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Sehr wenig Zeit für Trainer-Suche beim TuS Metzingen

Die Bilanz der Metzinger Bundesliga-Handballerinnen in der vergangenen Saison kann sich sehen lassen.

Linkshänderin Monika Kobylinska ist unter allen Handballerinnen der TuS Metzingen jetzt zur »TusSie« der Saison gewählt worden.
Linkshänderin Monika Kobylinska ist unter allen Handballerinnen der TuS Metzingen jetzt zur »TusSie« der Saison gewählt worden. Archiv: EIBNER Foto: EIBNER/CEBULOK
Linkshänderin Monika Kobylinska ist unter allen Handballerinnen der TuS Metzingen jetzt zur »TusSie« der Saison gewählt worden. Archiv: EIBNER
Foto: EIBNER/CEBULOK

Dass Trainer André Fuhr mit dem sehr jungen Team auf Anhieb Platz drei in der Punktspielrunde und der Pokal-Endrunde erreichte, darf als Erfolg verbucht werden. Umso überraschender kommt die Nachricht vom Ende der Ära Fuhr nach nur einer Saison.

Der Zeitpunkt dieser Entscheidung lässt den Schluss zu, dass Emotionen mit im Spiel waren. Denn sollten die Zeichen schon länger auf Trennung gestanden haben, hätte man nicht erst fünf Wochen vor Beginn der neuen Vorbereitungsphase einen gemeinsamen Schluss-Strich gezogen. Die Zeit, einen passenden Nachfolger zu finden, ist für den Club nun sehr knapp.

Die Messlatte liegt hoch. Auch wenn von der TuS kein spezielles Anforderungsprofil formuliert wird, ergeben sich zwei Punkte von selbst: Der künftige Coach sollte bei einem Verein mit den Ansprüchen Metzingens über internationale Erfahrung verfügen, aber auch die Fähigkeit besitzen, junge Spielerinnen weiterentwickeln zu können. Zwei Qualitäten, die Fuhr ausgezeichnet haben, und die umso wesentlicher erscheinen, da der Club wieder auf europäischer Ebene antritt und zudem mit einem weiter verjüngten Kader die neue Saison in Angriff nehmen wird.

Mögen die Gründe auch unterschiedlich sein: Nach Csaba Konkoly und René Hamann-Boeriths ist Fuhr der dritte Trainer in drei Jahren, dessen Zeit bei der TuS vorzeitig endet. Das spricht sich in der Branche herum und macht es künftig nicht einfacher. Bei den anderen Top-Clubs der Bundesliga sind die Trainer seit mindestens fünf Jahren im Amt. Die fehlende Kontinuität in diesem Bereich dürfte auch ein Grund dafür sein, warum die TuS im Gegensatz zu Bietigheim, dem Thüringer HC und Buxtehude in den vergangenen Jahren keinen Titel geholt hat.

 

frank.pleyer@gea.de