REUTLINGEN. Das Warten geht weiter. Das Warten auf den ersten Saisonsieg. Die Verbandsliga-Fußballerinnen des TV Derendingen mussten sich dem VfL Sindelfingen mit 1:4 (1:2) geschlagen geben. »Wir gingen 1:0 durch Franziska Misselwitz in Führung, haben aber danach alles vermissen lassen«, stellte Derendingens Trainer Michael Mang zerknirscht fest. Sindelfingen kam mit einem direkt verwandelten Eckstoß zum 1:1-Ausgleich. Danach breitete sich im Derendinger Spiel Hektik aus. »Wir waren nervös, fabrizierten viele technische Fehler, das Selbstvertrauen war weg«, erklärte Mang.
Der Oberliga-Absteiger TV Derendingen kommt im württembergischen Oberhaus nicht auf die Beine. Nach neun Begegnungen stehen lediglich zwei Unentschieden bei sieben Niederlagen in der Bilanz. Woran hapert es beim TVD? »Die Trainingsbeteiligung ist nicht gut«, verrät Mang, der im Durchschnitt pro Übungseinheit zehn bis zwölf Spielerinnen begrüßen kann. »Damit entsteht kein Konkurrenzkampf. Das Team stellt sich quasi von selbst auf.« Er habe zwar immer wieder verletzte und kranke Spielerinnen, langfristig fällt mit Emma Cornel (Kreuzbandriss) aber nur eine Akteurin aus, die dem Team allerdings mit ihrem Zug zum Tor helfen könnte. In den beiden letzten Vorrunden-Begegnungen möchte Derendingen beim Viertletzten TSV Frommern und gegen den Vorletzten TV Jebenhausen unbedingt punkten. »Sonst sieht es düster aus«, weiß Mang.
In der Frauen-Landesliga gewann der TSV Sondelfingen das Alb-Derby gegen den FC Engstingen mit 3:0 (2:0). »Die ersten 25 Minuten waren richtig gut«, sagte der neue Sondelfinger Trainer Oliver Kuhn. Anna Grüninger brachte ihre Farben mit Toren in der sechsten und neunten Minute mit 2:0 in Führung. »Danach waren beide Teams lange Zeit ebenbürtig. Defensiv sind wir sehr gut gestanden«, ließ Kuhn die 90 Minuten Revue passieren. Diese defensive Stabilität hat den Sondelfingerinnen, die weiterhin auf dem dritten Platz rangieren, zuletzt gefehlt. Neun Minuten vor Schluss erzielte Louisa Teufel den 3:0-Endstand.
»Wir zeigten eine kämpferisch starke und disziplinierte Leistung«, meinte Engstingens spielende Pressesprecherin Amelie Preusch. »Offensiv waren wir allerdings zu harmlos.« Der Tabellenletzte FC Engstingen musste am Wochenende gleich zwei Mal ran. Am Freitag gab es gegen den Zweiten SV Deuchelried eine 0:2 (0:1)-Niederlage.
Neuntes Spiel, neunter Sieg, 41:4 Tore - der TSV Lustnau stürmt mit Siebenmeilenstiefeln in Richtung Landesliga-Meisterschaft. Gegen den SV Granheim setzte sich das Team von Trainer Frieder Erne mit 5:2 (2:1) durch. Bis zur Pause trafen für Lustnau Angelika Oswald per Kopf nach einer Flanke von Leonie Weber und Weber nach einem langen Pass von Kim Priesnitz. Nach dem Seitenwechsel waren Kim Renz nach Zuspiel von Oswald, Leonie Dittrich mit einem Heber und Priesnitz nach einer sehenswerten Kombination erfolgreich. (GEA)

