TV Neuhausen
Neuhausen - Nußloch 26:32 - Nach dem 17:17 schwimmen die Felle davon. Die Kaltschnäuzigkeit fehlt

TVN wirbelt nur 37 Minuten

VON MANFRED KRETSCHMER

NEUHAUSEN. »Wir haben in der ersten Halbzeit super gespielt«, urteilte Interimstrainer Markus Bühner. Letztlich wirbelten die Drittliga-Handballer des TV Neuhausen sogar 37 Minuten. Doch 37 starke Minuten reichten gegen die SG Nußloch nicht - der TVN verlor mit 26:32 (13:12). Neuhausen schloss damit die Vorrunde als Tabellenzwölfter mit 12:18 Punkten ab. Das Ziel in dieser Runde kann nur Klassenverbleib lauten. Betrachtet man die individuelle Klasse der Spieler, müsste der Zweitliga-Absteiger einige Plätze nach oben klettern. Allerdings ist das Team noch immer nicht gefestigt und lässt sich zu leicht aus dem Konzept bringen.

Die Macher der Neuhäuser wollen vor dem Rückrundenstart am 13. Januar in Pfullingen die Trainerfrage klären. Wer tritt die Nachfolge des am 27. November entlassenen Anel Mahmutefendic an? Geschäftsleiter Nico Held spricht von drei Kandidaten, die im Rennen sind. Einer davon dürfte Bühner sein, der zurzeit die erste und zweite Mannschaft coacht. Favorit ist jedoch ein anderer Trainer, mit dem »die Gespräche jetzt intensiviert werden«, so Held.

Höhere Führung möglich

Die Leistung des TVN in den ersten 37 Minuten war aller Ehren wert. Der Ball lief flüssig durch die Reihen, es wurden zahlreiche Möglichkeiten herausgespielt und in der Anfangsphase funktionierte das Spiel über den Kreis ausgezeichnet. Neuhausen führte in der elften Minute mit 5:3, hätte aber viel höher vorne liegen müssen. Bis zu diesem Zeitpunkt vergab Mario Lourenco, der nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war, einen Siebenmeter und eine weitere klare Chance, zudem versemmelte Felix Weißer zwei Gegenstöße.

In der Anfangsphase zeigte Kreisläufer Daniel Reusch seine Klasse. Der Kapitän erzielte in der vierten Minute das 2:2, eine Zeigerumdrehung später das 3:2 und in der neunten Minute das 5:3. Dann war Schluss mit dem gefährlichen Neuhäuser Spiel über den Kreis. Die Nußlocher stellten zwei Mann für die Bewachung von Reusch ab. »Das war bislang in fast allen Spielen so, dass ich meine Tore in der ersten Viertelstunde mache«, erklärte Reusch. Der TVN sollte nach Lösungen suchen, wie auf solche taktischen Maßnahmen reagiert werden kann. Eine sehr gute Note verdiente sich vor allem in der ersten Hälfte Lukas Fischer. Nußloch bekam den Rückraumspieler kaum in den Griff. Ebenfalls erfreulich für den Ermstal-Club: Karl Toom markierte zwischen der 27. und 38. Minute fünf blitzsaubere Tore aus dem Rückraum. Der estnische Nationalspieler ist auf einem guten Weg zu einem Leistungsträger, muss aber wie das gesamte Team an Konstanz zulegen.

Nach dem 17:17 geriet Neuhausen mit 17:20 ins Hintertreffen. »In dieser Phase haben wir in Überzahl nicht getroffen und sogar Gegentore erhalten. Das war der Knackpunkt«, sagte Bühner. Der TVN leistete sich im Angriff zu viele leichte Ballverluste, die mit Gegenstoß-Toren bestraft wurden. Die Nußlocher Treffer zum 22:26, 22:27 und 23:28 fielen nach Konterangriffen. Selbst in dieser Phase hätten die Hausherren vor 739 Zuschauern in der Hofbühlhalle das Spiel noch einmal spannend gestalten können, doch im Abschluss fehlte den Youngstern Weißer und Mike Pracht die Kaltschnäuzigkeit. Am Ende gingen die Neuhäuser mit hängenden Köpfen vom Feld, während die Nußlocher jubelten. »Ich bin stolz auf mein Team«, sagte Gäste-Trainer Christian Job. »Wir sind im Stil einer Spitzenmannschaft aufgetreten.« (GEA)

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