werden können. Das Klimacamp legte dagegen bereits Widerspruch bei der Stadt ein. »Da Sofortvollzug angeordnet wurde, hat dieser Widerspruch keine aufschiebende Wirkung«, berichtete die Stadt Freiburg unlängst.

Gemäß einer weiteren Verfügung müssen zwei der vier Zelte dauerhaft entfernt werden. Sie dürfen nach dem Willen der Stadt also auch nicht nach dem Weihnachtsmarkt wieder aufgebaut werden.

Die Studentenstadt mit mehr als 230.000 Einwohnern bezeichnet sich als »Green City« (»Grüne Stadt«) und hatte dem Camp, das Tag und Nacht mit Zelten präsent ist, für die Dauer des Weihnachtsmarktes zwei Ersatzstandorte angeboten. Das Klimacamp lehnte diese aber ab, unter anderem wegen Sicherheitsbedenken. Das Camp war im Sommer vergangenen Jahres eingerichtet worden. Den Weihnachtsmarkt gibt es seit 1973.

Mitteilung Stadt Freiburg, 17.10.

© dpa-infocom, dpa:231020-99-637337/2