Die Klimakonferenz COP30 zeigt erneut, wie schwer sich die Welt mit dem Schutz des Planeten tut. Klimaziele werden gerissen, große Fortschritte bleiben aus. Die Dringlichkeit ist jedem klar, auch Friedrich Merz. In Belém sagte er einen namhaften deutschen Beitrag zur Rettung des Regenwaldes zu. Der CDU-Chef zeigt, dass ihn die Lage umtreibt und er sich sorgt.
Rund ein Drittel des deutschen CO2- Ausstoßes geht auf das Beheizen und Kühlen von Gebäuden zurück. Gleichzeitig will Deutschland bis zur Mitte des Jahrhunderts klimaneutral werden. Der naheliegende Schluss: Nach dem von Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck verursachten Chaos beim Heizungsgesetz, das immer noch nachwirkt, braucht es jetzt Verlässlichkeit. Doch während die Regierung global lobenswerte Anstrengungen unternimmt, lässt sie es hier an Tempo mangeln.
Die Parameter sind sattsam bekannt, die Ampel hat Vorarbeit geleistet. Wenn sich Schwarz-Rot am Riemen reißen würde, müsste nicht noch eine weitere Heizperiode vergehen, bevor Unternehmen und Hausbesitzer endlich Klarheit haben, auf welche Technologie sie in Zukunft setzen sollen. Eine zügige Entscheidung lohnt sich doppelt: Sie zahlt auf die Klimabilanz und auf die Bilanz der Regierung ein.

