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Sicherungsverwahrung

Düsseldorf (dpa) - Eine sogenannte Sicherungsverwahrung ist laut NRW-Justizministerium rechtlich nicht als Strafe einzuordnen. Ihr Zweck ist es, gefährliche Täter zu bessern und die Allgemeinheit zu schützen.

Gefängnis
Die Sicherungsverwahrung ist grundsätzlich zeitlich nicht begrenzt. Foto: Felix Kästle
Die Sicherungsverwahrung ist grundsätzlich zeitlich nicht begrenzt. Foto: Felix Kästle

Bei diesen Straftätern bestehe der Hang, erhebliche und für die Allgemeinheit gefährliche Straftaten zu begehen.

Die Sicherungsverwahrung ist grundsätzlich zeitlich nicht begrenzt. Ob sie fortbesteht, wird regelmäßig von einem Gericht geprüft. Eine Sicherungsverwahrung kann unmittelbar im Urteil angeordnet oder auch vorbehalten werden.

Eine Sicherungsverwahrung schließt sich an die Verbüßung einer Freiheitsstrafe an. Nach dem sogenannten »Abstandsgebot« muss sich der Vollzug der Sicherungsverwahrung deutlich vom Strafvollzug unterscheiden. So ist den »Untergebrachten« eine individuelle und intensive Betreuung anzubieten, insbesondere eine psychiatrische, psycho- oder sozialtherapeutische Behandlung.

Sicherungsverwahrung muss von einer Strafhaft räumlich getrennt vollzogen werden, entweder in einer eigenen Anstalt oder in separaten Abteilungen einer Justizvollzugsanstalt.

Informationen des nordrhein-westfälischen Justizministeriums zur Sicherungsverwahrung