VfB Stuttgart
VfB Stuttgart - Mit Spannung erwartete Heim-Premiere von Trainer Korkut. Legende Balakov meldet sich zu Wort

Nach Verletzung: Kein Freibrief mehr für Badstuber

VON FRANK WILD

STUTTGART. Der Abwehrchef ist wieder an Bord. Die Frage ist nur: Darf er auch sofort wieder das Kommando übernehmen? Holger Badstuber hat seit Anfang der Woche alle Trainingseinheiten bestritten und sich dabei mächtig ins Zeug gelegt. Damit hat sich der frühere Nationalspieler für das Heimspiel des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach zurückgemeldet.

FOTO: dpa
Unter dem alten Coach Hannes Wolf wäre dem verletzungsgeplagten Innenverteidiger ein Platz in der Startelf gewiss gewesen. Unter Tayfun Korkut sieht das nicht ganz so aus. Die Preisfrage ist: Stellt der neue Cheftrainer seine Abwehr für Badstuber um? Und wenn ja wie? Ob der Innenverteidiger nach seiner Adduktorenverletzung gleich wieder in die Startelf rückt, ließ der 43-Jährige gestern um die Mittagszeit noch offen: »Über die Qualität von Holger müssen wir nicht sprechen. Aber es ist erst Donnerstag und ich möchte mir nicht in die Karten schauen lassen.«

»Über die Qualität von Holger müssen wir nicht sprechen« §§ Für einen Einsatz könnten die guten Erinnerungen des gebürtigen Memmingers an die Borussen sprechen. Badstuber erzielte am 4. Dezember 2009, damals im Trikot des Rekordmeisters FC Bayern München, sein erstes Bundesligator. Es war zugleich der 2:1-Siegtreffer. Die 1:0-Führung hatte in Mario Gomez übrigens ein alter und neuer Teamkollege des 28 Jahre alten Abwehr-Recken erzielt. Mit dessen Einsatz in der Startformation ist am Wochenende definitiv zu rechnen.

Ob an Gomez' Seite, wie zuletzt beim 1:1 in Wolfsburg, wieder ein zweiter Angreifer auflaufen wird, wollte der Stuttgarter Kommandogeber ebenfalls nicht preisgeben. Bei Korkuts VfB-Premiere unterstützte in der ersten Halbzeit Anastasios Donis den späteren Torschützen in der Offensive. Nach dem Seitenwechsel kam dann Daniel Ginczek für den jungen Griechen. Dieser fungierte fortan sogar eher als echte zweite Sturmspitze.

Für das Duell mit den zuletzt ins Straucheln geratenen Gästen, die trotzdem nach wie vor internationale Ambitionen hegen, ließ Korkut sich auch bei seinen Planungen für die Abteilung Attacke nicht in die Karten schauen. Den Automatismus »mehr Stürmer - mehr Torchancen - mehr Tore« will der 43 Jahre alte Deutsch-Türke nicht gelten lassen. Bei seiner Grundausrichtung hingegen stellt aber klar, »dass wir aktiv sein wollen«. Die eher abwartende, zurückhaltende Spielweise aus der Ära Wolf ist damit passé.

§§ »Die Wucht der negativenReaktionen hat mirsehr leid getan«
 
Ein klein wenig Ruhe ist zuletzt eingekehrt. Aber auch nur ein bisschen. Der große Sturm der Entrüstung ist nach dem respektablen Remis beim Abstiegskonkurrenten Wolfsburg etwas abgeklungen. Korkut hat sich durch den zweiten Auswärtspunkt des VfB ein wenig Luft verschafft. Die Feuertaufe folgt aber nun bei seinem ersten Heimspiel. Im Falle einer Niederlage könnte es schon wieder unbequemer werden. »Ich habe da überhaupt keine Bedenken«, erklärte der Kumpel von Bundestrainer Joachim Löw. »Wir wollen zu Hause eine Macht werden.«

Derweil zeigte sich unter der Woche VfB-Legende Krassimir Balakov in der Bild verwundert angesichts der »Wucht der negativen Reaktionen« auf die Ernennung von Korkut. »Das hat mir sehr leid getan.« Der Bulgare ist überzeugt, dass der Neue »seinen Weg hier macht«. Das Herz eines VfB-Fans erobert man aber halt nicht im Sturm. Eher durch Siege. (GEA)



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