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Erste Auswärts-Niederlage für den VfL Pfullingen

Im sechsten Spiel in der Fremde hat es den Handball-Drittligisten VfL Pfullingen erstmals erwischt. Weshalb die Echazstädter in Kornwestheim auf die Verliererstraße gerieten.

Jason Ilitsch (beim Wurf) erzielt drei Tore für den VfL Pfullingen.
Jason Ilitsch (beim Wurf) erzielt drei Tore für den VfL Pfullingen. Foto: Dieter Reisner
Jason Ilitsch (beim Wurf) erzielt drei Tore für den VfL Pfullingen.
Foto: Dieter Reisner

KORNWESTHEIM. Einmal ist immer das erste Mal. Die Pfullinger Drittliga-Handballer mussten sich nach zuvor fünf Siegen in fünf Spielen in der Fremde erstmals auswärts geschlagen geben. Beim SV Salamander Kornwestheim setzte es für den VfL eine 26:32 (10:11)-Niederlage. »Jetzt haben wir auswärts das erste Mal verloren, das ist kein Beinbruch«, sagte Pfullingens Trainer Fabian Gerstlauer. Und fügte im nächsten Atemzug hinzu: »Jetzt konzentrieren wir uns auf das Freitag-Heimspiel gegen Balingen.«

Niklas Roth fehlt krankheitsbedingt

Es gibt einige Erklärungsansätze, weshalb Pfullingen vor 350 Zuschauern in der Kornwestheimer Sporthalle Ost den Kürzeren zog. In erster Linie ist das Fehlen von Niklas Roth (krank) zu nennen. Der Rückraum-Linke, der in den ersten zehn Saisonspielen 64 Treffer markierte, ist kaum zu ersetzen. »Wir wissen, dass Nicki ein wichtiger Spieler für uns ist, aber wir müssen sein Fehlen als Kollektiv besser auffangen«, wollte Gerstlauer das Fehlen des 25-Jährigen nicht als Ausrede für die Niederlage gelten lassen.

Auf der halblinken Rückraum-Position durfte sich in erster Linie Jason Ilitsch und zudem in einigen Minuten Tim Hafner beweisen. Ilitsch, der im Angriff im bisherigen Saisonverlauf nur wenig Spielanteile erhielt, trug sich drei Mal in die Trefferliste ein. Der wurfgewaltige Hafner kam kaum zum Einsatz, weil Kornwestheim sehr offensiv deckt. »Das ist nicht sein Spiel«, erklärte Gerstlauer, weshalb der vor Saisonbeginn vom Oberligisten TSG Söflingen gekommene Hafner nur kurz zum Zug kam.

Starke Aufholjagd in der ersten Hälfte

Letztlich brachen dem VfL zwei Schwächephasen das Genick. »In der ersten Halbzeit haben wir in der Anfangsphase viele klare Möglichkeiten liegen lassen«, ärgerte sich der Coach. Die Quittung: Pfullingen geriet bis zur 24. Minute mit 5:10 in Rückstand. Danach allerdings starteten die Mannen um Kapitän Lukas List eine Aufholjagd. Zwei Mal Lasse Schiemann, zwei Mal Christopher Rix per Siebenmeter und Silas Wagner trafen bis zur Pause, während für Kornwestheim in diesen Minuten nur Felix Kazmeier erfolgreich war. Auf der Anzeigetafel leuchtete somit nur noch ein 10:11-Rückstand für Pfullingen auf. »Wir haben uns nach dem hohen Rückstand sehr stark zurückgekämpft«, lobte Gerstlauer seine Schützlinge. »In der Abwehr sind wir sehr gut gestanden.«

Im zweiten Durchgang bewegte sich der VfL bis zum 18:18 (43. Minute) mit Kornwestheim auf Augenhöhe, ehe er sich die zweite schwächere Phase leistete. Nach 48 Minuten sahen sich die Pfullinger mit 19:23 im Hintertreffen. Danach kam das Team nicht mehr näher als auf drei Tore heran. Nun hat es den VfL auch in der Fremde erwischt. Einmal ist immer das erste Mal. (GEA)