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Gewalt gegen Polizisten bei Corona-Demo in Reutlingen

Bei einer Corona-Demonstration in Reutlingen mit 1.500 Teilnehmern kam es zu Gewalt gegen Polizeibeamte.

Großes Polizeiaufkommen bei Corona-Demonstration in Reutlingen.
Großes Polizeiaufkommen bei Corona-Demonstration mit 1.500 Teilnehmern in Reutlingen. Foto: Pieth
Großes Polizeiaufkommen bei Corona-Demonstration mit 1.500 Teilnehmern in Reutlingen.
Foto: Pieth

REUTLINGEN. Bei einer Kundgebung von Gegnern der Corona-Maßnahmen in Reutlingen ist es am Samstag zu Ausschreitungen durch Teilnehmer gekommen. Für Samstag, 11. Dezember war in der Zeit von 18 bis 20 Uhr im Bürgerpark in Reutlingen eine Kundgebung unter dem Motto »Für Freiheit, Wahrheit und Selbstbestimmung« angemeldet worden. Obwohl der Anmelder die Kundgebung aufgrund der durch das Landratsamt Reutlingen hierzu erlassenen Auflagen - unter anderem der angeordneten Maskentragepflicht - abgesagt hatte, versammelten sich in der Innenstadt von Reutlingen in der Spitze bis zu 1.500 Personen.

Versammlung aufgelöst

Bereits kurz nach 18 Uhr setzte sich ein Aufzug vom Tübinger Tor in Richtung Marktplatz in Bewegung. Dort kam es dann schnell zum Anwachsen der Teilnehmerzahl. Durch den Leiter des Amts für Öffentliche Ordnung (AfÖ) der Stadt Reutlingen wurden die Demonstrierenden mehrmals aufgefordert einen verantwortlichen Versammlungsleiter zu benennen und Masken zu tragen. Diese Aufforderungen wurden von den Demonstranten ignoriert. In der Folge wurde durch das AfÖ die Versammlung aufgelöst.

Illegale Corona Demonstration Reutlingen
Foto: Glitz
Foto: Glitz
Polizisten halten vor dem Bahnhof kurz vor einer Corona-Demo am vergangenen Wochenende.
Polizisten halten vor dem Bahnhof kurz vor einer Corona-Demo am vergangenen Wochenende. Foto: 7aktuell.de
Polizisten halten vor dem Bahnhof kurz vor einer Corona-Demo am vergangenen Wochenende.
Foto: 7aktuell.de

Im Anschluss daran formierte sich ein Aufzug in Richtung Karlstraße und Zentraler Omnibusbahnhof. Die Personen liefen zum Teil auf der Karlstraße, so dass der Aufzug durch die Polizei abgesichert werden musste. Hierbei kam es vereinzelt zum Abbrennen von Pyrotechnik und zum Entzünden von Fackeln. Als Polizeikräfte am Zentralen Omnibusbahnhof den Aufzug stoppen wollten, durchbrachen Aufzugsteilnehmer mit Gewalt die Polizeikette, so dass Pfefferspray und Schlagstock eingesetzt werden mussten.

100 Platzverweise

Erst durch die Nachalarmierung weiterer Einsatzkräfte, unter anderem von den Polizeipräsidien Stuttgart, Ulm und Ludwigsburg gelang es gegen 20.30 Uhr die Aufzugsteilnehmer im Bürgerpark festzuhalten, die Personalien zu erheben und Platzverweise zu erteilen. Durch die Polizei wurden Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, wegen Beleidigung und versuchter Körperverletzung zum Nachteil von Polizeibeamten eingeleitet. Weiter wurden rund 100 Platzverweise erteilt. (pol)