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Aktuell Spitzentreffen

Streitfall Diesel-Nachrüstungen: Scheuer trifft Autobosse

Gibt es noch diese Woche einen Durchbruch im Dauerstreit um den Diesel? Vor einem Treffen von Verkehrsminister Scheuer mit den Autobauern sieht es nicht danach aus.

Andreas Scheuer
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Die Bundesregierung hatte ein Maßnahmen-Paket beschlossen, um Fahrverboten zu verhindern. Dieses sieht auch Hardware-Nachrüstungen vor. Foto: Daniel Bockwoldt
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Die Bundesregierung hatte ein Maßnahmen-Paket beschlossen, um Fahrverboten zu verhindern. Dieses sieht auch Hardware-Nachrüstungen vor. Foto: Daniel Bockwoldt

BERLIN. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will heute in Berlin erneut mit Spitzenmanagern der deutschen Autoindustrie zusammenkommen. Bei dem Treffen am Vormittag geht es um geplante Hardware-Nachrüstungen bei älteren Dieselfahrzeugen.

Hardware-Nachrüstungen - also Umbauten an Motor und Abgasanlage - sind Teil des neuen Maßnahmenpakets der Koalition, um weitere Diesel-Fahrverbote zu verhindern. Allerdings weigern sich die Hersteller bisher, die vollen Kosten hierfür zu übernehmen, wie die Regierung es fordert. Auch Haftungsfragen sind umstritten. BMW lehnt Hardware-Nachrüstungen komplett ab.

Scheuer hatte vor dem Treffen Bewegung von den Autoherstellern gefordert. Die Autoindustrie habe einen »riesigen Nachholbedarf«, Vertrauen zurückzugewinnen und ihr Image zu verbessern, hatte er am Dienstagabend bei einer Veranstaltung beim Auto-Branchenverband VDA gesagt. In vielen Städten werden vor allem wegen Diesel-Abgasen Schadstoff-Grenzwerte überschritten.