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Durchsuchung bei Novartis wegen möglichen Patentmissbrauchs

Sogenannte Sperrpatente sind dazu da, die eigene Produktion vor der Konkurrenz zu schützen. Novatis steht nun im Verdacht, ein solches Patent missbraucht zu haben.

Novartis
Beim Schweizer Pharmakonzern Novartis hat es eine Hausdurchsuchung gegeben. Foto: Patrick Seeger
Beim Schweizer Pharmakonzern Novartis hat es eine Hausdurchsuchung gegeben.
Foto: Patrick Seeger

Beim Schweizer Pharmakonzern Novartis hat es eine Hausdurchsuchung gegeben. Die Wettbewerbskommission (Weko) hat das Unternehmen im Verdacht, ein Patent missbraucht zu haben. Die Weko nannte das Unternehmen in ihrer Mitteilung nicht beim Namen, aber Novartis bestätigte den Vorgang selbst.

Die Weko untersucht nach eigenen Angaben, ob Novartis ein so genanntes Sperrpatent eingesetzt hat. So ein Patent wird von einem Patentinhaber gar nicht selbst verwertet, sondern soll nur die eigene Produktion vor Konkurrenz schützen. Sie habe in diesem Fall mit der Europäischen Kommission zusammengearbeitet, teilte die Weko mit.

Novartis wies den Verdacht zurück. »Das Unternehmen ist zuversichtlich, die Legitimität seiner Position zu klären und kooperiert uneingeschränkt mit den Behörde«, teilte es mit.

© dpa-infocom, dpa:220915-99-769731/3