Logo
Aktuell Bauausschuss

Warum die Fußgänger-Ampel am Reutlinger Albtorplatz so lange rot ist

Wenn Fußgänger warten müssen, ist das nach den Worten der Verkehrsplaner kein böser Willen

Es sind nicht nur die Autofahrer, sondern auch die Busse, die für lange rote Fußgängerampeln am Albtorplatz sorgen.  FOTO: ZENKE
Es sind nicht nur die Autofahrer, sondern auch die Busse, die für lange rote Fußgängerampeln am Albtorplatz sorgen. FOTO: ZENKE
Es sind nicht nur die Autofahrer, sondern auch die Busse, die für lange rote Fußgängerampeln am Albtorplatz sorgen. FOTO: ZENKE

REUTLINGEN. Es liegt den Verkehrsplanern der Stadt Reutlingen fern, Fußgänger vor roten Ampeln warten zu lassen. Mit dieser Botschaft haben Patrick Heintel als Abteilungsleiter für Straßenplanung und Verkehrstechnik sowie sein Kollege Lars Oehme den Bauausschuss besucht.

Ob es um den Fußgängerüberweg am Oskar-Kalbfell-Platz oder die von manchen als besonders dauerhaft rot empfundenen Fußgängerampeln am Albtorplatz geht: Es gebe stets gute Gründe, wieso die Lichtsignalanlagen so geschaltet sind. Die Kritik an Wartezeiten wie »Rot, obwohl nichts kommt« verstehen Heintel und Oehme. Man habe teils Probleme mit ausgelasteten Verkehrsrechnern, meistens aber Verteilungsprobleme: Alle wollen Grün, nur einer kann es haben. So sei der Albtorplatz eine lang gestreckte Kreuzung, was lange »Sicherungszeiten« nach sich ziehe. Außerdem müsse man berücksichtigen, dass neben Fußgängern und Autos und Radfahrern auch Busse unterwegs sind. »Wem soll ich’s nehmen«, macht Oehme das Dilemma deutlich. Der Bauausschuss will sich des Themas, auch der Diskussion um einen neuen Überweg bei der Stadthalle, in einer seiner Sitzungen erneut beschäftigen. (zen)