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Aktuell Live-Ticker

Weitere 50 Millionen Dosen Biontech-Impfstoff bis Ende Juni, Reutlinger Altstadtlauf abgesagt

Während das Coronavirus Reutlingen und die Region Neckar-Alb weiter in Atem hält, halten wir Sie in unserem Live-Ticker über die Auswirkungen der Pandemie auf dem Laufenden.

Der Massenstart vom vergangenen Jahr wird sich diesmal nicht wiederholen: Der Altstadtlauf der IGL wird diesmal »virtuell« ausge
Der Massenstart aus 2019 wird sich diesmal nicht wiederholen: Der Altstadtlauf der IGL wird diesmal »virtuell« ausgetragen. FOTO: VEREIN
Der Massenstart aus 2019 wird sich diesmal nicht wiederholen: Der Altstadtlauf der IGL wird diesmal »virtuell« ausgetragen. FOTO: VEREIN

REUTLINGEN/TÜBINGEN. Seit März 2020 bestimmt das Coronavirus den Alltag der Menschen. Was darf ich, was nicht? Was darf öffnen, was bleibt geschlossen? Wie entwickeln sich die Infektionszahlen, wer wird wann geimpft? Diese und mehr Fragen beschäftigen die Gesellschaft. Der GEA beantwortet viele dieser Fragen hier im Live-Ticker und versorgt Sie aktuell mit sämtlichen Informationen rund um das Thema Corona.

Mittwoch, 14. April 2021

Dänemark verzichtet auf Corona-Impfstoff von Astrazeneca

15:01 Uhr Dänemark verzichtet als erstes EU-Land auf den Corona-Impfstoff von Astrazeneca. Die Impfkampagne werde ohne das Präparat des britisch-schwedischen Unternehmens fortgesetzt, gab der Direktor der dänischen Gesundheitsverwaltung, Søren Brostrøm, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekannt. (dpa)

50 Millionen zusätzliche Biontech-Impfdosen für die EU bis Ende Juni

14:27 Uhr Die Hersteller Biontech und Pfizer wollen bis Ende Juni zusätzlich 50 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an Deutschland und die übrigen EU-Staaten liefern. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Brüssel mit. Es handele sich um eine Lieferung, die aus dem vierten Quartal vorgezogen werde. Im zweiten Quartal von April bis Juni kämen somit insgesamt 250 Millionen Dosen Impfstoff von Biontech/Pfizer, sagte von der Leyen. (dpa)

Sozialministerium empfiehlt Luca-App trotz Kritik

14:07 Uhr Trotz Kritik an der Luca-App empfiehlt das Sozialministerium den Menschen in Baden-Württemberg, die Technik zur Kontaktverfolgung bei Corona-Infektionen zu nutzen. »Die Luca-App ist einer von vielen wichtigen Bausteinen, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen«, sagte ein Sprecher in Stuttgart. Die europäische Hackervereinigung Chaos Computer Club (CCC) fordert, keine Steuermittel mehr für die Luca-App auszugeben. Die Datenschutz-Aktivisten hatten unter anderem kritisiert, dass Daten im Gegensatz zur anonymen Corona-Warn-App des Bundes zentral gespeichert werden. (dpa)

Zweitimpfung nach Astrazeneca mit anderem Präparat

13:29 Uhr Unter 60-Jährige, die bereits einmal mit Astrazeneca geimpft wurden, sollen für ihre Zweitimpfung in der Regel die Präparate von Biontech oder Moderna erhalten. Auf diese Empfehlung haben sich die Gesundheitsminister der Länder einstimmig geeinigt und folgen damit dem Vorschlag der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Anfang April. Im Einzelfall soll aber auch eine Zweitimpfung mit Astrazeneca möglich sein. Diskutiert wird unterdessen darüber, welche Folgen der Impfstopp mit dem Präparat von Johnson & Johnson in den USA und die Verzögerungen des Marktstartes mit dem Vakzin für das Impftempo in Deutschland haben könnten. Zudem kommt Kritik von den Kassenärzten an der Verteilung der Impfstoffe zwischen Impfzentren und Arztpraxen. Sie warnen davor, dass dadurch die Impfkampagne »massiv ins Stocken geraten« könnte. (dpa)

Corona hinterlässt tiefe Spuren in der Südwest-Industrie

13:10 Uhr Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr tiefe Spuren in der Industrie im Südwesten hinterlassen. Das Statistische Landesamt sprach in einer Mitteilung am Mittwoch von einer der stärksten Rezessionen der jüngeren Geschichte. Mit Beginn der Anti-Corona-Maßnahmen im Frühjahr 2020 sei die Nachfrage nach Industrieprodukten eingebrochen, Produktion und Umsatz seien erheblich zurückgegangen, hieß es. Gegen Jahresende hätten sich dann allerdings auch schon wieder deutliche Erholungstendenzen gezeigt. Mit insgesamt 346,6 Milliarden Euro lag der Umsatz der Industriebetriebe am Ende aber trotzdem deutlich unter dem Vorjahresniveau - um 23,2 Milliarden Euro oder 6,3 Prozent. Etwa die Hälfte des gesamten Industrieumsatzes in Baden-Württemberg kommt allein aus der Automobilbranche und dem Maschinenbau. (dpa)

Aerosol-Forscher: Ausgangsbeschränkungen kontraproduktiv

12:32 Uhr Der Aerosol-Forscher Gerhard Scheuch hat davor gewarnt, Menschen mit Ausgangsbeschränkungen in die aus infektiologischer Sicht viel gefährlicheren Innenräume zu treiben. Die mit der geplanten Bundes-Notbremse verbundenen Ausgehverbote zwischen 21 und 5.00 Uhr seien aus fachlicher Sicht kontraproduktiv, sagte der Ex-Präsident der internationalen Gesellschaft für Aerosolforschung am Mittwoch im »Morgenecho« von WDR 5. »Wenn wir Ausgangssperren verhängen, dann suggerieren wir der Bevölkerung: Achtung! Draußen ist es gefährlich. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Wenn die Leute in Innenräumen bleiben, dann ist es gefährlich.« (dpa)

Reutlinger Altstadtlauf abgesagt: Alternative geplant

12:07 Uhr Nachdem der Reutlinger Altstadtlauf bereits im vergangen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen ist, muss der in diesem Jahr am 3. Juli geplante Lauf ebenfalls abgesagt werden, da die aktuelle Situation keine Planungen zulasse teilte die veranstaltende Interessengemeinschaft Laufen Reutlingen (IGL). Damit die Läufer, die normalerweise an diesem Tag die Reutlinger Altstadt bevölkern, jedoch nicht gänzlich auf ihren Wettbewerb verzichten müssen, ist das Organisationsteam bereits damit beschäftigt, eine Alternative für den Lauf auszuarbeiten. Statt des Stadtlaufs wird es voraussichtlich einen Landschaftslauf geben, der einzeln und mit Abstand absolviert werden kann. Sobald nähere Einzelheiten dazu bekannt sind, werden sie über die Internetseite des Vereins und über die Presse bekanntgegeben. Voraussichtlich wird der Ersatzlauf, der möglichst viele Sportler ansprechen soll, um den gewohnten Termin Anfang Juli herum stattfinden. Zusätzlich zu den normalerweise angebotenen Wettbewerben über 5 und 10 Kilometer wird es dann auch ein Nordic Walking/Walking-Angebot geben. (pm) 

Bereits im vergangenen Jahr gab es eine Alternative zum gewohnten Alstadtlauf. Von links: Horst Jägel, Michael Röder und Peter Rall vom Vorstandsteam der Interessengemeinschaft Laufen (IGL). Foto: Kathrin Kammerer
Bereits im vergangenen Jahr gab es eine Alternative zum gewohnten Alstadtlauf. Von links: Horst Jägel, Michael Röder und Peter Rall vom Vorstandsteam der Interessengemeinschaft Laufen (IGL).
Foto: Kathrin Kammerer

Starker Anstieg der Infektionen: Heidenheim schließt Kitas

11:42 Uhr Im Kreis Heidenheim müssen ab Donnerstag wegen des hohen Corona-Infektionsgeschehens alle Kitas schließen. Aufgrund der nach wie vor stark steigenden Corona-Infektionszahlen sehe sich das Gesundheitsamt veranlasst, diese weitere Maßnahme zu ergreifen, teilte eine Sprecherin des Landkreises mit.

Der Landkreis hatte bereits am Samstag den Wert von 200 bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz überschritten. Zuletzt lag die Region sogar deutlich über dem Wert von 250. (dpa)

Aerosol-Forscher: Ausgangsbeschränkungen sind kontraproduktiv

10:42 Uhr Der Aerosol-Forscher Gerhard Scheuch hat davor gewarnt, Menschen mit Ausgangsbeschränkungen in die aus infektiologischer Sicht viel gefährlicheren Innenräume zu treiben. Die mit der geplanten Bundes-Notbremse verbundenen Ausgehverbote zwischen 21 und 5.00 Uhr seien aus fachlicher Sicht kontraproduktiv, sagte der Ex-Präsident der internationalen Gesellschaft für Aerosolforschung am Mittwoch im »Morgenecho« von WDR 5. »Wenn wir Ausgangssperren verhängen, dann suggerieren wir der Bevölkerung: Achtung! Draußen ist es gefährlich. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Wenn die Leute in Innenräumen bleiben, dann ist es gefährlich.« Führende Aerolsol-Forscher aus Deutschland hatten deswegen bereits in einem Offenen Brief an die Bundesregierung und die Landesregierungen einen Kurswechsel gefordert. (dpa)

Neuer Corona-Rekord in Indien: 184.000 Infektionen an einem Tag

10:08 Uhr In Indien hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen einen neuen Rekord erreicht. Das Gesundheitsministerium in Neu Delhi nannte am Mittwoch einen neuen Höchstwert von mehr als 184 000 Infektionen und 1027 Todesfällen im Zusammenhang mit Corona für die vergangenen 24 Stunden. In absoluten Zahlen ist Indien mit insgesamt mehr als 13,8 Millionen erfassten Infektionen das am zweitmeisten von Corona betroffene Land - nach den USA. Indien ist als größte Demokratie der Welt auch das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt. (dpa)

Klare Empfehlung für jüngere Astrazeneca-Geimpfte

9:15 Uhr Klarheit für mehr als zwei Millionen Menschen unter 60 Jahren, die in Deutschland bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben: Sie sollen bei der notwendigen Zweitimpfung auf ein anderes Präparat umsteigen. Auf diese Empfehlung haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern einstimmig geeinigt. Sie folgen damit dem Vorschlag der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Anfang April. (dpa)

IOC-Vize Coates verspricht für Olympia in Tokio »sicherste Spiele«

08:34 Uhr IOC-Vizepräsident John Coates hat 100 Tage vor der geplanten Eröffnungsfeier in Tokio eine kurzfristige Olympia-Absage ausgeschlossen. Die um ein Jahr verlegten Sommerspiele »werden wie geplant stattfinden«, sagte der Chef der Koordinierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees für das Großereignis in Japan. Der Australier versprach trotz der weiter bedrohlichen Corona-Lage: »Es werden die sichersten Spiele, die möglich sind.« Die Spiele in Japans Hauptstadt waren im Vorjahr wegen der Pandemie auf diesen Sommer verlegt worden und sollen am 23. Juli eröffnet werden. (dpa)

In eigener Sache

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Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

Tübingen konkretisiert Testpflicht für Arbeitgeber und Beschäftigte

7:57 Uhr Tübingen konkretisiert nach einem Hinweis der Universität Tübingen die in der Allgemeinverfügung geregelte Testpflicht, das teilt die Tübinger Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung mit. Arbeitgebern mit mehr als 50 Beschäftigten wird nun eine Testpflicht auferlegt. Mit dieser neuen Formulierung soll klar sein, dass auch die Universität als Arbeitgeber von der Testangebotspflicht erfasst ist. Die bisherige Formulierung, Betriebe und Einrichtungen seien betroffen, wird damit ersetzt und allgemeiner gefasst. (pm)

Kommentar zur Bundes-Notbremse: Brechstange statt Argumente

7:31 Uhr Das Kabinett hat Ergänzungen zum Infektionsschutzgesetz beschlossen und den Weg für Ausgangsbeschränkungen freigemacht. Die Kanzlerin will durchregieren und geht ein hohes Risiko ein, kommentiert GEA-Politikchef Davor Cvrlje. (GEA)

Die aktuellen Zahlen der Johns Hopkins Universität

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 3.054.025 (gestern: 3.024.604) Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 79.137 (78.796) sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 2.726.910 (2.708.320) gelten als wieder genesen. (GEA)

Dienstag, 13. April

49 Neuinfektionen im Kreis Tübingen

19 Uhr Das Tübinger Landratsamt meldet für heute 49 neue Corona-Fälle. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen mit Covid-19 im Landkreis Tübingen seit Beginn der Pandemie auf 7.354. Bei den Neuinfektionenhandelt es sich hauptsächlich um Kontaktpersonen bekannter Fälle und um neue Einzelfälle ohne bekannte Infektionsquelle. Betroffen sind drei Kindergärten im Kreis mit der jeweiligen Folge einer Quarantäne für die Gruppen. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Kreis Tübingen steigt nach Angaben des Landesgesundheitsamtes auf 129,9. Angaben über die Zahl der Genesenen macht das Landratsamt jeden Freitag. (pm)

Coronavirus

Infizierte, Geheilte und Todesfälle

Gesamt:
Stand:

Anzahl Infizierte absolut

Datenquelle: Landratsämter
Karte: © GeoBasis-DE / BKG 2019

»Exzellente« Corona-Lage auf Mallorca

18:32 Uhr Der Oster-»Ansturm« von rund 40.000 Besuchern aus Deutschland hat die vergleichsweise sehr gute Corona-Lage auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln vorerst nicht beeinträchtigt. Die Infektionszahlen seien weiterhin relativ gering, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstag auf Palma mit. Die Corona-Ampel, die täglich vom angesehenen balearischen Wirtschaftszirkel unter Einbeziehung aller offiziellen Daten erstellt wird, zeigte derweil auf grün. Die Lage sei »exzellent«, hieß es. (dpa)

Bayern will sich Ende Mai von Impf-Priorisierung lösen

18:15 Uhr Der Freistaat Bayern will sich spätestens Ende Mai von der Impf-Priorisierung lösen. Dann soll möglichst schnell allen in Frage kommenden Menschen ein Impfangebot gemacht werden, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Einige der 100 Impfzentren in Bayern seien schon jetzt in Priorisierungsstufe 3, sagte Holetschek. Das heißt, dass ein großer Teil der Mitglieder von Risikogruppen bereits mindestens einmal geimpft ist. Insgesamt habe Bayern bereits mehr als 2,1 Millionen der 13 Millionen Einwohner mit einer Erstimpfung versorgt, 860.000 Menschen hätten vollen Impfschutz. (dpa)

Inzidenz im Kreis Reutlingen steigt auf 146

17:24 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für heute 79 neue Corona-Fälle. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen mit Covid-19 im Landkreis Reutlingen seit Beginn der Pandemie auf 10.954 . Von den Neuinfizierten waren 48 Kontaktpersonen. Von Einzelfällen betroffen sind eine Schule und mehrere Betriebe. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Kreis Reutlingen steigt nach Angaben des Landesgesundheitsamts auf 146,0. Mittlerweile sind 10.011 Personen wieder von ihrer Erkrankung genesen, das entspricht 93,53 Prozent aller positiv Getesteten (Tote nicht eingerechnet). Demnach sind im Kreis Reutlingen aktuell noch 693 aktive Covid-19-Fälle bekannt. (pm)

Coronavirus

Entwicklung der Neuinfektionen

Gesamt:
Stand:
Datenquelle: Landratsämter

Neue Studien: Patienten mit B.1.1.7 haben höhere Viruslast

17:06 Uhr Die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 ist aktuellen Studien zufolge ansteckender als die ursprüngliche Form. Allerdings fanden die Forscher keine Belege für eine höhere Tödlichkeit der Variante, wie aus zwei separaten Studien hervorgeht, die am Dienstag in den Fachmagazinen »The Lancet Infectious Diseases« und »The Lancet Public Health« veröffentlicht wurden. (dpa)

Corona-Impfstoff: Johnson & Johnson verschiebt Europa-Start

16:26 Uhr Der Pharmakonzern Johnson & Johnson verzögert den Marktstart seines Impfstoffs in Europa. Das teilte der US-Konzern am Dienstag mit. Man habe Berichte über Sinusvenenthrombosen überprüft und sich für die Verzögerung entschieden. (dpa)

Corona-Impftermine für alle über 60-Jährigen ab Montag

16:04 Uhr Ab Montag können alle über 60-Jährigen einen Termin für die Corona-Schutzimpfung bekommen. Vergangene Woche seien deutlich mehr Impfstoffe geliefert worden, erklärte das Sozialministerium am Dienstag in Stuttgart. Die Wartelisten für die über 80-Jährigen nutzten täglich nur noch rund 20 bis 40 Menschen. "Von dieser Altersgruppe haben bereits deutlich über 70 Prozent eine Erstimpfung erhalten", sagte Minister Manne Lucha (Grüne) laut Mitteilung. "Deshalb gehen wir jetzt den nächsten Schritt und öffnen ab Montag für alle Menschen über 60 Jahren." Bisher waren sie nur bei bestimmten Vorerkrankungen oder aufgrund des Berufs impfberechtigt. (dpa)

USA: Aussetzung von Johnson & Johnson-Impfungen empfohlen

15:29 Uhr Die Behörden in den USA haben eine vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson empfohlen, nachdem bei sechs Menschen im Land danach Sinusvenenthrombosen erfasst wurden. Die Fälle würden nun genauer untersucht. Das teilten die Gesundheitsbehörde CDC und die Arzneimittelbehörde FDA am Dienstag in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Bis ein Ergebnis vorliege, werde als Vorsichtsmaßnahme die vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit Johnson & Johnson empfohlen. Ob die neuen Erkenntnisse Auswirkungen auf die Impfungen mit dem Präparat in der EU haben werden, war zunächst noch unklar. (dpa)

Zweites Corona-Ostern: Mehr Menschen unterwegs als 2020

14:58 Uhr Sind die Ängste geringer geworden oder der Lockdown-Frust größer? Im zweiten Jahr der Corona-Pandemie waren an den Ostertagen die Menschen in Deutschland mehr unterwegs als 2020. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes zur Mobilität hervor. So war an diesem Karfreitag die Mobilität um ein Fünftel geringer als 2019, am Ostermontag wurden ein Drittel weniger Bewegungen als 2019 beobachtet, wie es am Dienstag hieß. Am Osterwochenende selbst war die Mobilität 14 Prozent geringer als 2019. Zum Vergleich: Im Jahr zuvor hatte der Mobilitätsrückgang am Osterwochenende noch 28 Prozent betragen, am Ostermontag 43 Prozent und am Karfreitag 34 Prozent. (dpa)

Zoll: Eine Million mangelhafte Masken zurück in Türkei

14:10 Uhr Beamte des Zollamts Albstadt (Zollernalbkreis) haben die Einfuhr von 966.000 FFP2-Masken und 864.000 Einweghandschuhen gestoppt. Die Ware war in drei Sprinter-Transportern und einem Lastwagen aus der Türkei eingeführt worden, sagte ein Sprecher am Dienstag. Laut Prüfung war die Schutzausrüstung nicht verkehrsfähig und durfte nicht auf den Markt gebracht werden. Unter anderem waren die CE-Kennzeichen ungültig und Warnhinweise fehlten. Auf den Verpackungen der Masken für Kinder stand der Hinweis: »Nicht empfohlen für Kinder!« Die Ware wurde zurück in die Türkei ausgeführt. (dpa)

Corona-Zahlen im Kreis Sigmaringen sinken nicht

13:24 Uhr »Das Infektionsgeschehen im Landkreis Sigmaringen ist weiterhin lebhaft«, teilt das dortlige Landratsamt mit. Der Rückgang der Infektionsmeldungen in der Woche nach Ostern sei nicht repräsentativ für die tatsächliche Lage, da über die Osterfeiertage deutlich weniger Testungen durchgeführt und in den Laboren ausgewertet wurden. Die 7-Tage-Inzidenz sank am 7. April auf 103, mittlerweile ist sie wieder auf 145 geklettert. »Die niedrigeren Meldezahlen an Ostern hingen ausschließlich mit der geringen Testanzahl zusammen. Es ist nicht so, dass sich die Lage wesentlich entspannt hätte«, schildert Dr. Susanne Haag-Milz, Leiterin des Gesundheitsamts. 

Ansteckungen, die mit dem Besuch einer Kita oder Schule zusammenhängen, habe es über Ostern ferienbedingt nur wenige gegeben. Die Ansteckungen in Betrieben spielen aktuell hinter den Ansteckungen in den Familien noch die zweitgrößte Rolle im Infektionsgeschehen, so das Landratsamt. Die Gruppe der Erwachsenen zwischen 30 und 64 Jahren sei zurzeit die am stärksten betroffene: 54 Prozent der Infektionen fänden in dieser Gruppe statt. 39 Prozent der Infektionen fänden bei jungen Menschen unter 30 Jahren statt. Senioren infizierten sich immer weniger. Nur 7 Prozent der frisch infizierten Menschen seien 65 Jahre und älter. »Die Zahlen sind ein Zeichen dafür, dass die Impfungen Wirkung zeigen«, erklärt Haag-Milz. (pm)

Chinas Exporte wachsen sprunghaft um 30 Prozent

12:38 Uhr Chinas Außenhandel erlebt ein robustes Wachstum, das die zweitgrößte Volkswirtschaft weiter beflügelt. Im März legten die Exporte in US-Dollar berechnet um 30,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie der Zoll am Dienstag in Peking berichtete. Die Importe wuchsen unerwartet kräftig sogar um 38,1 Prozent. Die verstärkte globale Nachfrage und die niedrige Vergleichsbasis im vergangenen Jahr nach dem scharfen Wirtschaftseinbruch zu Beginn der Corona-Krise in China sorgten für die starken Zuwachsraten. (dpa)

Studien: Britische Corona-Variante nicht tödlicher

11:45 Uhr Die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 ist aktuellen Studien zufolge ansteckender als die ursprüngliche Form, allerdings nicht tödlicher.

Zu diesem Schluss kommen Forscher in zwei separaten Studien, die am Dienstag in den Fachmagazinen »The Lancet Infectious Diseases« und »The Lancet Public Health« veröffentlicht wurden. Zuvor hatte es teilweise die Annahme gegeben, die Variante B.1.1.7 sei nicht nur leichter übertragbar als die in Wuhan entdeckte Wildform des Virus, sondern könne auch zu einer höheren Sterblichkeit unter den Patienten führen. (dpa)

Die Bundes-Notbremse ist beschlossen

11 Uhr Die Bundes-Notbremse kommt: Eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes hat das Bundeskabinett am Dienstag in Berlin beschlossen. Die einheitliche Notbremse sieht unter anderem Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 und 5 Uhr für Kreise vor, deren Inzidenz drei Tage über 100 lag. (dpa)

Boris Palmer und HGV rufen zur Unterstützung des Handels in Tübingen auf

10:31 Uhr Das wechselhafte Wetter und die geschlossene Gastronomie führen dazu, dass derzeit nur wenige Menschen in Tübingen unterwegs sind und und im dank des Modellversuchs geöffneten Einzelhandels einkaufen. »Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, die Tübinger Geschäfte in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen«, sagt Oberbürgermeister Boris Palmer in einer Mitteilung der Stadt. »Nur dann, wenn sie mit ihrer Laufkundschaft einen gewissen Umsatz erzielen, können es sich manche Betriebe überhaupt noch leisten, ihre Ladengeschäfte weiter offenzuhalten«, erläutert Stephan Braun, Vorstandssprecher des Tübinger Handel- und Gewerbevereins. (pm)

Deutschland-Tourismus weiter im Corona-Tief

10:04 Uhr Die Hotellerie in Deutschland leidet weiter unter den Folgen der Corona-Krise. Die Zahl der Übernachtungen brach im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund drei Viertel (76,0 Prozent) auf 7,2 Millionen ein, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Besonders dramatisch fiel der Rückgang bei den ausländischen Gästen aus. Hier verringerte sich die Zahl der Übernachtungen um 86,2 Prozent auf 0,8 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland ging um 73,6 Prozent auf 6,4 Millionen zurück. Touristische Übernachtungen sind derzeit verboten. Hotels, Pensionen oder Gasthöfe dürfen seit vergangenem Herbst nur noch Geschäftsreisende aufnehmen. (dpa)

Forscher: Impfstoff-immune Corona-Mutanten in Deutschland denkbar

9:18 Uhr Corona-Varianten, gegen die aktuelle Impfstoffe weniger oder gar nicht mehr wirken, können nach Einschätzung von Forschern auch in Deutschland entstehen. Das sei insbesondere dann möglich, wenn sich das Virus jetzt in der dritten Welle stark ausbreitet, erklärten Stefan Pöhlmann und Markus Hoffmann vom Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen. Solche Escape-Varianten können den Angaben nach entstehen, wenn sich das Virus in einer Bevölkerung mit unvollständigem Immunschutz ausbreitet. Dies sei beispielsweise auch der Fall, wenn die Immunität nach überstandener Infektion oder Impfung langsam abnimmt.

In einer Bevölkerung mit einem gewissen Grad an Immunität hätten Escape-Varianten bei vergleichbarer Infektiosität einen Vorteil gegenüber dem Ursprungsvirus, erläuterten Pöhlmann und Hoffmann. In einem solchen Szenario würde eine Escape-Variante relativ schnell dominant werden. Beispiel könnte die Mutante P.1 in Brasilien sein. (dpa)

Bundesregierung will bundesweite Corona-Notbremse ziehen

8:34 Uhr Das Bundeskabinett will möglichst noch heute bundesweit einheitliche Einschränkungen beschließen, um die immer stärkere dritte Corona-Welle in Deutschland zu brechen. Dazu soll voraussichtlich das Infektionsschutzgesetz geändert werden. In einem neuen Paragrafen 28b soll festgelegt werden, was zu tun ist, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz über 100 liegt, also binnen einer Woche mehr als 100 Neuinfizierte auf 100.000 Einwohner kommen. (dpa)

Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt auf 140,9

8:03 Uhr Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10.810 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Dienstagmorgen hervor. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 140,9. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 136,4 an, vor einer Woche lag sie bei 123. (dpa)

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Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

24 Millionen Euro für Verdienstausfälle bewilligt

7:32 Uhr Zum Ausgleich von Verdienstausfällen wegen Corona-Quarantäne sind in Baden-Württemberg bisher gut 24 Millionen Euro an Entschädigung bewilligt worden. Nach Zahlen des Sozialministeriums haben Arbeitgeber bis zur vergangenen Woche rund 98.600 Anträge gestellt. Davon wurden bisher gut 25.600 und damit etwa ein Viertel bewilligt. Die genaue Summe der Entschädigungen beläuft sich auf 24,1 Millionen Euro. Hinzu kommen laut Ministerium noch etwa 3,8 Millionen Euro, die als Ausfall-Entschädigung für Selbstständige oder für Eltern wegen Schul- oder Kitaschließungen bewilligt wurden. Etwas mehr als die Hälfte der Gesamtsumme entfällt auf dieses Jahr, der Rest auf das Vorjahr. Das Infektionsschutzgesetz sieht einen Entschädigungsanspruch vor, wenn Arbeitnehmern oder Selbstständigen eine Quarantäne oder ein Tätigkeitsverbot auferlegt wird oder wenn die Schule oder Betreuungseinrichtung ihrer Kinder geschlossen wird. Der Arbeitgeber zahlt die Entschädigung für bis zu sechs Wochen an betroffene Beschäftigte und holt sich das Geld dann vom Staat zurück. (dpa)

Die aktuellen Zahlen der Johns Hopkins Universität

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 3.024.604 (gestern: 3.012.158) Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 78.796 (78.500) sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 2.708.320 (2.692.230) gelten als wieder genesen. (GEA) 

Montag, 12. April 2021

Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten steigt auf fast 144

19:14 Uhr In Baden-Württemberg hat das Corona-Infektionsgeschehen weiter angezogen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 143,7, wie das Landesgesundheitsamt am Montag (Stand 16.00 Uhr) mitteilte. Am Sonntag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen 7 Tagen 139,5 betragen. Am Samstag lag die Inzidenz bei 134, am Freitag bei 120,2 und am Donnerstag bei 109,3. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg um 1.125 auf jetzt 389 433. An oder mit dem Coronavirus starben 19 weitere Menschen, insgesamt sind es 8.946 Tote. Als genesen gelten 346.855 Menschen (plus 1379). (dpa)

Falkensteiner Höhle bleibt gesperrt

19 Uhr Am 1. April beginnt gewöhnlich die Saison an der Falkensteiner Höhle in Grabenstetten. Während der kalten Jahreszeit ist diese nämlich zum Schutz der Fledermäuse gesperrt, weil diese Tiere dort überwintern. Doch bisher ist noch keine Höhlenbefahrung, wie die Profis sagen, für Besucher möglich. Das teilt Grabenstettens Bürgermeister Roland Deh auf GEA-Anfrage mit. »Wir informieren die möglichen Besucher, dass derzeit eigentlich nur zwei Familien mit bis zu fünf Personen zusammen sein können. Vor dem Hintergrund einer möglichen Rettung, bei der zwangsläufig mehr Personen enger zusammenkommen, würden die Retter ins Risiko gehen müssen, infiziert zu werden«, sagt Deh. Daher bleibt die Falkensteiner Höhle zumindest bis zum Sonntag, 18. April, gesperrt. Bis dahin gilt die aktuelle Coronaverordnung des Landes Baden-Württemberg. Ob Touren ab der kommenden Woche möglich sein werden, sei derzeit noch offen.

Über diese Steine führt der Weg in die Falkensteiner Höhle.
Über diese Steine führt der Weg in die Falkensteiner Höhle. Foto: Malte Klein
Über diese Steine führt der Weg in die Falkensteiner Höhle.
Foto: Malte Klein

15 Neuinfektionen im Kreis Tübingen

18:48 Uhr Das Tübinger Landratsamt meldet für heute 15 neue Corona-Fälle. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen mit Covid-19 im Landkreis Tübingen seit Beginn der Pandemie auf 7.305. Bei den Neuinfektionen handelt es sich hauptsächlich um Kontaktpersonen bekannter Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Kreis Tübingen steigt nach Angaben des Landesgesundheitsamtes auf 118,5. Angaben über die Zahl der Genesenen macht das Landratsamt jeden Freitag.

EMA prüft Thrombose-Fälle bei weiterem Vakzin

18:41 Uhr Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) prüft Fälle von Thrombosen nach einer Coronaimpfung mit dem Vakzin des Herstellers Johnson & Johnson. Vier ernsthafte Fälle von Blutgerinnseln seien nach einer Impfung aufgetreten, teilte die EMA in Amsterdam mit. Eine Person sei gestorben. Einer der Verdachtsfälle sei während der klinischen Studien aufgetreten. Die Behörde betonte, dass ein Zusammenhang mit dem Impfstoff des US-Herstellers noch nicht festgestellt worden sei. (dpa)

Ausnahmen für vollständig Geimpfte in Baden-Württemberg

18:06 Uhr Für vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Menschen gelten in Baden-Württemberg künftig Ausnahmen von der Absonderungspflicht und nach der Einreise aus einem Risikogebiet. Es werde eine Ausnahmeregelung in die jeweiligen Verordnungen aufgenommen, wonach sich geimpfte, symptomlose Menschen künftig nicht mehr in Absonderung begeben müssen, wenn sie Kontakt zu einem Covid-19-Fall hatten. »Gleiches gilt für Einreisende aus sämtlichen Risikogebieten im Ausland«, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Montag in Stuttgart. Gleiches gilt für Personen, die bislang eine Impfstoffdosis erhalten und darüber hinaus in der Vergangenheit eine Covid-19-Erkrankung hatten. (dpa)

Testpflicht in Tübingen: Schon 50 Betriebe wurden aktiv

17:32 Uhr Positive Resonanz auf die zum Modellversuch verhängte Testpflicht in Tübingen: 36 Unternehmen in der Unistadt haben nach  Angaben der Stadtverwaltung bereits  knapp 6.000 Schnelltests für ihre Beschäftigten kostenpflichtig bei der Wirtschaftsförderung  bestellt und abgeholt. Im Laufe Montags sind noch rund 15 weitere Anfragen hinzugekommen, diese Tests werden morgen abgeholt. Wie man im Rathaus hervorhebt, fallen nicht alle der 50 Betriebe unter die Testpflicht. Diese gilt seit Montag für Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten in Tübingen. Einige Kleinere seien auch ohne Verpflichtung  zum Testen übergegangen. (jk)

29 neue Corona-Fälle im Kreis Reutlingen

17:05 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für heute 29 neue Corona-Fälle. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen mit Covid-19 im Landkreis Reutlingen seit Beginn der Pandemie auf 10.875 . Von den Neuinfizierten waren sechs Kontaktpersonen. Von Einzelfällen betroffen sind eine Schule und mehrere Betriebe. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Kreis Reutlingen steigt nach Angaben des Landesgesundheitsamts auf 130,6. Mittlerweile sind 9.047 Personen wieder von ihrer Erkrankung genesen, das entspricht 93,62 Prozent aller positiv Getesteten (Tote nicht eingerechnet). Demnach sind im Kreis Reutlingen aktuell noch 678 aktive Covid-19-Fälle bekannt. (pm)

Lucha: Verbot von »Querdenker«-Demo wäre möglich gewesen

16:59 Uhr  Im Streit um den Stuttgarter Massenprotest gegen die Corona-Politik am Osterwochenende hat Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) seine Kritik am ausgebliebenen Verbot durch die Stadt wiederholt. Es hätte durchaus ein Verbot ausgesprochen werden können, wenn eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestanden habe, sagte der Grünen-Politiker am Montag im Innenausschuss des baden-württembergischen Landtags. Dies sei der Fall, wenn Tausende Menschen ohne Masken und dicht gedrängt durch die Stadt zögen. Lucha forderte, alle rechtsstaatlichen Mittel auszuschöpfen, um Verbote auszusprechen. (dpa)

Corona-Pandemie sorgt für höheren Trinkwasserverbrauch

16:10 Uhr Der Wasserverbrauch in privaten Haushalten ist in Deutschland im vergangenen Jahr nach ersten Schätzungen deutlich gestiegen. Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Montag nach einer vorläufigen Bestandsaufnahme mitteilte, konsumierte jeder Einwohner im Jahr 2020 im Schnitt 129 Liter Trinkwasser - und damit vier Liter mehr als im Vorjahr. Hauptgrund für den sichtbaren Mehrgebrauch der Haushalte seien die Auswirkungen der Corona-Pandemie, sagte Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer: »Homeoffice, Kontaktbeschränkungen und ausgefallene Reisen haben dazu geführt, dass die meisten Bürger deutlich mehr Zeit zu Hause verbrachten und dort entsprechend mehr Wasser verbrauchten.« (dpa)

Merkel: Dritte Corona-Welle »vielleicht die härteste«

15:29 Uhr Bundeskanzlerin Angela Merkel will zur Eindämmung des anhaltenden Anstiegs der Corona-Infektionen vor allem auf Tests und Impfungen setzen. »Wir müssen sagen, dass diese dritte Welle für uns vielleicht die härteste ist«, sagte die CDU-Politikerin am Montag zur Eröffnung der digitalen Industrieschau Hannover Messe. Die Infektionszahlen seien aktuell viel zu hoch, die Auslastung der Intensivstationen nehme wieder zu. Um die Welle zu brechen, sei »die wichtigste Waffe, die wir haben, das Impfen«, betonte Merkel. »Und das Testen hilft uns, eine Brücke zu bauen, bis das Impfen wirkt.« (dpa)

Bundesregierung will Unternehmen zu Corona-Testangeboten verpflichten

14:11 Uhr Unternehmen sollen ihren Beschäftigten Corona-Tests anbieten müssen, wenn diese nicht im Homeoffice arbeiten. In der Bundesregierung wird nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dazu eine Paketlösung angestrebt. Die entsprechende Änderung der Arbeitsschutzverordnung soll dabei gemeinsam mit der geplanten Novelle des Infektionsschutzgesetzes für eine bundesweite Corona-Notbremse kommen. Die Arbeitgeber sollen die Tests zur Verfügung stellen. Sie müssen aber voraussichtlich nicht dokumentieren, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Tests auch in Anspruch nehmen. (dpa)

Forscher: Arbeitswelt bei Corona-Eindämmung mehr in Blick nehmen

13:45 Uhr Für eine bessere Eindämmung des Coronavirus sprechen sich Berliner Mobilitätsforscher für mehr Infektionsschutz auch in der Arbeitswelt aus. »Im Bereich Arbeit wird unserer Meinung nach immer noch viel zu wenig gemacht«, sagte der Leiter des Fachgebiets Verkehrssystemplanung und Verkehrstelematik der TU Berlin, Kai Nagel. Für Mehrpersonenbüros etwa müsse gelten, dass man dort nur mit gültigem Schnelltest oder nach Corona-Impfung sitzen dürfe - oder alle müssten FFP2-Maske tragen. Für die Schulen gebe es im Vergleich relativ viele Maßnahmen, sagte Nagel. »Vielleicht sogar manchmal ein bisschen mehr als man machen müsste.« (dpa)

Frist für die letzten Maskengutscheine läuft ab

13:14 Uhr Die Gutscheine für Corona-Schutzmasken können nur noch bis einschließlich Donnerstag eingelöst werden. Mit einer Verlängerung dieser Frist sei nicht zu rechnen, teilte der Landesapothekerverband Baden-Württemberg am Montag mit. Ab Mitte April dürfen die Apotheken die Berechtigungsscheine nicht mehr annehmen. »Wir empfehlen allen bezugsberechtigten Bürgerinnen und Bürger, diesen Schein bis zum 15. April in ihrer Apotheke vor Ort einzureichen«, erklärte Verbandspräsident Fritz Becker. (dpa)

Handel warnt vor schärferem Lockdown

12:32 Uhr Der Handelsverband Deutschland (HDE) warnt davor, im Zuge der Neufassung des Infektionsschutzgesetzes einen schärferen Lockdown im Einzelhandel durchzusetzen. »Viele Nicht-Lebensmittelhändler verlieren aufgrund der angekündigten Veränderungen im Infektionsschutzgesetz jegliche Perspektive. Die Geschäfte ab einem Inzidenzwert von über 100 wieder zu schließen, wird der Lage nicht gerecht«, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Montag in Berlin. Er verwies auf eine HDE-Umfrage unter 1000 Unternehmen, die deutlich mache, wie kritisch die Lage bei vielen Nicht-Lebensmittelhändlern sei. Demnach sehen 45 Prozent der Befragten ihre unternehmerische Existenz im Laufe des Jahres in akuter Gefahr. (dpa)

Lauterbach: EM in zwölf Ländern »verantwortungslos«

11:52 Uhr Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält das Festhalten der UEFA an einer Fußball-EM in möglichst zwölf Ländern in diesem Sommer für »verantwortungslos«. Der SPD-Politiker verwies in einem Interview der »Neuen Osnabrücker Zeitung« auf ein steigendes Risiko für Fußballprofis auf Spätfolgen nach Corona-Infektionen. »Das sind gesundheitliche Langzeitschäden, die das sofortige Karriereende bedeuten können. Dies muss man Menschen, deren Gesundheit ihr Kapital ist, ehrlich mitteilen«, sagte Lauterbach mit Blick auf Erkrankungen, die in der Fachsprache Long Covid (Langes Covid-19) genannt werden. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will am 19. April entscheiden, ob die auf dieses Jahr verlegte Europameisterschaft wie geplant in zwölf Ländern gespielt werden kann. (dpa)

Frankreich weitet Impfkampagne auf Menschen über 55 aus

11:02 Uhr Frankreich öffnet seine Impfkampagne für Menschen über 55 Jahren. Seit heute können sie das Vakzin von Astrazeneca oder von Johnson & Johnson erhalten, wie Gesundheitsminister Olivier Véran in der Sonntagszeitung »Journal du Dimanche« ankündigt hatte. Demnach erhält Frankreich am Montag mit einer Woche Vorsprung 200 000 Dosen des Impfstoffes von Johnson & Johnson. (dpa)

Die Wirtschaftsweise Veronica Grimm befürwortet Testpflicht für Firmen

10:13 Uhr Die Ökonomin Veronika Grimm befürwortet eine gesetzliche Verpflichtung für Unternehmen, ihre Beschäftigten auf Corona zu testen. »Das ist eine Herausforderung, bei der der Gesetzgeber tätig werden muss. Auch, weil nicht zu erwarten ist, dass flächendeckende Tests auf freiwilliger Basis mit ausreichender Konsequenz umgesetzt werden können«, sagte das Mitglied des Sachverständigenrats der Bundesregierung dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Zwar sei eine Testpflicht mit zusätzlichen Kosten für die Wirtschaft verbunden. »Aber die Infektionszahlen nicht verlässlich zu senken und niedrig zu halten, ist weitaus teurer.« (dpa)

Aerosolforscher warnen Politik vor symbolischen Corona-Maßnahmen

9:26 Uhr »Wer sich zum Kaffee in der Fußgängerzone trifft, muss niemanden in sein Wohnzimmer einladen«: Mit deutlichen Worten wenden sich Experten für Aerosole - also die Luftgemische, in denen auch das Coronavirus schwebt - an Politiker. Sie haben einen klaren Appell: Führende Aerosolforscher aus Deutschland fordern von der Politik einen Kurswechsel bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Seuche. »Wenn wir die Pandemie in den Griff bekommen wollen, müssen wir die Menschen sensibilisieren, dass DRINNEN die Gefahr lauert«, heißt es in einem Brief an die Bundesregierung und an die Landesregierungen. Es gilt als sicher, dass sich das Coronavirus vor allem über Luft verbreitet. »Leider werden bis heute wesentliche Erkenntnisse unserer Forschungsarbeit nicht in praktisches Handeln übersetzt«, kritisieren die Verfasser. In Wohnungen, Büros, Klassenräumen, Wohnanlagen und Betreuungseinrichtungen müssten Maßnahmen ergriffen werden. (dpa)

FDP-Chef Lindner: Ausgangsbeschränkungen »nicht einmal wirksam«

8:46 Uhr In der Debatte über bundeseinheitliche Corona-Regeln hat sich FDP-Fraktionschef Christian Lindner erneut gegen Ausgangsbeschränkungen ausgesprochen. »Die konkret jetzt vorgeschlagenen Maßnahmen sind verfassungsrechtlich fragwürdig und teilweise epidemiologisch noch nicht einmal wirksam«, sagte Lindner am Montag im Deutschlandfunk. »Es geht in Wahrheit ja darum, Ansammlungen von Menschen, Wohnungspartys und anderes zu unterbinden. Dafür kann man aber keine generelle Ausgangssperre verhängen.« (dpa) 

15 Prozent haben Erstimpfung - aber mehr Corona-Intensivpatienten

8:09 Uhr In Deutschland haben mehr als 15 Prozent der Menschen eine Corona-Erstimpfung erhalten. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) waren am Wochenende 15,2 Prozent mindestens einmal geimpft, das sind 12,7 Millionen Menschen. 5,9 Prozent (4,9 Millionen Menschen) hatten schon eine Zweitimpfung erhalten (Datenstand jeweils 10.4., 8.00 Uhr). Zugleich sind die Intensivmediziner besorgt. Seit Mitte März steigt die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen an. Am Sonntag wurden dort 4585 Corona-Kranke behandelt, wie die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) mitteilte. Das ist ein weiterer Höchststand seit Beginn des derzeitigen Anstiegs Mitte März. Derzeit geben laut Divi weniger als 400 von 1333 Intensivstationen einen regulären Betrieb an, das bedeutet etwa, keine Operationen zu verschieben oder keine Patienten auf andere Stationen verlegen zu müssen.  (dpa)

Impfen im Eiltempo: 4,6 Millionen Spritzen an einem Tag in den USA

7:29 Uhr Das Corona-Impfprogramm in den USA kommt weiter rasant voran. Am Samstag seien mehr als 4,6 Millionen Impfungen verabreicht worden, das sei »ein neuer Rekord«, schrieb Cyrus Shahpar, der im Weißen Haus für die Corona-Daten zuständig ist, auf Twitter. Der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeff Zients, hatte am Freitag mitgeteilt, zuletzt seien USA-weit pro Tag im Schnitt drei Millionen Impfdosen verabreicht worden. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC wurden landesweit bislang mehr als 183 Millionen Impfdosen gespritzt. Gut 45 Prozent der Erwachsenen im Land haben demnach mindestens eine Impfdosis bekommen, 27 Prozent der Erwachsenen sind voll geimpft. (dpa)

Corona-Ampel im Saarland auf »Gelb«: erweiterte Testpflicht ab Montag

7:06 Uhr Im Saarland hat die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage in Folge über 100 gelegen und damit springt die Corona-Ampel im Land von »Grün« auf »Gelb«. Ab Montag, dem 12. April, gilt eine erweiterte Testpflicht, wie das Gesundheitsministerium am Sonntagabend mitteilte. Die bestehende Testpflicht werde auf alle bisher geöffneten Bereiche ausgeweitet - dazu zählten auch der Einzelhandel sowie die körpernahen Dienstleistungen. Im Saarland haben die Gesundheitsbehörden laut Gesundheitsministerium am Sonntag binnen eines Tages weitere 66 Corona-Fälle registriert. Die landesweite Inzidenz, also die Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage, lag bei 121,1. (dpa)

Die aktuellen Zahlen der Johns Hopkins Universität

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 3.012.158 (gestern: 3.009.452) Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 78.500 (78.402) sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 2.692.230 (2.677.480) gelten als wieder genesen. (GEA) 

Alle Informationen, die zwischen 1. April bis zum 11. April rund um das Coronavirus eingegangen sind, finden Sie hier.