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Ölkonzern OMV baut Kunststoff-Sortieranlage in Walldürn

Als Baustein für seine angestrebte Kunststoff-Kreislaufwirtschaft investiert der österreichische Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV einen dreistelligen Millionenbetrag in den Bau einer großen Sortieranlage im Neckar-Odenwald-Kreis. Die Anlage in Walldürn mit einer Kapazität von bis zu 260.000 Tonnen pro Jahr werde durch chemisches Recycling bisher nicht verwertbare Kunststoffe wieder dem Stoff-Kreislauf zuführen, sagte OMV-Chef Alfred Stern am Dienstag in Wien. Produktionsstart solle 2026 sein.

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Blick auf das Logo des österreichischen Energiekonzerns OMV. Foto: Robert Jaeger/DPA
Blick auf das Logo des österreichischen Energiekonzerns OMV.
Foto: Robert Jaeger/DPA

Die OMV investiere in das Joint Venture mit dem Abfall-Spezialisten Interzero 170 Millionen Euro und werde künftig 89,9 Prozent an dem Unternehmen halten. Interzero betreibt den Angaben zufolge fünf Sortieranlagen für Leichtverpackungen in Deutschland und sortiert mit über 800.000 Tonnen pro Jahr rund ein Drittel des deutschen Leichtverpackungsabfalls. Die Firma verfüge über die größte Sortierkapazität in Europa und gelte als Technologieführer, hieß es.

Die Sortieranlage solle als erste ihrer Art in groß-industriellem Maßstab Rohstoffe für die ReOil-Technologie des OMV-Konzerns bereitstellen, sagte Stern. Am OMV Standort Schwechat in Österreich werde derzeit eine neue ReOil-Anlage mit einer Kapazität von 16.000 Tonnen pro Jahr errichtet. Die vollautomatische Sortieranlage sei ein bedeutender Schritt, bisher in die Verbrennung gehenden Rohstoffen ein zweites Leben zu geben, sagte Interzero-Vorstand Axel Schweitzer. Die OMV ist mit rund 22.000 Mitarbeitern eines der größten börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs.

Pressemitteilung

© dpa-infocom, dpa:231031-99-769942/3