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Die Favoriten der WM: Wer kann Bö und Fourcade stoppen?

Bö, Fourcade, Eckhoff, Öberg: Die Favoritenrollen scheinen vor der Biathlon-WM in Antholz klar verteilt. Mannschaftlich sind vor allem die Norweger und Franzosen stark einzuschätzen. Wer kann sie ärgern?

Favorit
Der siebenmalige Gesamtweltcupsieger aus Frankreich ist wieder zu alter Stärke zurückgekehrt: Martin Fourcade. Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Der siebenmalige Gesamtweltcupsieger aus Frankreich ist wieder zu alter Stärke zurückgekehrt: Martin Fourcade. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Antholz(dpa) - Mit fünfmal Gold und einmal Silber stellte Laura Dahlmeier bei der Biathlon-WM 2017 eine außergewöhnliche Bestmarke auf. Bei den Titelkämpfen in Antholz schickt sich vor allem der Norweger Johannes Thingnes Bö an, ähnliches zu schaffen.

Doch die Konkurrenz ist wie immer groß. Auch bei den Frauen ist das Feld vor dem Highlight in Südtirol dicht beieinander.

Die internationalen Medaillenkandidaten der Biathlon-WM:

Johannes Thingnes Bö: Das Trikot des Gesamtführenden im Weltcup trägt der 26-Jährige nur deswegen nicht, weil er für die Geburt seines ersten Sohnes Gustav eine Wettkampfpause einlegte. Bö fehlte bei den Weltcups in Oberhof und Ruhpolding - und hat mit sieben Saisonsiegen trotzdem so viele wie kein anderer. Der siebenmalige Weltmeister startet in Italien als Titelverteidiger im Sprint sowie in allen drei Staffel-Wettbewerben (Männer, Mixed, Single-Mixed).

Martin Fourcade: Der siebenmalige Gesamtweltcupsieger aus Frankreich hat sich von seiner schwachen Vorsaison erholt und ist wieder zu alter Stärke zurückgekehrt. Fünfmal konnte der einstige Dominator in diesem Winter bereits gewinnen - viermal allerdings in Abwesenheit von Bö. Elfmal gab es für den 31-Jährigen in der Vergangenheit schon WM-Gold, insgesamt holte er sogar 35 Medaillen. In der Höhe von Antholz dürften in den kommenden Tagen weitere folgen.

Quentin FillonMaillet: Im Schatten von Bö und Fourcade ist eigentlich wenig Platz für andere Skijäger, doch gerade der 27 Jahre alte Franzose ließ schon aufhorchen. Seine überragende Laufform brachte ihm zuletzt in Pokljuka den Sieg im Massenstart ein. Die Franzosen und Norweger dürften sich nicht nur in den Einzelrennen, sondern auch in den Staffel um die Medaillen streiten. Beide Nationen stellen aktuell die mit Abstand stärksten Mannschaften.

TirilEckhoff: So gut wie in dieser Saison lief es für die Norwegerin noch nie. Die starke Langläuferin Eckhoff überzeugt endlich auch wieder am Schießstand. Der Lohn: Sechs Saisonsiege und das Gelbe Trikot. Zwar musste sie bei der WM-Generalprobe krankheitsbedingt früher abreisen, trotzdem ist die 29-Jährige bei den Frauen die große Favoritin. Viermal Weltmeisterin war sie schon - unter anderem 2016 im Sprint in ihrer Wahlheimat Oslo.

Dorothea Wierer: Ihr letztjähriger Sieg im Gesamtweltcup brachte der Italienerin gleich mehrere Werbedeals mit Weltmarken wie Red Bull oder Adidas. Die 29-Jährige ist vor allem für ihre beeindruckenden Schnellfeuereinlagen bekannt. Dabei zeigte sie sich in den vergangenen Monaten aber nicht ganz so treffsicher wie noch in der Vorsaison, sie plagen Bandscheibenprobleme. Auf ihren Heimstrecken in Antholz hat sie sich aber viel vorgenommen. Nach der Saison will sie aufhören.

Hanna Öberg: Olympiasiegerin und Weltmeisterin ist die Schwedin bereits - und rechtzeitig zur WM ist die 24-Jährige wieder in absoluter Topform. Öbergs Spezialdisziplin ist das Einzel über 15 Kilometer, doch auch auf anderen Distanzen kann sie glänzen. Bei der WM-Generalprobe siegte sie im Massenstart und in den beiden Rennen zuvor schaffte es die junge Frau aus Östersund auch auf das Podest.

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