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Aktuell Live-Ticker

Keine neuen Corona-Fälle im Kreis Tübingen, Drosten-Studie: Palmer nimmt Stellung, Krise trifft Kurklinik

Das Coronavirus hat auch Reutlingen und die Region Neckar-Alb in Atem gehalten. Mittlerweile ist die Zahl der Neuinfektionen stark gesunken. Weiterhin gilt: Wer befürchtet, infiziert zu sein, der soll nicht in eine Praxis gehen oder zu einer Abstrichstelle fahren, sondern beim Hausarzt anrufen.

Tübingens OB Boris Palmer (Grüne) findet den Vorstoß von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow gut. FOTOS: DPA
Tübingens OB Boris Palmer (Grüne) FOTO: DPA
Tübingens OB Boris Palmer (Grüne) FOTO: DPA

REUTLINGEN/TÜBINGEN. Seit März bestimmt das Coronavirus den Alltag vieler Menschen. Zu Beginn der Pandemie änderte sich die Lage fast jeden Tag. Einrichtungen, Behörden und Betriebe mussten schließen. Es gab immer mehr Verbote und Regeln. Bis hin zum Shutdown. Mittlerweile befindet sich Deutschland auf dem Weg zurück zur Normalität. Doch das ist komplizierter als gedacht. Was hat schon offen, was darf man wieder, was nicht? Der GEA hält Sie auf dem Laufenden. Hier im Live-Ticker sammelt die Redaktion alle Informationen rund um das Thema Corona.

Freitag, 5. Juni 2020

18:40 Uhr Das coronabedingte Aus für Frühjahrs- und Sommerfeste bedroht viele Schausteller in ihrer Existenz. Sie hoffen auf Hilfen - und darauf, dass Kommunen nicht vorzeitig Herbstmessen und Feste absagen. (dpa)

18:07 Uhr Am Freitag wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg insgesamt weitere 49 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 34.892 an. Davon sind ungefähr 32.326 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch 776 Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert. Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages R-Wert wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,64 angegeben. Sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. (pm)

18:01 Uhr Ein katholischer Priester in Mecklenburg-Vorpommern ist zwei Tage nach seinen Pfingstgottesdiensten mit mehr als 100 Gläubigen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. (dpa)

17:28 Uhr Das Tübinger Landratsamt hat weiterhin erfreuliche Zahlen zu bieten: die Corona-Fallzahlen im Landkreis Tübingen sind auch am heutigen Freitag nicht gestiegen, und liegen weiterhin bei 1291 Fällen. Es gibt keinen weiteren Todesfall zu verzeichnen (Stand: 59 Todesfälle). Die geschätzte Zahl der Genesenen beträgt 1244. (pm) 

17:16 Uhr Anwender der künftigen Corona-Warn-App können auch über eine Telefonhotline ihren Infektionsstatus in der App aktualisieren, wenn sie positiv getestet wurden. Die Hotline sei einer von zwei Telefon-Services zu der für Mitte Juni erwarteten App, die rund um die Uhr erreichbar seien, berichtet das Nachrichtenmagazin »Der Spiegel«. In der anderen Hotline gehe es nur um technische Fragen der Nutzer. (dpa)

16:28 Uhr Die Coronakrise hat auch in der Kurklinik in Bad Sebastiansweiler Spuren hinterlassen. Da die ambulante Reha wegen der Infektionsgefahr für stationäre Patienten länger eingestellt wurde, ebenso die aufsuchende mobile geriatrische Reha, kommt es zu finanziellen Einbußen, für die es bisher keinen Rettungsschirm gibt. Nun kommt die mobile Reha wieder in Gang, das Medizinische Trainings- und Vitalcenter (MeTraVit) wird seit Anfang der Woche wieder schrittweise eröffnet. In den Krisen-Zeiten mit hohen Fallzahlen hatte die Klinik auch ältere Patienten aus Kliniken in der Umgebung übernommen, um dort mehr Kapazitäten für Covid-19-Patienten zu schaffen. (mwm)

15:53 Uhr Eine Studie des Berliner Virologen Christian Drosten über die Weitergabe des Coronavirus durch Kinder hat für Diskussionen gesorgt. Mittlerweile liegt eine überarbeitete Fassung vor. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hält die neuen Aussagen von Drosten für schlüssig. »Aus seiner Studie lässt sich in der Tat nicht herleiten, dass Kinder weniger infektiös sind. Die ursprüngliche Warnung vor einer Öffnung der Kitas und Schulen aber auch nicht«, wird Palmer in einem Interview mit der »Bild«-Zeitung zitiert. Weiter sagte der OB, dass Kinder und Familien einen zu großen Teil der Last in der Pandemieabwehr getragen hätten. Sollte es eine zweite Welle geben, müsse am Schutz von Risikogruppen angesetzt werden und nicht bei Kindern und Schulen. (ege)

15:30 Uhr In die Einkaufsläden darf immer nur eine begrenzte Anzahl von Kunden. Darunter leidet der Handel. Viele andere Bundesländer haben die Vorschriften bereits gelockert. Jetzt wächst auch in Baden-Württemberg der Druck. (dpa)

15:07 Uhr Die oppositionelle FDP hält die Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Regeln in Baden-Württemberg teilweise für überzogen. Landtagsfraktionschef Hans-Ulrich Rülke will deshalb von Innenminister Thomas Strobl (CDU) wissen, ob es konkrete Vorgaben an die Polizei gab, bei Verstößen »besonders kleinlich zu agieren«. (dpa)

Umfrage

14:45 Uhr Eine Art Bedienungsanleitung für die Badegewässer im Landkreis Tübingen liefert die Pressestelle des Landratsamtes: Entsprechend den gültigen Regelungen der Corona-Verordnung seien im Landkreis Tübingen die Baggerseen Kirchentellinsfurt und Tübingen-Hirschau seit dem 2. Juni 2020 wieder nutzbar. Es gelten jedoch nach wie vor strenge Auflagen zur Hygiene und zum Abstandhalten. Die Abteilung Gesundheit im Landratsamt Tübingen weist in diesem Kontext darauf hin, dass der Neckar, die Steinlach und andere Fließgewässer im Landkreis nicht als Badegewässer eingestuft sind. Somit werden diese auch nicht auf die Kriterien der Badegewässerverordnung Baden-Württemberg untersucht. Bei früheren stichprobenhaft durchgeführten Messungen lagen vor allem Fäkalkeime deutlich über den Grenz- und Richtwerten. Es wird daher empfohlen, in Fließgewässern wie dem Neckar oder der Steinlach nicht zu baden. (pm)

14:24 Uhr Sich ändernde Corona-Verordnungen und Ankündigungen weiterer Lockerungen sorgen bei vielen Menschen für Verwirrung. Ein Beispiel: Die Zehn-Personen-Regel. Der Reutlinger Ordnungsamtsleiter Albert Keppler verweist auf den Unterschied zwischen privaten Räumen und dem sogenannten öffentlichen Raum, was mitnichten gleichzusetzen sei mit dem Unterschied zwischen »drinnen und draußen«. Denn der private Raum kann natürlich auch draußen sein – der eigene Balkon, die Terrasse, der Garten oder das Gütle. Hier gilt die Zehn-Personen-Regel, sagt Keppler, unabhängig von der Anzahl der Haushalte, aus denen diese Personen kommen; maximal eben aus zehn verschiedenen. Für Verwandte und Angehörige des gleichen Haushalts gelte die Beschränkung jedoch nicht. So wäre es laut Ordnungsamt zulässsig, »wenn wenn ein Mann mit seiner Freundin und ihren Kindern zusammenlebt, jetzt noch dazu seine Verwandtschaft einlädt und alle zusammen über die Zehn-Personen-Grenze kämen.« Erläuterungen zu weiteren Regeln lesen Sie am Samstag, 6. Juni, bei GEA+, im E-Paper und in der Zeitung. (rh)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

13:47 Uhr Die Corona-Krise hat die betriebliche Ausbildung erreicht. Die heimischen Unternehmen halten die Auswirkungen aber noch für beherrschbar. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK). 406 Unternehmen aus den Landkreisen Reutlingen und Tübingen sowie dem Zollernalbkreis haben sich an der Umfrage beteiligt, schreibt die IHK auf ihrer Homepage. Ihre Antworten zeigen, dass die Mehrheit der Unternehmen ihre Ausbildungsverhältnisse als nicht gefährdet ansehen. Auf einer Skala von eins (wenig gefährdet) bis zehn (stark gefährdet) gaben die Betriebe im Schnitt eine 2,99. 56 Prozent der befragten Unternehmen wollen für das Ausbildungsjahr 2020/21 ihr Ausbildungsplatzangebot aufrechterhalten oder sogar ausbauen. (pm)

13:04 Uhr Voraussichtlich am 15. Juni 2020 öffnet das Tübinger Freibad für den öffentlichen Badebetrieb. Die Stadtwerke Tübingen (swt) bereiten das Freibad für den »Corona-Betrieb« vor. Sie orientieren sich dabei an den detaillierten Vorgaben der Corona-Verordnung. Fest steht: Nur eine stark begrenzte Besucherzahl wird sich zeitgleich im Freibad aufhalten dürfen. Die swt installieren derzeit ein Buchungssystem, das nur nach vorheriger Ticket-Buchung über ein Onlineportal Zutritt zum Freibad gewährt. Die Stadtwerke rechnen außerdem damit, dass einige Bereiche des Freibads – insbesondere auch im Umkleide- und Sanitärtrakt – gesperrt bleiben müssen. (pm)

12:17 Uhr Im Kreis Reutlingen wurden Stand jetzt 1.543 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Seit zehn Tagen ist mittlerweile kein neuer Fall dazugekommen. 1.443 Menschen sind bereits wieder genesen, was 99,04 Prozent aller Infizierten entspricht (Todesfälle nicht eingerechnet). Bislang sind 86 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das sind genauso viele Todesfälle wie gestern. Die Inzidenz der letzten sieben Tage liegt bei 0,0. (pm)

Coronavirus

Infizierte, Geheilte und Todesfälle

Gesamt:
Stand:

Anzahl Infizierte absolut

Datenquelle: Landratsämter
Karte: © GeoBasis-DE / BKG 2019

11:56 Uhr In der Corona-Pandemie gelten Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen als Risikogruppen. Doch welche Erkrankungen sind genau gemeint? Fachgesellschaften raten von einer pauschalen Einteilung ab. Welche Rolle Alter, Lungenerkrankungen, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und andere Vorerkrankungen spielen, lesen Sie hier. (dpa)

11:22 Uhr Auf bedrückende Wochen blickt der Tübinger Förderverein krebskranker wegen der Corona-Pandemie zurück. Der Verein betreibt zwei Häuser, eines nur für Eltern und eines für Familien krebskranker Kinder. Normalerweise wird dort zusammen gekocht und sich gegenseitig Tost gespendet. Doch aus Angst sich anzustecken, gibt es derzeit keinen persönlichen Austausch und keine Trauergruppen. Auch der Kontakt zu den kranken Kindern ist stark eingeschränkt. Großeltern und Geschwister dürfen sie nicht besuchen und auch die Freizeitangebote werden dort erst wieder langsam hochgefahren. (sapo)

10:55 Uhr Urlaub daheim ist zwar schön, vielen fällt wegen des Lockdown jedoch mittlerweile die Decke auf den Kopf. Endlich Urlaub machen, wegfahren, wegfliegen. Spätestens in den Sommerferien. Hoffnung macht der Beschluss der Bundesregierung, wonach die Reisewarnung für den größten Teil Europs am 15. Juni aufgehoben werden soll. Wohin man dann wieder reisen kann, in welchen Ländern man Auflagen beachten muss und welche Länder eine Einreise zurzeit noch komplett verwehren, zeigt diese Grafik.

10:19 Uhr Berufstätige Eltern, die wegen der Kinderbetreuung in der Corona-Krise nicht arbeiten können, bekommen länger Geld vom Staat. Der Bundesrat billigte am Freitag ein entsprechendes Gesetz aus dem Bundestag. Der Lohnersatz wird von bisher 6 auf bis zu 20 Wochen verlängert. Jedes Elternteil bekommt Anspruch auf 10 Wochen Entschädigung, Alleinerziehende auf 20 Wochen. Der Staat zahlt 67 Prozent des Nettoeinkommens, höchstens aber 2016 Euro im Monat. (dpa)

9:44 Uhr Das 130 Milliarden Euro schwere Konjunkturpaket der großen Koalition lässt Wirtschaft und Experten auf eine rasche wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise hoffen. »Es ist richtig, dass die Regierung mit den 130 Milliarden Euro in die Vollen geht. Die psychologische Wirkung wird die finanzielle unterstützen. Gleichwohl bleibt die Frage, wie dies gegenfinanziert werden soll«, schreibt Wirtschaftsredakteur Armin Zimny in seinem Kommentar. (GEA)

9:11 Uhr Das Fachjournal »The Lancet« hat eine Studie zum Einsatz von Chloroquin und Hydroxychloroquin gegen Corona zurückgezogen. Drei der vier Autoren verwiesen darauf, dass sie Zweifel an der Richtigkeit der von ihnen genutzten Daten nicht ausräumen können, wie das Journal mitteilte. Die Wirksamkeit der bislang gegen Malaria eingesetzten Mittel gegen die Lungenerkrankung Covid-19 wird derzeit in zahlreichen Studien getestet, auch in Tübingen, wo die Tests wegen Sicherheitsbedenken jedoch pausieren. Bisherige Untersuchungen brachten keinen gesicherten Hinweis, dass sie bei Erkrankten die Symptome bessert oder die Erkrankungsdauer verkürzen. (dpa)

8:43 Uhr Die Corona-Krise wirbelt auch die erste deutsche Börsenliga durcheinander: Die Lufthansa muss Platz machen für den zweiten Immobilienkonzern im Dax. Vom 22. Juni an wird die Fluggesellschaft im MDax der mittelgroßen Werte gelistet. Die Deutsche Wohnen steigt auf. (dpa)

8:05 Uhr Die Möglichkeit, sich in Reutlingen privat auf Corona-Antikörper testen zu lassen, besteht letztmals am kommenden Samstag, 6. Juni. Dies teilt das Ofterdinger Unternehmen Corona AKT mit, das derzeit in Zusammenarbeit mit dem Tübinger Cegat-Institut im City-Hotel Fortuna (Am Echazufer) täglich von 8 bis 20 Uhr gegen Bezahlung Antikörper-Tests anbietet. Anmeldungen sind über die Internetseite von Corona AKT möglich, aber nicht zwingend erforderlich. Beim Test werden unter ärztlicher Aufsicht bis zu fünf Milliliter Blut abgenommen. (pr)

7:28 Uhr Am 28. Mai verkündete das Sozialministerium Baden-Württemberg, Freibäder könnten ab 6. Juni öffnen – nur vermeintlich eine frohe Botschaft, denn laut geltender Coronaverordnung war der Betrieb bis 14. Juni untersagt. Die irritierten Bäderbetreiber harrten gespannt der Dinge, die kommen sollten. Seit gestern wissen sie, dass die Landesverordnung aktualisiert und das Datum vorgezogen wurde, eine Öffnung am 6. Juni also rechtlich möglich wäre. Praktisch aber eher nicht, denn die ebenfalls erst gestern bekannt gewordenen Auflagen sind so umfassend, dass sie nicht innerhalb von zwei Tagen umsetzbar sind, sagt Stadtwerke-Sprecher Klaus Leibfritz. Das Wellenfreibad Reutlingen öffne deshalb »definitiv nicht« am Samstag, sondern voraussichtlich in zwei Wochen. (keg)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 184.472 (gestern: 184.121) Corona-Infizierte, 8.635 (8.602) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 167.909 (167.453) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Donnerstag, 4. Juni 2020

21:00 Uhr Zum Abschluss des Tages ein leckerer Artikel: Weil sie in der Corona-Krise nicht nach draußen gehen kann, fängt ein Mädchen aus Myanmar an zu Hause zu kochen. Ihre Mutter filmt das Ganze, stellt die Videos ins Netz - und plötzlich gibt es Zigtausende Follower. (dpa)

20:47 Uhr Das Höhenfreibad in Bad Urach wird dieses Jahr nicht öffnen. Nach einem intensiven Meinungsaustausch in einer über dreistündigen, kurzfristig anberaumten Notsitzung, die zunächst vor Ort im Bad selbst und später in der Festhalle stattfand, fiel die Entscheidung letztlich doch eindeutig: Acht Gemeinderäte plädierten für eine Öffnung, 17 waren vor allem aus betriebswirtschaftlichen Gründen dagegen. (GEA)

20:19 Uhr Ein neues Auto steht derzeit nur für wenige Deutsche auf der Agenda. Im Mai wurden gut 168.000 Autos neu zugelassen, nur etwa halb so viel wie im Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg mitteilte. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

19:51 Uhr Polio, Typhus, Masern und aktuell Corona: darum ging es auf der Online-Geberkonferenz der globalen Impfallianz Gavi. Einig sind sich die Staats- und Regierungschefs, dass Impfstoffe für alle Menschen zugänglich sein müssen. (dpa)

19:09 Uhr Nach einer Kontrolle der Corona-Regeln in einer Freiburger Kneipe haben etwa 50 Menschen einen Polizeieinsatz gestört. Die Gruppe blockierte die Abfahrt der Streifenwagen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Erst als Verstärkung eintraf, verließen die Störer demnach die Straße. (dpa)

18:32 Uhr Die drittbeste deutsche Profispielerin Laura Siegemund aus Metzingen ist das Zugpferd in der vom Deutschen Tennis Bund (DTB) organisierten Turnierserie und kehrt dafür nach drei Monaten aus Florida nach Deutschland zurück. Laura Siegemund weiß, dass die Geisterspiele ohne Zuschauer und ohne Ballkinder – nur ein Stuhlschiedsrichter wird dabei sein – gewöhnungsbedürftig sein werden. »Aber lieber spielen wir alle solche Matches als gar keine«, sagte sie vor dem Startschuss. (GEA) 

17:55 Uhr Eine erfreuliche Meldung aus dem Landratsamt Tübingen: die Fallzahlen im Kreis Tübingen sind am heutigen Donnerstag nicht gestiegen. Die Statistik dokumentiert weiterhin 1.291 Corona-Fälle. Es ist auch kein weiterer Todesfall hinzugekommen (Stand: 59 Todesfälle) (pm)

17:33 Uhr Heute wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg insgesamt weitere 9 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 34.843 an. Davon sind ungefähr 32.209 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch 856 Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert. Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages R-Wert wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,70 angegeben. Sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. (pm)

16:50 Das Landratsamt Reutlingen listet die positiven Corona-Fälle und die Genesenen heute auch nach Orten sortiert auf. Daraus geht hervor, dass derzeit in 13 und damit der Hälfte aller Gemeinden im Kreis Reutlingen keine Covid-19-Erkrankung vorliegt. Die meisten positiven Fälle außerhalb der Stadt Reutlingen (464) hatte Metzingen (127) zu verzeichnen, die wenigsten Pfrondorf und Grabenstetten (je 5). (ege)

16:37 Uhr Im Kreis Reutlingen wurden Stand jetzt 1.543 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Seit neun Tagen ist mittlerweile kein neuer Fall dazugekommen. 1.443 Menschen sind bereits wieder genesen, was 99,04 Prozent aller Infizierten entspricht (Todesfälle nicht eingerechnet). Bislang sind 86 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das sind genauso viele Todesfälle wie gestern. Die Inzidenz der letzten sieben Tage liegt bei 0,0. Gestern lag sie bei 0,3. (pm)

Coronavirus

Entwicklung der Neuinfektionen

Gesamt:
Stand:
Datenquelle: Landratsämter

16:25 Uhr Die Landesregierung hat weitere Lockerungen von Corona-Maßnahmen angekündigt. Wer aus Staaten außerhalb des Schengenraums, also außerhalb Europas, nach Baden-Württemberg einreist, muss nicht mehr grundsätzlich in Quarantäne, erklärte die Corona-Lenkungsgruppe. Nach Angaben eines Sprechers soll dies ab heute gelten. Die Quarantäne soll es nur noch dann geben, wenn ein Mensch aus einem Land einreist, das mehr als 50 Infektionen mit Corona pro 100.000 Einwohner aufweist. Ausnahmen seien aber auch dann für bestimmte Berufsgruppen möglich, etwa Lkw-Fahrer. (dpa)  

16:05 Uhr  Wer keine Krankheitssymptome zeigt, darf in Schweden ab 13. Juni auf Reisen gehen, sagte Ministerpräsident Stefan Löfven heute. Die Lage im Land verbessere sich, die Corona-Patientenzahlen gingen seit Wochen zurück. Dafür gelten auch weiterhin ein Verbot öffentlicher Versammlungen mit mehr als 50 Teilnehmern sowie ein Besuchsverbot in Altersheimen. Auch ein Einreiseverbot hat die Regierung eingeführt - dies gilt jedoch nur für Länder außerhalb der EU und der Europäischen Freihandelszone. (dpa)

15:29 Uhr Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält das von der Bundesregierung angekündigte milliardenschwere Konjunkturpaket für "ambitioniert und mutig". "Es hat wichtige Komponenten, die die Wirtschaft fördern können und die Zukunft gestalten. Auch in sozialer Hinsicht scheint es ausgewogen", teilte Kretschmann am Donnerstag in Stuttgart mit. Die Innovationsprämien für Elektroautos und Hybride seien ein zusätzlicher Kaufanreiz. (dpa)

14:45 Uhr Der Lenkungskreis der Landesregierung hat beschlossen, unter welchen Bedingungen Bäder und Seen im Land wieder öffnen dürfen. (pm)

13:58 Uhr Kaum eine andere Substanz steht als mögliches Medikament derzeit so im Zentrum der Aufmerksamkeit wie Hydroxychloroquin. Gerade wieder gibt es neue Daten zur Wirksamkeit - an einer im Mai vorgelegten Auswertung hingegen werden erhebliche Zweifel laut. (dpa)

13:13 Uhr Im Sommer ab ans Mittelmeer - auch in die Türkei? Ob das klappt, ist noch offen. Urlauber müssen sich in Geduld üben. Aus der Bundesregierung gibt es aber positive Signale. (dpa)

13:00 Uhr 130 Milliarden Euro - die Dimension der Pläne, die Deutschlands Wirtschaft aus der Corona-Krise helfen sollen, ist historisch. Die große Koalition selbst zeigt sich sehr zufrieden, auch von Experten und der Wirtschaft kommt Lob. Die Opposition sieht das anders. (dpa)

12:49 Uhr Audi-Betriebsratschef Peter Mosch hat das Konjunkturpaket der Bundesregierung kritisiert. Bei den Kaufanreizen für Autos gebe es »einen entscheidenden Schönheitsfehler: Die einseitige Fokussierung auf E-Fahrzeuge geht an den Kaufoptionen der Kunden vorbei und wird auf dem Markt aktuell keinen kräftigen Nachfrage-Impuls für die heimische Automobil- und Zulieferindustrie setzen können«, sagte Mosch am Donnerstag. (dpa)

12:16 Uhr Das Wetter – ein Traum. Ideale Temperaturen zum Sonnen und Baden schon am früheren Vormittag. Bevor mit Gewittern etwas Abkühlung naht, scheint auch in Öschingen die Sonne nur so vom Himmel herab, einzelne Wolken ziehen vorüber. Doch im Freibad am Ortsrand in idyllischer Lage am Albtrauf ist es leer und still. Es ist für Besucher geschlossen. Ob es in dieser Saison öffnet, ist noch nicht sicher. (mwm)

11:38 Uhr Seit Anfang der Woche dürfen Kinos im Land wieder öffnen. Beim Luna Filmtheater in Metzingen und dem Forum 22 in Bad Urach bleiben die Türen aber vorerst noch geschlossen. Der Stadtjugendring Urach als Betreiber der beiden Kinos prüft derzeit, wie sich die Vorgaben der Corona-Verordnung des Landes für die Wiederöffnung der Kinos am besten umsetzen lassen. Außerdem will man die Erfahrungen der Betreiber bereits offener Kinos abwarten. (pfi)

11:02 Uhr »Aufbrüche« lautet das Thema der Ausstellung mit Bildern des Pfullinger Künstlers Patrice Bérard. Sie war geplant als eine der vielen Attraktionen der Reihe »Pfullinger Kulturwege 2020«. Doch bevor die Schau eröffnet werden konnte, schlug das Coronavirus zu: Etliche Kulturwege-Veranstaltungen wurden abgesagt. »Ich habe die Bilder aufgehängt, da war Corona noch ganz in den Anfängen«, sagt Bérard dem GEA. Von Mitte April bis Anfang Mai wäre die Ausstellung in der Klosterkirche zu sehen gewesen. »Eigentlich hätte sie nicht ›Aufbrüche‹, sondern ›Abbrüche‹ heißen müssen«, ergänzt er schmunzelnd. Aufgehängt wurden die Bilder in der Pfullinger Klosterkirche trotzdem. Weil sie niemand sehen konnte, gibt's die Ausstellung hier im Video. (nol)

10:37 Uhr Die Corona-Krise hat die baden-württembergischen Maschinenbauer im April mit voller Wucht getroffen. Die Bestellungen brachen gegenüber dem Vorjahresmonat bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 41 Prozent ein, wie der Branchenverband VDMA heute mitteilte. Das sei der stärkste Rückgang seit der Finanzkrise 2008/2009, sagte Geschäftsführer Dietrich Birk. Die Inlandsorders sanken um 24 Prozent. Die Auslandsbestellungen brachen um 48 Prozent ein. Die Maschinenbauer im Südwesten sind von der Corona-Krise heftiger betroffen als die gesamte Branche in Deutschland, die ein Gesamtminus von 31 Prozent verzeichnete. (dpa)

10:02 Uhr Die weitaus meisten Menschen überstehen eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 unbeschadet. Nach schweren Krankheitsverläufen kann das anders sein - doch noch ist wenig über das Ausmaß möglicher Folgeschäden bekannt. Ein Überblick. (dpa)

9:33 Uhr Das Dorfstraßenfest in Kirchentellinsfurt macht Zwangspause wegen Corona. Im Rathaus hat man sich jetzt entschieden, die für Samstag, 11. Juli, geplante Veranstaltung abzusagen. Zwar werden weitere Lockerungen erwartet, aber das Verbot für Großveranstaltungen gilt bis Ende August. Wer das Rahmenprogramm organisiert und Bestellungen aufgibt, muss einigermaßen sicher sein, dass das Ereignis dann auch so über die Bühne gehen kann. Doch: »Stand heute ist es absolut unwahrscheinlich, dass am geplanten Termin das Fest verlässlich stattfinden kann«, sagt Bürgermeister Bernd Haug. (-jk)

9:01 Uhr Mehr Geld für Familien und Kommunen, Entlastungen beim Strompreis - und eine Senkung der Mehrwertsteuer: Mit einem riesigen Konjunkturpaket will die schwarz-rote Koalition die Wirtschaft in der Corona-Krise ankurbeln. Das Konjunkturpaket soll für 2020 und 2021 einen Umfang von 130 Milliarden Euro haben. Damit sollen Wirtschaft und Konsum der Bürger wieder angekurbelt werden. Auch eine Senkung der Mehrwertsteuer kommt. (dpa)

8:43 Uhr Das Mössinger Stadtfest, das am 12. und 13. September 2020 geplant war, wird für dieses Jahr abgesagt. Dies hat der Krisenstab der Stadt in seiner Sitzung am 2. Juni 2020 entschieden. Die Stadtverwaltung hatte angesichts der Corona-Pandemie die Vereine schon vor einigen Wochen angeschrieben und um Stellungnahme gebeten. Die Vereine hatten sich dafür ausgesprochen, die Entwicklung bis etwa Juni abzuwarten und dann eine Entscheidung zu treffen. Grund für die Absage des Stadtfests ist, dass in der Corona-Verordnung alle Veranstaltungen über 500 Personen untersagt sind. Öffentliche Veranstaltungen – wozu das Stadtfest gehört – werden in der ergänzenden »Corona-Verordnung Veranstaltungen« sogar nur für weniger als 100 Personen und unter zusätzlichen Vorgaben wie Hygienekonzept, Zuweisung eines Sitzplatzes, Angabe von Name und Anschrift der Teilnehmenden und anderem mehr erlaubt. (pm)

8:25 Uhr Nach und nach lockern Bundes- und Landesregierung die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Maskenpflicht und Abstandsregeln sind jedoch noch immer präsent. Auf dem GEA-Instagram-Kanal haben wir gefragt, welche Maßnahme die User mehr stört. Das Ergebnis: 76 Prozent wählten die Maskenpflicht, die restlichen 24 Prozent die Abstandsregeln. Auch auf gea.de haben wir die Leser abstimmen lassen. Hier entschieden sich 38 Prozent für die Maskenpflicht und 4 Prozent für die Abstandsregeln. Die Mehrheit (58 Prozent) stimmte für Antwort drei: Mich stören die Einschränkungen nicht (Das Umfrage-Tool auf Instagram lässt keine drei Antwortenmöglichkeiten zu). (ege)

7:56 Uhr Die baldige Aufhebung der Reisewarnung für die meisten Länder Europas ist ein logischer Schritt, nachdem die Infektionszahlen mit dem Corona-Virus auf breiter Front zurückgehen. Wer ins europäische Ausland reisen möchte, sollte seinen Urlaub aber nicht allzu sorglos buchen, schreibt Politikredakteur Emanuel Schürer in seinem Kommentar. (eks)

7:34 Uhr Die Kritik an den Kontaktbeschränkungen in Altenheim- und Pflegeheimen zum Schutz vor Corona-Ansteckungen wurde wahrgenommen. Gut acht Wochen galt absolutes Besuchsverbot, unter dem Bewohner und Angehörige stark litten. Bund und Länder haben rechtzeitig zum Muttertag eine Lockerung der Vorschriften beschlossen, die wieder Besuche von Familienmitgliedern bei ihren Angehörigen in den Einrichtungen erlaubt. In der Altenpflege Foditsch in Würtingen werden Kontaktbeschränkungen gelockert und kleine Ausflüge gemacht. Allerdings gelten für den Aufenthalt im Haus wie den Spaziergang im Freien besondere Vorkehrungen und strikte Hygienebedingungen. Mehr dazu lesen Sie hier. (GEA)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 184.121 (gestern: 183.879) Corona-Infizierte, 8.602 (8.563) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 167.453 (166.609) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Alle Informationen, die zwischen 27. Mai und 3. Juni rund um das Coronavirus eingegangen sind, finden Sie hier.