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Trumps Zölle und Musks Einspruch: Toxische »Bromance«

Musk und Trump
Tech-Milliardär Elon Musk (l) ist ein Berater von US-Präsident Donald Trump. (Archivbild) Foto: Alex Brandon/DPA
Tech-Milliardär Elon Musk (l) ist ein Berater von US-Präsident Donald Trump. (Archivbild)
Foto: Alex Brandon/DPA

Eine skurrile Vorstellung: Wird ausgerechnet Elon Musk nun zum Verbündeten für die Europäer im Zollkonflikt mit US-Präsident Donald Trump? Offenbar geht die Strategie der EU auf. Sie hat mit Verweis auf den Digital Services Act eine milliardenschwere Geldstrafe für Elon Musks Plattform X in Aussicht gestellt. An dem Trump-Berater und Milliardär solle ein Exempel statuiert werden, hieß es in den vergangenen Tagen aus Brüssel.

Und siehe da: Plötzlich spricht sich Musk dafür aus, zwischen Europa und Nordamerika eine Freihandelszone zu schaffen und Zölle ganz abzuschaffen. Außerdem hofft er »auf mehr Freiheit für die Menschen, sich zwischen Amerika und Europa frei zu bewegen«. Damit fällt er seinem Boss gleich zweifach in den Rücken: Er nährt Zweifel an Trumps Politik und seinen Durchhalteparolen, in denen er den Amerikanern prahlerisch ein historisches Ergebnis verspricht. Und: Musk stellt Trumps harte Einreisepolitik infrage. Und das wird dem Präsidenten gar nicht gefallen.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die beiden Alphamänner getrennte Wege gehen. In den vergangenen Tagen hatte es bereits vermehrt Hinweise gegeben. Trumps Politik kostet Musk jeden Tag viele Millionen Dollar. Geschäftlich wird die »Bromance« für Musk mittlerweile toxisch. Seine Tesla-Autos werden zu Ladenhütern. Auch für Trump läuft es nicht rund. Nach dem Schock formiert sich nun der Widerstand in den USA. Die Proteste vom Wochenende dürften ein erster Vorgeschmack gewesen sein.

 

politik@gea.de