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Aktuell Ermittlungen

Tübinger CBD-Shop-Betreiber handelten wohl mit Marihuanaprodukten

Wegen verschiedener Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz ermitteln die Staatsanwaltschaft Tübingen und eine Rauschgiftermittlungsgruppe der Kriminalpolizeidirektion Esslingen unter anderem gegen drei Betreiber eines Tübinger CBD-Shops

Der Eigenanbau von Cannabis und seine Verwendung als Rauschgift bleibt verboten. Foto: Matt Masin
Ein Vater und sein Sohn haben zusammen Marihuana verkauft. Foto: Matt Mansin
Ein Vater und sein Sohn haben zusammen Marihuana verkauft.
Foto: Matt Mansin

TUEBINGEN/REUTLINGEN.

TÜBINGEN. Die jeweils 28 Jahre alten Männer, die den Tübinger CBD-Shop betreiben, stehen im Verdacht, unerlaubt und gewerbsmäßig Betäubungsmittel hergestellt zu haben. Mit den hergestellten Cannabidiolprodukten sollen sie sowohl in dem Tübinger Geschäft als auch über einen Online-Shop Handel getrieben haben. 

Aufgrund der Angebotspalette der Geschäfte hätten sich konkrete Verdachtsmomente ergeben, dass von den Beschuldigten entgegen der Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes THC-haltige Produkte angeboten werden, schreibt die Polizei. Hierbei handle es sich beispielsweise um Teemischungen mit Marihuanablüten, marihuanahaltige Backzutaten und Öle sowie andere Produkte. 

Das Betäubungsmittelgesetz (BtmG) erlaubt den gewerblichen Umgang mit CBD-Produkten nur dann, wenn ein Missbrauch zu Rauschzwecken ausgeschlossen ist, schreibt die Polizei weiter.

Bei den weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen erhärtete sich der bestehende Tatverdacht gegen die Beschuldigten, woraufhin die Staatsanwaltschaft Tübingen richterliche Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse für die Geschäftsräume und für die Wohnungen der Verdächtigen in Reutlinger Kreisgemeinden erwirkte. Diese wurden am Dienstag vollstreckt.

Im Laden und bei den Beschuldigten wurden unter anderem insgesamt etwa 16 Kilogramm Marihuanablüten, rund 30 Gramm Marihuana, etwa 16 Gramm Haschisch, eine Indoor-Aufzuchtanlage außer Betrieb, der größte Teil des Warenbestands, zwei Laboreinrichtungen und Utensilien zur Herstellung von CBD-Produkten, mehrere tausend Versandgläser und über 16.000 Euro Bargeld aufgefunden und beschlagnahmt. Die Auswertung weiterer sichergestellter Beweismittel und die Ermittlungen zum Umfang des unerlaubten Betäubungsmittelhandels dauern noch an. Die Beschuldigten, die von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen, befinden sich derzeit auf freiem Fuß. (pol)