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Über 8000 Arbeitnehmer bis Juli von Insolvenzen betroffen

Wegen der Insolvenzen ihrer Arbeitgeber aus dem Südwesten mussten in den vergangenen Monaten Tausende Menschen um ihren Job bangen. Von Januar bis Juli waren 8311 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Unternehmensinsolvenzen betroffen. Bei der Zahl dürfte es sich jedoch um eine Untergrenze handeln, da nicht in allen Fällen die Anzahl der betroffenen Arbeitsplätze gemeldet wurde, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte.

Insolvenz
Ein Kugelschreiber liegt auf einem Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Foto: Jonas Walzberg/DPA
Ein Kugelschreiber liegt auf einem Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
Foto: Jonas Walzberg/DPA

Unternehmen im Südwesten haben den Angaben nach in den ersten sieben Monaten des Jahres deutlich mehr Insolvenzverfahren beantragt als im Vorjahreszeitraum. Bei den Amtsgerichten seien in dieser Zeit 1068 Anträge auf Insolvenzverfahren eingegangen - 27,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger beliefen sich demnach auf insgesamt gut 835 Millionen Euro.

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: Von Januar bis Juli wies Mannheim mit 6,1 Insolvenzanträgen je 1000 ansässigen Unternehmen die landesweit höchste Insolvenzhäufigkeit auf. An zweiter Stelle folgte Pforzheim. Die niedrigste Insolvenzhäufigkeit errechnete sich demnach für den Hohenlohekreis, wo auf 1000 Unternehmen 0,7 Anträge kamen. Im Landesschnitt kamen in den ersten sieben Monaten des Jahres auf je 1000 Unternehmen 2,6 Unternehmensinsolvenzen.

Mitteilung

© dpa-infocom, dpa:231019-99-624031/3