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Panmunjom: »Furchterregender Ort« und »Symbol des Friedens«

Panmunjom (dpa) - Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton nannte Panmunjom den »furchterregendsten Ort der Erde«. Der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker sprach vom »letzten Bollwerk des Kalten Kriegs«.

Panmunjom
Ein nordkoreanischer Soldat in der demilitarisierten Zone in Panmunjom. Foto: Britta Pedersen
Ein nordkoreanischer Soldat in der demilitarisierten Zone in Panmunjom. Foto: Britta Pedersen

Stacheldraht, Elektrozäune und Gräben umgeben das Gemeinsame Sicherheitsareal (JSA), wie Panmunjom offiziell heißt. An diesem Ort inmitten der Entmilitarisierten Zone stehen sich Soldaten Nordkoreas sowie Südkoreas und der USA auf Sichtweite gegenüber.

Völkerrechtlich befinden sich beide Koreas seit dem Koreakrieg (1950-1953) im Kriegszustand. In Panmunjom wurde 1953 ein Waffenstillstand vereinbart. Er gilt immer noch; ein Friedensvertrag kam nie zustande. Die vier Kilometer breite und 250 Kilometer lange Entmilitarisierte Zone schafft einen streng bewachten Puffer zwischen beiden Staaten. Sie verläuft quer durch die Halbinsel entlang des 38. Breitengrades.

Im April 2018 wurde Panmunjom ein Ort der Hoffnung: Hier kam es zum symbolträchtigen Handschlag zwischen dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Zum ersten Mal überschritt ein Machthaber des kommunistischen Nordens die Grenze und betrat südkoreanischen Boden. Moon sprach von einem Wandel Panmunjoms von »einem Symbol der Teilung in einen Geburtsort des Friedens«. Im Zuge ihrer Annäherung machten beide Koreas Panmunjom im Herbst 2018 zur waffenfreien Zone. Jetzt wählte Donald Trump den Ort, um als erster amtierender US-Präsident nordkoreanischen Boden zu betreten.