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Aktuell Inklusion

Im April startet das Reutlinger »Kulturbüro Klick«

Weiterentwicklung der Plattform »Kultur ohne Ausnahme«

Projektleiterin  Rosemarie Henes  möchte mit den Kooperations- partnern  Möglichkeiten   zur kulturellen  Teilhabe anbieten. FO
Projektleiterin Rosemarie Henes möchte mit den Kooperations- partnern  Möglichkeiten zur kulturellen Teilhabe anbieten. Foto: Jürgen Spieß
Projektleiterin Rosemarie Henes möchte mit den Kooperations- partnern  Möglichkeiten zur kulturellen Teilhabe anbieten.
Foto: Jürgen Spieß

REUTLINGEN. Interesse für Kultur wecken, neue Kulturformate vermitteln, Kontakte und Beratung anbieten: Darin sieht das neu gegründete »Kulturbüro Klick« von Baff (Bildung Aktion Freizeit Feste), Lebenshilfe Reutlingen und Bruderhaus-Diakonie seine Aufgabe. Mit einer festen Anlaufstelle im ehemaligen Konzertbüro im Spitalhof-Torbogen und regelmäßigen Samstag-Aktionen auf dem Marktplatz will die »Zukunftswerkstatt für ein kulturelles Miteinander« auf sich aufmerksam machen.

Zwar hat es Reutlingen durch die Verwirklichung der dreigliedrigen Kulturkonzeption geschafft, der Kultur in der Achalmstadt einen höheren Stellenwert zu geben, aber eine Anlaufstelle, die konkrete Anstrengungen unternimmt, Kultur für alle leichter nutzbar zu machen, die gab es bisher nicht. Das soll sich ab dem 1. April ändern, wenn das Kulturbüro Klick offiziell seine Arbeit aufnimmt.

Ursprünglich sollte dieses Projekt, das als Weiterentwicklung der inklusiven Plattform »Kultur ohne Ausnahme« entstand, schon viel früher starten, aber wie so vieles andere musste die Eröffnung wegen Corona verschoben werden.

Nun ist es aber so weit, das Team ist in den Startlöchern: »Wir möchten uns nicht nur einmischen, sondern Kontakte aufbauen und Möglichkeiten zur kulturellen Teilhabe anbieten«, erläutert Projektleiterin Rosemarie Henes das Kulturbüro-Projekt in einem Online-Pressegespräch.

Mit dabei waren auch Lebenshilfe-Vorstand Martin Keller als Vertretung des Projektträgers, Henes Nachfolgerin bei der Lebenshilfe, Stefanie Krug, Kulturamt-Leiterin Anke Bächtiger und Elisabeth Braun von der Sonderpädagogik-Fakultät als Projekt-Begleiterin. Außerdem wichtige Kooperationspartner wie Andreas Roth (franz.K), Enrico Urbanek (Theater Die Tonne), Dr. Joachim Rückle (Diakonieverband) sowie Leonie Wodetzky und Markus Christ, die im Kulturbüro jeweils eine 50-Prozent-Stelle begleiten. Sie sind zuständig, wenn es darum geht, Kontakte zu vermitteln und Projekte zu initiieren.

Konkret bedeutet dies, dass der Cellistin, die für ein kleines Kammerkonzert Mitspieler sucht, hier ebenso geholfen wird wie demjenigen, der etwa ein Tangoevent oder einen Lesekreis organisieren will. Das Netzwerk versteht sich als Anlaufstelle, um Menschen mit gemeinsamen Interessen zusammenzubringen und auch denjenigen Möglichkeiten zur Teilhabe am kulturellen Leben zu eröffnen, die vielleicht durch bestimmte Barrieren daran gehindert werden. Zudem »planen wir, in kulturelle und soziale Einrichtungen zu gehen, um mit Leuten in Kontakt zu kommen«, bekräftigt Kulturbüro-Mitarbeiterin Leonie Wodetzky.

Ein weiteres Standbein des Kulturbüros ist die Organisation von Aktionen an jedem zweiten Samstag von 10 bis 14 Uhr auf dem Marktplatz. Hier wird dazu eingeladen, Reutlinger Kulturveranstalter kennenzulernen und sich bei Interesse selbst einzubringen. Den Beginn macht das Kunstmuseum am Samstag, 27. März. Denn, so die Überzeugung der Kulturbüro-Initiatoren: »Kultur ist etwas ganz Wesentliches und ermöglicht zahlreiche Formen von Gemeinschaft«, betont Joachim Rückle und auch franz.-K-Geschäftsführer Andreas Roth kann sich mit dem Projekt voll und ganz identifizieren, »da es genau unserem Credo, das Kultur für alle anstrebt, entspricht.« (GEA)