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VfL Pfullingen zeigt beim Auswärtsspiel zu wenig Entschlossenheit

Muhsin Alper Kocas (rechts) im Zweikampf mit Pfullingens Christos Chatzimalousis (Mitte). Hinten: Sven Packert. FOTO: T.BAUR/EIB
Muhsin Alper Kocas (rechts) im Zweikampf mit Pfullingens Christos Chatzimalousis (Mitte). Hinten: Sven Packert. FOTO: T.BAUR/EIBNER
Muhsin Alper Kocas (rechts) im Zweikampf mit Pfullingens Christos Chatzimalousis (Mitte). Hinten: Sven Packert. FOTO: T.BAUR/EIBNER

SINDELFINGEN. In der Fußball-Verbandsliga hat der VfL Pfullingen sein Auswärtsspiel beim VfL Sindelfingen vor 150 Zuschauern mit 1:3 (0:2) verloren. Damit verpasste es die Mannschaft von Trainer Daniel Güney, sich weiter von der Abstiegszone zu entfernen.

Der Gastgeber nutzte hingegen ein erstes Endspiel um den Klassenerhalt, um sich wieder an das rettende Ufer heranzupirschen. Mit nun 33 Zählern liegt Sindelfingen drei Zähler hinter dem Relegationsrang. Da die Konkurrenz nicht unbedingt schlecht für Pfullingen (38 Zähler) spielte, beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz zwei Punkte, auf den vermeintlich ersten Abstiegsplatz vier Punkte.

Die Niederlage der Gäste geht insgesamt in Ordnung, da die Güney-Elf nicht die Entschlossenheit im Gegensatz zu den letzten Auftritten auf den Platz brachte. »Das Hauptthema ist unsere eigene Leistung. Wir haben nicht die Klarheit wie zuletzt gehabt und keinen Zugriff auf das Spiel bekommen. Der Gegner hat die Pressingmomente gut genutzt«, räumte Güney die Niederlage ein.

»Wir haben nicht die Klarheit wie in den letzten Spielen gehabt«

Der Gastgeber wusste, was die Stunde geschlagen hatte und legte los wie die Feuerwehr. Das Team von Trainer Roberto Klug drückte von Beginn an. Endrit Syla brachte Sindelfingen nach acht Minuten mit einem Schuss von der Strafraumgrenze mit 1:0 in Führung. Mushin Kocas (14. Minute, Lupfer) und Agim Deskaj (24., Pfosten) hatten weitere dicke Chancen.

Spielentscheidend war dann die 32. Minute. Nach einem Querpass von Pfullingens Kapitän Matthias Dünkel scheiterte Lukas Klemenz allein vor Sindelfingens Torwart Alexander Lauxmann am 1:1-Ausgleichstreffer. Im direkten Gegenzug setzte sich Kocas im Strafraum gegen Timo Krauß durch und erzielte per Flachschuss das 2:0. Bis zur Halbzeit konnte sich das Güney-Team fangen, aber keine Akzente setzen.

SCHIEDSRICHTER IM FOKUS

Pfullingens Trainer Güney und Ponath werden verwarnt

Aufregung in Minute 84. Nach einem Foulspiel von Sindelfingens Andrei-Lucian Ulici an VfL-Kapitän Matthias Dünkel tobte sein Trainer Daniel Güney sowie sein Co-Trainer Benjamin Ponath. Der Grund: Schiedsrichter Christian Specker (Kirchhausen) zeigte Ulici keine Gelbe Karte, dafür für die beiden Coaches wegen Meckerns. Insgesamt hatten Specker und seine beiden Assistenten an der Seitenlinie nicht den besten Tag erwischt, viele Situationen gingen gegen die Gäste. Der Schiedsrichterbeobachter hatte viel zu notieren. Nach der Partie verließen die Unparteiischen zügig das Feld, wohl wissend, dass heute nicht die beste Leistung abgerufen wurde. (tob)

Nach der Pause hatten die Pfullinger mehr Ballbesitz, Sindelfingen lauerte auf Konter. Doch im letzten Drittel spielte die Güney-Elf zu ungenau und nicht zwingend genug. Die eingewechselten Roman Schubmann (76., direkte Ecke) und Lukas Früh (80., Schuss) hatten noch die besten Pfullinger Gelegenheiten.

Den dritten Treffer erzielte jedoch das Klug-Team: Deskaj tunnelte in Minute 86 Pfullingens Schlussmann Martin Welsch nach der dritten Ecke aus kurzer Distanz. Nico Seiz gelang drei Minuten später per Flachschuss aus 18 Metern der 1:3-Ehrentreffer. Klug fiel nach dem Dreier ein Stein vom Herzen: »Meine Jungs haben überragend gespielt.« (GEA)