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Auto auf Vorfeld von Flughafen: Fahrer wohl unter Drogen

Ein Mann schafft es, mit seinem Wagen auf das Flughafen-Vorfeld in Hannover zu kommen. Die Polizei überwältigt den Eindringling. Erst Stunden später wird der Flugbetrieb wieder aufgenommen. Reicht das Sicherheitskonzept des Flughafens aus?

Einsatzkräfte
Fahrzeuge von Einsatzkräften stehen auf dem Flughafen gegenüber vom Terminal A. Foto: Clemens Heidrich
Fahrzeuge von Einsatzkräften stehen auf dem Flughafen gegenüber vom Terminal A. Foto: Clemens Heidrich

HANNOVER. Nach dem Zwischenfall mit einem Eindringling am Flughafen Hannover ist noch unklar, ob und welche Konsequenzen für das Sicherheitskonzept gezogen werden.

Flughafensprecher Sönke Jacobsen sagte am Samstagabend, nur wenige Stunden nach dem Vorfall sei es noch zu früh zu sagen, ob das Sicherheitskonzept überarbeitet werden müsse.

Am Samstagnachmittag war es einem Mann gelungen, mit einem Auto auf das Vorfeld zu fahren. Der Bundespolizei zufolge gab es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Die Beamten gingen von einem Einzeltäter aus. Das Motiv sei völlig unklar. Der Fahrer habe unter dem Einfluss von Kokain und Amphetaminen gestanden. Alter und Nationalität des Mannes konnten zunächst nicht angegeben werden, weil dieser keinen Ausweis dabei hatte. Er selbst hatte angegeben, aus Polen zu stammen und 21 Jahre alt zu sein.

Polizist
Ein Bundespolizist steht auf dem Flughafen Hannover. Foto: Clemens Heidrich
Ein Bundespolizist steht auf dem Flughafen Hannover. Foto: Clemens Heidrich

Aus Sicht der Bundespolizei griffen die Sicherheitsmechanismen optimal. Die Einsatzkräfte seien sofort eingeschritten. Dass eine Person auf das Vorfeld gelange, sei niemals komplett auszuschließen. Erst im Sommer hatte die Bundespolizei gemeinsam mit anderen Behörden und Partnern den Sicherheitsplan am Flughafen unterzeichnet. Dieser solle fortlaufend ergänzt und optimiert werden, hieß es.

Der Mann war durch ein zuvor verschlossenes Tor auf das Vorfeld gelangt, wie die Bundespolizei mitteilte. Dort hielt er unter einem mit 172 Fluggästen besetzten Airbus 320 der griechischen Airline Aegean. Beamte der Bundespolizei überwältigten den Fahrer in seinem Auto. Dabei habe dieser Widerstand geleistet, hieß es.

Warten
Reisende warten auf dem Hannoveraner Flughafen. Foto: Clemens Heidrich
Reisende warten auf dem Hannoveraner Flughafen. Foto: Clemens Heidrich

Der Luftfahrtexperte Cord Schellenberg lobte die ergriffenen Maßnahmen der Bundespolizei. »Es ist vollkommen richtig, den Flugbetrieb zunächst einzustellen, damit keine Passagiere und Mitarbeiter in Mitleidenschaft gezogen werden können«, sagte er. Dennoch stelle er sich die Frage, wie überhaupt jemand auf das Flughafengelände vordringen kann. »Wenn einer keinen Plan hat und trotzdem durchkommt, muss man fragen, was genau falsch gelaufen ist.« (dpa)