Schultheater - AG des Isolde-Kurz-Gymnasiums führt das Stück »Robina Wut« dreimal im franz.K auf

Für Freiheit und Gerechtigkeit

VON JÜRGEN SPIESS

REUTLINGEN. Robina Wut und ihre Freundinnen kennen kein Erbarmen - aber nur gegenüber denen, die die Armen ausnutzen: Die Theater-AG des Isolde-Kurz-Gymnasiums führte bereits am Mittwoch und am gestrigen Donnerstag das Theaterstück »Robina Wut« von Eckhard Wurm auf. Bei der Premiere im voll besetzten franz.K gab es viel Beifall für die 50 jungen schauspielenden Mädchen und Jungen der Klassen 8 bis 11. Am heutigen Freitag ist »Robina Wut« noch einmal um 20 Uhr im franz.K zu sehen.

FOTO: Jürgen Spiess
Die Inszenierung unter Leitung von Sandra Lukaszecicz, Sabine Laage und dem langjährigen Anleiter Eckhard Wurm ist eine Mischung aus Heldinnen-Drama und Abenteuer-Geschichte, mit einer starken und gerechtigkeitsliebenden Robina (Luise Keller), die wie ihr männliches Pendant Robin Hood durch die Wälder streift und den Armen das gibt, was sie von den Reichen nimmt. Dabei ist den vielen Darstellern eine Inszenierung gelungen, die ihrem ausdrucksvollen und humorvollen Spiel vertraut und gleichzeitig ernste Themen behandelt. Aspekte wie Solidarität, Gemeinschaft und Zusammenhalt spielen ebenso eine Rolle wie die Gegensätze von Arm gegen Reich und Gut gegen Böse.

Die jungen Darsteller - in der Mehrzahl Mädchen - erzählen die Geschichte von Robina, der »Rächerin der Enterbten«, die sich mit ihrem Geliebten Marian (Paul Beck) und ihren Freundinnen Josefine (Smilla Schreiber), Kathinka (Sanna Fleck), Tucki (Elena Horst) und Gesa (Julia Mennicke) mit dem Vogt (Daniel Gann) und seinen Helfern, den Nonnen und reichen Kaufleuten anlegt. Sie lehnen sich gegen die Ungerechtigkeiten in der Welt auf und träumen von einem Leben, »in dem alle genug zu essen haben«.

Dabei begibt sich die Gruppe immer wieder in Gefahr, was schließlich dazu führt, dass sie vom Vogt und seinen Helfern gefangen genommen werden und ihr Traum von »Freiheit und Gerechtigkeit« zerplatzt. Kommentiert wird die Geschichte von den drei Bänkelsängerinnen Constanze Pangella, Melanie Schmid und Clara Cuzma, die auch die Lieder geschrieben hat. Die Faszination dieser Aufführung lebt nicht nur von den zum Teil witzigen Einlagen, sondern vor allem von den Schauspielern selbst. Es wird gesungen, es treten Tanzbären, Schwertschlucker, Entfesselungskünstler und eine Wahrsagerin auf und neben den Hauptdarstellerinnen überzeugen vor allem die Gruppenszenen. Die textlastigen Rollen werden souverän ausgefüllt und auflockernde Elemente wie Pantomime, Schwarzlicht-Szenen und Gesang in die Inszenierung integriert.

Das aufwendige, von Eckhard Wurm geschriebene Stück, das seit September des vergangenen Jahres einstudiert wurde, zeigt einige schauspielerische Talente, unter denen die furchtlose, aber auch zweifelnde Robina und ihre Gefährtinnen herausstechen.

Doch auch die anderen Darsteller spielen mit viel Freude und großem Einsatz. Am Ende gibt's langen Beifall. (GEA)



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