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Deutschland startet im Corona-Jahr in die großen Ferien

Als erstes der 16 Bundesländer im Corona-Jahr ist pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang Mecklenburg-Vorpommern in die Sommerferien gestartet.

Ab in die Ferien
Ein Wohnmobil mit Fahrrädern am Heck auf der Autobahn A24. Als erstes der Bundesländer startet Mecklenburg-Vorpommern in die großen Ferien. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Ein Wohnmobil mit Fahrrädern am Heck auf der Autobahn A24. Als erstes der Bundesländer startet Mecklenburg-Vorpommern in die großen Ferien. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

SCHWERIN. Sommeranfang, Ferienbeginn: Deutschland startet spätestens an diesem Wochenende in die Saison des Draußenseins. Als erstes der 16 deutschen Bundesländer ging Mecklenburg-Vorpommern in die großen Ferien.

Nächste Woche folgen zunächst Hamburg, Berlin und Brandenburg und am Freitag Schleswig-Holstein und das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Als letztes der 16 Länder kommt Baden-Württemberg am 29. Juli an die Reihe. Bis 2. August hat dann ganz Deutschland schulfrei. Danach soll nach jetzigem Stand trotz Corona-Krise der Schulbetrieb überall wieder nach und nach normal losgehen. In Bayern geht die Schule erst am 8. September wieder los, in Baden-Württemberg sogar erst am 14. September.

Was das Wetter angeht, so erwarten Meteorologen am Wochenende nur eine trübe Mischung aus Wolken, Schauern, Gewittern und etwas Sonne. »Ab Dienstag kommt dann der Hochsommer nach Deutschland dank eines Hochs, das sich genau über uns wohlfühlt«, hieß es aber vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach.

Bei viel Sonnenschein werden dann Höchsttemperaturen von 25 bis 32 Grad erreicht. Am Mittwoch und Donnerstag könnte laut DWD sogar zum ersten Mal in diesem Jahr die 35-Grad-Marke geknackt werden. Nur in den Küsten- und Bergregionen bleibt es etwas kühler. Der kalendarische Sommer beginnt in diesem Jahr in der Nacht zum Sonntag (Samstagabend, 20. Juni, 23.43 Uhr).

Der Sommerurlaub 2020 ist wegen der Corona-Pandemie von großen Unsicherheiten geprägt. Die Bundesregierung hatte erst zum vergangenen Montag die Reisewarnungen für 28 europäische Länder aufgehoben. Für mehr als 160 Staaten außerhalb der EU gilt eine zeitnahe Aufhebung der Warnung als unwahrscheinlich.

Dass sich viele Leute auf freie Tage zu Hause, auf dem Balkon und im Garten einstellen, legte in den letzten Wochen die starke Nachfrage nach Grills, Pools, Sandkästen und Schaukeln in Baumärkten nahe.

Der Inlandstourismus von Sylt bis Oberstdorf dürfte in den kommenden Wochen boomen. Auch das Küstenland Mecklenburg-Vorpommern stellt sich auf viele Besucher ein. Der Geschäftsführer des dortigen Tourismusverbands, Tobias Woitendorf, rechnet im Sommer mit insgesamt rund vier Millionen MV-Besuchern. Das Land mit seinen rund 1,6 Millionen Einwohnern gilt als deutsches Urlaubsziel Nummer eins für Familien. In erster Linie die Ostsee-Inseln Rügen und Usedom sind sehr beliebt. Auch dort gelten natürlich weiterhin Abstandsregeln.

In Mecklenburg-Vorpommern ist beispielsweise noch der Zugang für Tagestouristen ohne Nachweis einer Reservierung in einem Hotel, Ferienwohnung oder Campingplatz verboten. Das könnte für die Menschen aus den Länder wichtig sein, in denen kommende Woche die Ferien beginnen. Als nächstes sind Brandenburg, Berlin und Hamburg am 25. Juni dran. Dies aber sind gerade die Länder, deren Bewohner für Tagesausflüge in den Nordosten in Frage kommen.

MV-Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sagte zwar, sein Land werde keine »Schlagbaumpolitik« betreiben. Aber die Ordnungsämter seien aufgerufen, notfalls mit Unterstützung der Polizei für die Einhaltung der Vorschriften zu sorgen. (dpa)

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