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Aktuell IHK Reutlingen

51.000 Euro für Projektstelle der IHK Reutlingen

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Reutlingen erhält einen Zuschuss aus dem Förderprogramm »Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte«.

Ausbildung
Ein Auszubildender im Schreiner-Handwerk arbeitet in einem Ausbildungszentrum mit dem Hobel an seinem Werkstück. Foto: Felix Kästle
Ein Auszubildender im Schreiner-Handwerk arbeitet in einem Ausbildungszentrum mit dem Hobel an seinem Werkstück.
Foto: Felix Kästle

REUTLINGEN/STUTTGART. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Reutlingen erhält aus dem Programm »Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte« im Jahr 2022 für die Landkreise Reutlingen, Tübingen und Zollernalb eine mit 51.000 Euro geförderte Projektstelle, wie der CDU-Landtagsabgeordnete Manuel Hailfinger (Hechingen-Münsingen) mitteilt. Insgesamt stellt das Stuttgarter Wirtschaftsministerium für das Projekt weitere 1,8 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Landesprogramm zur Integration von Zugewanderten in Ausbildung sei gerade jetzt besonders wichtig, wird Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zitiert: »Denn damit bringen wir landesweit Ausbildungsbetriebe und zugewanderte junge Menschen zusammen. So leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Deckung des Fachkräftenachwuchses unserer Wirtschaft und eröffnen wertvolle Perspektiven zur beruflichen und gesellschaftlichen Integration.«

Offene Ausbildungsplätze

Zum Beginn des aktuellen Ausbildungsjahres blieben zahlreiche Ausbildungsplätze unbesetzt, und auch derzeit gebe es noch offene Ausbildungsstellen im Land. Seit 2016 wurden durch sogenannte regionale Kümmerer bereits 6.200 Betriebe rund um das Thema Ausbildung von Zugewanderten beraten sowie über 7.000 Zugewanderte begleitet. Bis September 2021 kamen über 3.200 Ausbildungsverhältnisse zustande, überwiegend im Handwerk und in der Industrie. »Das ist eine sehr erfreuliche Bilanz«, so die Ministerin. Das Kümmerer-Programm habe sich auch während der Corona-Krise sehr bewährt. Trotz der coronabedingten, teilweise massiven Einschränkungen in der Betreuungs- und Vermittlungsarbeit konnten 2020 und 2021 über 1.000 zugewanderte junge Menschen durch die Hilfe der Kümmerer in eine Ausbildung vermittelt werden.

Gleichzeitig gibt es laut Pressemitteilung nach wie vor viele Zugewanderte, die für eine Berufsausbildung gewonnen werden können, etwa in den ausbildungsvorbereitenden Bildungsgängen der beruflichen Schulen. Deshalb wird das Kümmerer-Programm 2022 fortgesetzt und die Integration von Zugewanderten in Ausbildung mit weiteren 1,8 Millionen Euro unterstützt. (pr)