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Breitenbachdurchlass in Betzingen wird erneuert

Der Breitenbachdurchlass verläuft auf einer Länge von rund 50 Metern unter der Poststraße. Die turnusmäßige Bauwerksprüfung brac
Der Breitenbachdurchlass verläuft auf einer Länge von rund 50 Metern unter der Poststraße. Die turnusmäßige Bauwerksprüfung brachte erhebliche bauliche Mängel und Schäden an den Tag. Foto: Stadt Reutlingen
Der Breitenbachdurchlass verläuft auf einer Länge von rund 50 Metern unter der Poststraße. Die turnusmäßige Bauwerksprüfung brachte erhebliche bauliche Mängel und Schäden an den Tag.
Foto: Stadt Reutlingen

BETZINGEN. In dieser Woche sind die Bauarbeiten am Breitenbachdurchlass gestartet, die voraussichtlich bis 30. November dauern. Geplant sind neben der Erneuerung des Durchlasses auch Kanal-, Leitungs- und Oberflächenarbeiten. Die Poststraße muss dafür voll gesperrt werden. Für den Durchgangsverkehr wird eine überörtliche Umleitung der Baustelle über die B 28 eingerichtet.

Die Zufahrt zum Gewerbegebiet Staudfuß bleibt gewährleistet. Im ersten Bauabschnitt erfolgt die Zufahrt über die Julius-Kemmler-Straße. Im zweiten Bauabschnitt erfolgt die Zufahrt über die Eisenbahn- bzw. Poststraße, wobei zu beachten ist, dass die Eisenbahnbrücke eine eingeschränkte Durchfahrtshöhe von 3,70 Metern aufweist. Geregelt wird die Zufahrt jeweils über eine Ampel. Der Zugang zur Haltestelle Betzingen der Deutschen Bahn AG sowie die Fußwege werden während der gesamten Bauzeit weitestgehend aufrechterhalten.

Dagegen können während der Bauzeit die Buslinien 2, 12 und 10 nicht über die Julius-Kemmler-Straße geführt und müssen über die Jettenburger Straße umgeleitet werden. Die vorhandenen Haltestellen »Julius-Kemmler-Str.« und »Bahnhof Betzingen« entfallen in dieser Zeit. Ersatzhaltestellen für die Linie 2 und 12 sind die vorhandenen Haltestellen in der Jettenburger Straße, für die Linie 10 die Haltestellen in der Olgastraße und der Jettenburger Straße angedient.

Der Breitenbachdurchlass verläuft auf einer Länge von rund 50 Metern unter der Poststraße. Die turnusmäßige Bauwerksprüfung brachte erhebliche bauliche Mängel und Schäden an den Tag. Die Betondecke weist erhebliche Chlorideinträge durch das aus dem Winterdienst resultierende Salzwasser auf. An vielen Stellen konnte Sickerwasser fast ungehindert den Überbau durchdringen. Ergänzende Untersuchungen haben ergeben, dass eine Sanierung nicht mehr wirtschaftlich und sinnvoll ist. Deshalb muss die Decke komplett erneuert werden.

Sie wird durch eine neue Stahlbetonmassivplatte mit einer Dicke von 40 Zentimetern ersetzt. Die neue Decke wird mit einer Abdichtung, einer Schutzschicht aus Gussasphalt und einer Asphaltdeckschicht aufgebaut. Die Wände des Durchlasses werden weitgehend erhalten und überall dort mit Stahlbetonbalken verstärkt, wo die neue Decke aufliegt. Schadhafte Stellen an den Wänden werden ausgebessert. Nach der Sanierungsmaßnahme ist das Bauwerk annähernd neuwertig und den heutigen Baustandards entsprechend wiederhergestellt. Außerdem wechselt die Stadtentwässerung Reutlingen (SER) den öffentlichen Mischwasserkanal in einem Teilabschnitt der Poststraße aus. Der bestehende Mischwasserkanal wird hierbei auf einer Länge von 35 Metern mit Stahlbetonrohren größeren Durchmessers erneuert. Die beiden Baumaßnahmen eröffnen außerdem die Möglichkeit, den Hochwasserschutz nochmals zu verbessern, indem das Gefälle der Straße angepasst wird. Parallel wird der Gehweg auf der nördlichen Seite verbreitert. Arbeiten der Fair-Netz GmbH an den Versorgungsleitungen runden die Maßnahme ab. Die Kosten für den Durchlass und die Straßenbauarbeiten belaufen sich auf rund 1,76 Millionen Euro. Für die Erneuerung des Breitenbachdurchlasses in der Poststraße ist ein Landeszuschuss in Höhe von rund 0,38 Millionen Euro zu erwarten. (pm)