Gasthaus Kelter - Der Kaufvertrag ist noch nicht unterschrieben, Dettingen plant dennoch schon den Einzug

Zimmer frei für Flüchtlinge in Dettingen

VON THOMAS FÜSSEL

DETTINGEN. Unterschrieben ist der Vertrag noch nicht. Auch gibt es noch keinen Notartermin. Das ist frühestens in vier Wochen der Fall. Dennoch, im Dettinger Rathaus werden bereits die notwendigen Umbauten geplant, die sich hauptsächlich auf den Brandschutz beschränken.

Die Gemeinde hat das allein durch seine Farbgebung auffallende Gasthaus Kelter in der Neuffener Straße gekauft, um hier Flüchtlinge unterzubringen: Bis zu dreißig Menschen können in den Gästezimmern leben, wenn die gesetzlich vorgeschriebenen sieben Quadratmeter pro Person zugrundegelegt werden.
Die Gemeinde hat das allein durch seine Farbgebung auffallende Gasthaus Kelter in der Neuffener Straße gekauft, um hier Flüchtlinge unterzubringen: Bis zu dreißig Menschen können in den Gästezimmern leben, wenn die gesetzlich vorgeschriebenen sieben Quadratmeter pro Person zugrundegelegt werden. FOTO: Thomas Füssel
Wie berichtet, kauft die Kommune das Gasthaus Kelter in der Neuffener Straße, um dort Flüchtlinge unterzubringen, deren Asylverfahren abgeschlossen ist. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, wie der Leiter des Dettinger Liegenschaftsamtes, Peter Bily, jetzt erklärt.

Dem Rathaus geht es in erster Linie um die Gästezimmer in den oberen Stockwerken. Acht Doppel- und drei Einzelzimmer, hinzu kommen eine kleine Küche und ein Frühstücksraum. Bis zu 30 Flüchtlinge könnten hier leben, wenn die gesetzlich vorgeschriebenen sieben Quadratmeter pro Person zugrundegelegt werden. In einzelnen Zimmern wäre es demnach möglich, bis zu drei Personen unterzubringen. Je nachdem, ob es sich um Einzelpersonen oder Familien handelt.
»Wir sind froh, dass wir das lange leerstehende Gasthaus kaufen können«
 

»Die Räume wirken alle, als wären sie erst vor wenigen Jahren saniert worden.« Hell und freundlich, wie Max Bily erklärt, mit relativ neuen Möbeln ausgestattet. Ein Einzug wäre damit sofort möglich, ohne weitere Investitionen. Nur im Treppenhaus muss etwas getan werden, dort gibt es Mängel beim Brandschutz, die sich aber mit überschaubarem Aufwand beheben lassen.

Mittelfristig könnten in das Haus noch zehn weitere Flüchtlinge einziehen: Dafür muss das im Vergleich zu den Gästezimmern weitaus düsterer wirkende Restaurant umgebaut werden. Doch damit beschäftigt sich das Rathaus noch nicht.

»Wir sind froh, dass wir das lange leerstehende Gasthaus kaufen können«, sagt Bürgermeister Michael Hillert. »Die Raumaufteilung kommt uns entgegen.« Dass zunächst keine größeren Umbauten notwendig sind, wird im Rathaus schon fast als Glücksfall angesehen.

Das Haus bietet Platz, den Dettingen dringend braucht: Die Gemeinde muss gut 70 Menschen ein Dach über dem Kopf bieten, Menschen deren Asylverfahren abgeschlossen ist. War zuvor das Landratsamt zuständig, ist die sogenannte Anschlussunterbringung Aufgabe der Kommunen. Aus dem Grund hat Dettingen bereits ein Gebäude in der Kreuzgasse gemietet, in dem zuvor die Reutlinger Behörde Asylbewerber untergebracht hatte.

Bis in fünf Jahren möchte Dettingen deshalb auch die Asylbewerberunterkunft im Sport- und Freizeitgelände übernehmen. Doch bis dahin braucht die Gemeinde zumindest zur Überbrückung weitere Räume. Für Menschen, deren Asylverfahren abgeschlossen ist. (GEA)

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