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Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten in Peru

Die Proteste gegen Übergangspräsidentin Boluarte gehen weiter. Im Süden des Landes kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Seit Mittwoch wurden mehr als 40 Menschen verletzt.

Proteste in Peru
Demonstranten blockieren die Panamericana. Foto: Martin Mejia
Demonstranten blockieren die Panamericana.
Foto: Martin Mejia

Bei neuerlichen Protesten gegen die Regierung haben sich Demonstranten und Sicherheitskräfte im Süden von Peru gewalttätige Auseinandersetzungen geliefert. Bei den Zusammenstößen wurden drei Beamte verletzt und zur Behandlung in die Hauptstadt Lima geflogen, teilte die Polizei am Samstag mit.

Protestierende schleuderten Steine auf Beamte und versuchten, den Flughafen von Juliaca zu stürmen, wie der Radiosender RPP über den Vorfall am Freitag berichtete. Die Polizei feuerte demnach Tränengas in die Menge. Seit dem Wiederaufflammen der Proteste am Mittwoch wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums über 40 Menschen verletzt.

Die Proteste richten sich gegen die Regierung von Übergangspräsidentin Dina Boluarte. Die Demonstranten fordern den Rücktritt der Staatschefin, die Auflösung des Kongresses und die Freilassung des inhaftierten Ex-Präsidenten Pedro Castillo. Der frühere Dorfschullehrer wollte im Dezember einem Misstrauensvotum zuvorkommen und löste den Kongress auf. Das Parlament enthob ihn daraufhin des Amtes. Er wurde wegen des Vorwurfs eines versuchten Staatsstreichs festgenommen und sitzt weiter in Untersuchungshaft. Seine Anhänger gingen seit der Festnahme immer wieder auf die Straße. Bei Zusammenstößen mit der Polizei kamen bereits rund zwei Dutzend Menschen ums Leben.

© dpa-infocom, dpa:230107-99-138881/2