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Aktuell Kriminalität

Vom Gefängnis ins Gefängnis

Rekordverdächtige 175 Einträge ins Strafregister hat sie schon, jetzt kommen noch einmal 20 dazu: Wegen Betrugs in 20 Fällen verurteilte das Schöffengericht eine 46-Jährige zu vier Jahren Haft. Nach der dreistündigen Verhandlung wurde sie wieder in die Frauenhaftanstalt Schwäbisch Gmünd gebracht, wo sie wegen ihrer notorischen Betrügereien schon viele Jahre gesessen hat.

REUTLINGEN. In der jetzt verhandelten Anklage ging es um I-Phones und Apple-Computer, Lamborghini-Felgen, Brautkleider oder Wanduhren, die die Frau entweder im Bekanntenkreis oder über E-Bay angeboten hatte. Die Kunden überwiesen viel Geld, doch die bestellte Ware kam nie an, weil sie nicht existierte. Außerdem gab sich die Beschuldigte als Eigentümerin ihrer angemieteten Wohnung aus, inserierte diese zur Vermietung und kassierte in sieben Fällen eine hohe Kaution. Im Prozess wollte die 47-Jährige erst keine Angaben machen, plötzlich legte sie dann doch ein Geständnis ab. Als Grund für die Betrügereien gab sie Spielsucht an. Ob das stimmt, blieb offen. Sowohl für den Gutachter als auch fürs Gericht stand fest, dass die Frau eine Persönlichkeitsstörung hat, was aber nicht strafmildernd bewertet wurde.