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Aktuell Live-Ticker

48 neue Corona-Fälle im Kreis Reutlingen, 18 Neuinfektionen im Kreis Tübingen, Ansturm auf die Alb bleibt aus

Das Coronavirus hält auch Reutlingen und die Region Neckar-Alb weiter in Atem. Eine Zeit lang ist die Zahl der Neuinfektionen gesunken, jetzt steigt sie wieder an. Wer befürchtet, infiziert zu sein, soll nicht direkt in eine Praxis gehen, sondern erst bei seinem Hausarzt anrufen. Wenn dieser den Corona-Abstrich nicht selbst vornehmen kann, wird der Patient an eine der Coronaschwerpunktpraxen im Kreisgebiet oder an die Abstrichstelle in Reutlingen verwiesen.

Etliche Infizierte:  Im Landkreis  Reutlingen  wurden bei den  flächendeckenden Tests auch  die Mitarbeiter  der Altenpflege- he
Corona-Testin einem Pflegeheim. FOTO: DPA
Corona-Testin einem Pflegeheim. FOTO: DPA

REUTLINGEN/TÜBINGEN. Seit März bestimmt das Coronavirus den Alltag vieler Menschen. Zu Beginn der Pandemie änderte sich die Lage fast jeden Tag. Einrichtungen, Behörden und Betriebe mussten schließen. Es gab immer mehr Verbote und Regeln. Bis hin zum Shutdown. Zwischenzeitlich befand sich Deutschland wieder auf dem Weg zurück zur Normalität, doch aktuell ändert sich das wieder. Der GEA hält Sie hier im Live-Ticker mit sämtlichen Informationen rund um das Thema Corona auf dem Laufenden.

Samstag, 16. Januar

Wie Ringer-Weltmeister Frank Stäbler seine Infektion bekämpft

18 Uhr Dank einer speziellen Atemtherapie ist Frank Stäbler nach seiner Corona-Infektion auf dem Weg zurück zu alter Stärke. Der dreimalige Ringer-Weltmeister kämpft nicht als einziger deutscher Spitzensportler mit den Virus-Auswirkungen. Eine kleine Kerze kostet den Schwaben noch enorm viel Kraft. Aus etwas mehr als einem Meter Entfernung versucht der 31-Jährige, das Teelicht auszupusten, das Atemtrainer Yasin Seiwasser auf der ausgestreckten Hand hält. Dreimal flackert es nur, im vierten Versuch klappt es. Es ist eine von vielen Übungen, die Stäbler in den vergangenen Wochen für sich entdeckt hat und die verdeutlichen, wie viel Geduld sein Weg zurück zu alter Stärke erfordert. »Wenn man es positiv sehen will, hat Corona mich noch mehr für meinen Körper sensibilisiert, mich veranlasst, mehr in ihn reinzuhören«, sagte Stäbler. Er litt extrem unter seiner Infektion. Mehr als 20 Prozent seiner Leistungsfähigkeit habe er eingebüßt, berichtete er nach einem Test im November. Eine medikamentöse Behandlung lehnte er ab, stattdessen engagierte er seinen alten Kumpel Seiwasser als Atemtrainer. Mehr als eine Stunde Atemtraining pro Tag hat er in den vergangenen Wochen zu seinem normalen Programm im Trainingszentrum auf dem elterlichen Hof in Musberg, das  zur Gemeinde  Leinfelden-Echterdingengehört,  dazu gepackt. Luftanhalten,  Liegestütze oder Bankdrücken mit zugeklebtem Mund gehören auch dazu.  Stäbler hilft all das. (dpa)

Der Ringer Frank Stäbler (r) macht während eines Atemtrainings mit seinem Atemtrainer Yasin Seiwasser in seiner Trainingshalle L
Ringer Frank Stäbler macht unter Aufsicht seines Atemtrainers Yasin Seiwasser Liegestütze mit zugeklebtem Mund. Foto: Marijan Murat/dpa
Ringer Frank Stäbler macht unter Aufsicht seines Atemtrainers Yasin Seiwasser Liegestütze mit zugeklebtem Mund.
Foto: Marijan Murat/dpa

48 neue Corona-Fälle im Kreis Reutlingen

17:29 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Samstag 7.937 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Reutlingen seit Beginn der Pandemie, das sind 48 mehr als gestern. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100 000 Einwohner im Kreis Reutlingen beträgt nach Angaben des Landesgesundheitsamts 97,5 (Stand Freitag, 16 Uhr; Vortag 122,6). Aktuell befinden sich 36 Covid-19-Erkrankte im stationären Bereich der Kreiskliniken, 25 Patienten am Standort Reutlingen (21 auf Normalstation und vier auf Intensivstation) sowie elf Patienten am Standort Bad Urach. (pm)

Coronavirus

Entwicklung der Neuinfektionen

Gesamt:
Stand:
Datenquelle: Landratsämter

18 neue Corona-Fälle im Landkreis Tübingen

16:58 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Samstag 18 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit liegt der Kreis bei 5.659 Fällen. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner sinkt nach Angaben des Landratsamtes auf 96,5 (Vortag 101,4). Bei den neuen Fällen handelt es sich zumeist um neue Einzelfälle ohne bekannte Infektionsquelle sowie um einige Kontaktpersonen bekannter Fälle, teilt das Landratsamt mit. Es sind keine weiteren Todesfälle hinzugekommen (Stand: 139 Todesfälle). (pm)

Coronavirus

Infizierte, Geheilte und Todesfälle

Gesamt:
Stand:

Anzahl Infizierte absolut

Datenquelle: Landratsämter
Karte: © GeoBasis-DE / BKG 2019

Ansturm der Wintersportler auf der Alb bleibt vorerst aus

16:40 Uhr Die Sperrungen und Appelle zeigen offenbar Wirkung: Der befürchtete Ansturm auf Deutschlands Wintersportorte ist zumindest am Samstag weitgehend ausgeblieben. Wegen der Corona-Pandemie waren Ausflüge in vielen Gegenden verboten. Dort, wo Skifahren und Rodeln erlaubt war, hielten sich die Menschen überwiegend an die Regeln. Die Schwarzwaldhochstraße in Baden-Württemberg musste am Vormittag wegen zahlreicher Ausflügler für etwa eine Stunde gesperrt werden, wie eine Sprecherin der Polizei in Offenburg am Samstag sagte. Die Parkplätze seien zwar relativ voll, ansonsten sei aber alles im grünen Bereich. Auch im Südschwarzwald und auf der Schwäbischen Alb blieb es nach Angaben der dortigen Polizeipräsidien zunächst ruhig. In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder chaotische Szenen an den winterlichen Ausflugszielen im Land gegeben. (dpa)

Ideale Wintersportbedingungen auf der ALb
Ideale Wintersportbedingungen auf der Alb. Foto: Jürgen Meyer
Ideale Wintersportbedingungen auf der Alb.
Foto: Jürgen Meyer

Erweiterte Testpflicht für Beschäftigte in Altenheimen

16:08 Uhr Mit einer erweiterten Testpflicht für Beschäftigte von Pflegeeinrichtungen sowie einer Pflicht, Besucher und externe Dritte zu testen, verstärkt Baden-Württemberg den Infektionsschutz in Alten- und Pflegeheimen. Eine entsprechende Regelung sei in die vom Kabinett beschlossene und am Samstag verkündete Corona-Verordnung aufgenommen worden und solle ab Montag greifen, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Samstag in Stuttgart.

Die Regelung, dass Besucher und Externe Pflegeheime nur mit einem negativen PoC-Antigentest und einer Maske (FFP2/KN95) aufsuchen dürfen, bleibt laut Lucha bestehen. Neu sei jedoch, dass die Pflegeeinrichtungen den Besuchern und externen Personen die Testung anbieten müssen. Einrichtungen, denen eine Beschaffung kurzfristig nicht möglich sei, könnten für dringliche Bedarfe PoC-Antigentests aus der Notreserve des Landes beziehen. Neu sei auch die Ausweitung der Testpflicht für das Personal. Die Beschäftigten von stationären Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf müssten sich drei Mal anstatt zwei Mal pro Woche testen lassen. Dabei gebe es Ausnahmen, etwa für Notärzte.

»Die Pandemie hat das Land weiter fest im Griff. Deshalb müssen wir ältere Menschen weiter bestmöglich schützen, da Infektionen bei ihnen schwerer und oftmals tödlich verlaufen«, erklärte Lucha. Alten- und Pflegeheime seien Brennpunkte der Corona-Pandemie. Seit Mitte Dezember 2020 (Kalenderwoche 51) wurden dem Landesgesundheitsamt nach Angaben des Ministers 140 Ausbrüche aus Pflegeheimen mit 2545 Sars-CoV-2-Infektionen, hierunter 190 Todesfälle, übermittelt. (dpa)

Bund und Länder ringen um weitere Corona-Verschärfungen

15:24 Uhr Kurz vor Beratungen über mögliche neue Verschärfungen des Lockdowns wegen der Corona-Pandemie ringen Bund und Länder um das weitere Vorgehen. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther forderte, nicht allein über neue Beschränkungen zu reden. »Wir müssen auch beschreiben, was heißt das in den Monaten Februar, März, April, wenn bestimmte Inzidenzwerte unterschritten werden, welche Bereiche können wir auch dann dauerhaft wieder öffnen«, sagte der CDU-Politiker am Samstag im Sender Phoenix. Bei den angelaufenen Corona-Impfungen kann Impfstoff künftig einfacher eingesetzt werden.

Nach Krawall am Bundestag rund 30 Ermittlungsverfahren

14:37 Uhr Rund vier Monate nach der Besetzung der Treppe zum Reichstagsgebäude bei einer Demonstration in Berlin ermittelt die Berliner Polizei gegen 40 Verdächtige. Das Landeskriminalamt führe 31 Ermittlungsverfahren, sagte ein Polizeisprecher. Mehr als die Hälfte davon seien Verfahren wegen Landfriedensbruchs. Es könnten noch mehr Verfahren werden, da die Ermittlungen andauerten. (dpa)

Demonstration im August
Demosntranten haben am 29. August 2020 die Stufen zum Reichstagsgebäude erklommen. Foto: Achille Abboud/NurPhoto/dpa
Demosntranten haben am 29. August 2020 die Stufen zum Reichstagsgebäude erklommen. Foto: Achille Abboud/NurPhoto/dpa

Auch Angelique Kerber betroffen: Komplette Hotel-Quarantäne

13:54 Uhr Auch Angelique Kerber gehört zu den 47 Tennisprofis, die sich nach der Ankunft in Melbourne für 14 Tage komplett im Hotel isolieren müssen. Dies teilte die einstige Weltranglisten-Erste auf Twitter mit. Grund dafür ist, dass nach dem Flug von Abu Dhabi zu den Australian Open eine Person positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Wie die Organisatoren des Grand-Slam-Turniers erklärten, waren 23 Tennisprofis an Bord, die nun nicht wie eigentlich geplant für zumindest fünf Stunden am Tag das Hotel für Training und Fitness verlassen dürfen. Keiner von ihnen ist allerdings von dem positiven Corona-Test betroffen. 24 Profis, die mit einem anderen Flug ankamen, müssen ebenfalls in Quarantäne. (dpa)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

Berliner Messe: Menschen wollen sich persönlich treffen

13:05 Uhr Nach mehreren Messen im digitalen Format plant Berlin vom Sommer an wieder große Branchentreffen. Den Auftakt soll mit Hygienekonzept Mitte Mai die Fruit Logistica machen, wie der neue Messechef Martin Eckning der Deutschen Presse-Agentur sagte.

»Für die Fachmesse haben wir schon über 500 Aussteller-Anmeldungen aus 50 Ländern.« Zur Elektronikmesse IFA im September sollen dann auch wieder Privatbesucher auf das Messegelände kommen. »Die Menschen wollen wieder persönlich zusammen kommen.«

Komplett online läuft dagegen am Mittwoch und Donnerstag die erste große Leistungsschau dieses Jahres in Berlin, die Agrarmesse Grüne Woche. Statt Hunderttausender Privatbesucher und Landleben zum Fühlen, Schmecken und Riechen gibt es einen zweitägigen Austausch unter Fachleuten im Internet. (dpa)

Biontech-Impfstoff künftig einfacher einsetzbar

11:47 Uhr Bei den Corona-Impfungen in Deutschland kann das Präparat der Hersteller Biontech und Pfizer künftig einfacher eingesetzt werden. Wie aus aktualisierten Handlungsempfehlungen von Biontech hervorgeht, kann der Impfstoff auch schon als fertige Dosis in der Spritze bis zu sechs Stunden bei 2 bis 8 Grad transportiert werden. Das hätten neue Daten zur Stabilität des Impfstoffes ergeben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Samstag der Deutschen Presse-Agentur, dies sei eine gute Nachricht besonders für Pflegebedürftige, die zu Hause auf eine Impfung warten. Die Länder könnten die Impfkampagne nun flexibler organisieren. »Dass fertige Impfdosen in Spritzen künftig bereits in den Impfzentren für den Transport vorbereitet werden können, hilft ganz praktisch beim Kampf gegen die Pandemie.« Bisher wurde empfohlen, bereits verdünnten Impfstoff nicht zwischen Einrichtungen zu transportieren - also zwischen den Impfzentren der Länder, wo das Präparat bei minus 70 Grad lagert, und Impf-Einsätzen in Pflegeheimen oder Einrichtungen des betreuten Wohnens.(dpa)

Covid-19-Simulation: Lockdown bis Ende Januar reicht nicht

11:19 Uhr Der von Politikern verfolgte Zielwert bei Corona-Neuinfektionen für ein Lockdown-Ende wird nach Berechnungen des Saarbrücker Pharmazie-Professors Thorsten Lehr Ende Januar wohl nicht erreicht. »Die Chance ist extremst gering bis nicht vorhanden«, sagte Lehr der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Er ging davon aus, dass die angestrebte Rate von 50 bei Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen frühestens Mitte Februar möglich sei. »Und das wäre eine optimistische Vorhersage.«

Der Professor für Klinische Pharmazie an der Universität des Saarlandes hat mit seinem Forscherteam einen »Covid-Simulator« entwickelt, der das Infektionsgeschehen in Deutschland berechnet und Prognosen liefert: für ganz Deutschland, die einzelnen Bundesländer bis hin auf Landkreisebene. Er kann auch online genutzt werden: In den vergangenen zwei Monaten wurde die Seite fast eine Million Mal aufgerufen, wie er sagte.

Thorsten Lehr
Der Saarbrücker Pharmazie-Professor Thorsten Lehr steht vor einem Bildschirm mit einer von ihm entwickelten Simulation der Corona-Entwicklung. Foto: Iris Maria Maurer/dpa
Der Saarbrücker Pharmazie-Professor Thorsten Lehr steht vor einem Bildschirm mit einer von ihm entwickelten Simulation der Corona-Entwicklung. Foto: Iris Maria Maurer/dpa

Verschärfte Regeln für Besucher und Begleiter an an Kreiskliniken Reutlingen

10:02 Uhr Mit der von der Landesregierung am 8. Januar beschlossenen Änderung der Corona-Verordnung sind seit Wochenbeginn schärfere Besucherregelungen für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen in Kraft getreten. Besuche bleiben in Ausnahmefällen nach Rücksprache mit der jeweiligen Station möglich. Aber Besucher und andere externe Personen wie beispielsweise Dienstleister, Seelsorger oder Ehrenamtliche müssen möglichst eine FFP2-Maske mitbringen sowie auch einen negativen Coronatest vorweisen. Ein Antigen-Schnelltest darf nicht älter als 48 Stunden, ein PCR-Test nicht älter als 72 Stunden sein. Sollte der Besucher keinen negativen Coronatest vorweisen können, kann er sich im Einzelfall in der Klinik testen lassen. Für diesen Service, für den die Kreiskliniken Reutlingen um eine Spende bitten, muss der Besucher allerdings Wartezeit einkalkulieren. Einzelheiten zur Besucherregelung findet man auf der Homepage der Kreiskliniken. (pm)

Landesregierung erwartet mehr Kinder in Notbetreuung

9:06 Uhr Trotz Corona-Lockdowns rechnet die Landesregierung mit weiter steigenden Schülerzahlen an den eigentlich geschlossenen Grundschulen. Es sei davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Notbetreuungsangeboten in den kommenden Tagen kontinuierlich zunehmen werde, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums in Stuttgart der Deutschen Presse-Agentur. In der Woche nach den Weihnachtsferien seien je nach Grundschule zwischen 10 und 25 Prozent der regulär unterrichteten Schüler notbetreut worden. Das habe eine Abfrage an den Schulämtern ergeben. Bund und Länder hatten Anfang des Jahres den Lockdown auch an Schulen und Kitas bis Ende Januar verlängert. (dpa)

Aerosol-Expertengruppe untersucht Belastung in Bus und Bahn

8:22 Uhr Der Expertenkreis Aerosole in Baden-Württemberg will die Aerosolbelastung in Bussen, Straßenbahnen, U- und S-Bahnen unter die Lupe nehmen. Neben dem ÖPNV soll auch die Belastung in Dienstfahrzeugen etwa der Polizei oder Müllabfuhr bei längerem gleichzeitigem Aufenthalt mehrerer Personen geprüft werden. Dies soll auf der Grundlage von Studien des Bundesverkehrsministeriums und des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung beim Eisenbahnbundesamt geschehen, erläuterte am Freitagabend ein Sprecher des Staatsministeriums. Ziel sei es, das Infektionsgeschehen besser einschätzen zu können. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt.

Aerosole sind flüssige Partikel, die stundenlang in einem Raum schweben können und bei Einatmung tief in die Lunge vordringen. Sie gelten als ein Haupttreiber der Corona-Pandemie. (dpa)

Aktuelle Corona-Zahlen der Johns Hopkins Universität

8 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 2.023.828 (gestern: 2.015.235) Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 46.222 (45.207) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 1.667.183 (1.661.394 ) gelten als wieder genesen. (GEA)

Freitag, 15. Januar

Reutlinger Grünen-Abgeordnete Beate Müller-Gemmeke fordert mehr Homeoffice

19 Uhr Die Reutlinger Grünen-Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmeke hat sich in einer Rede im deutschen Bundestags für mehr Homeoffice bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie stark gemacht. »Während Schulen und Kitas, Restaurant und Theater geschlossen sind, während private Treffen kaum erlaubt sind, wird gleichzeitig an vielen Orten gearbeitet, als gäbe es keine Pandemie. Das geht nicht, denn die Infektionszahlen sind weiterhin hoch – die Corona-Welle muss gebrochen werden«, schrieb Müller-Gemmeke zum Video ihrer Rede, das sie am Freitagabend auf Facebook postete. (der)

Gesundheitsministerium: für Impf-Lieferengpässe gewappnet

18:28 Uhr Angesichts der Lieferschwierigkeiten des Corona-Impfstoffs sieht sich das baden-württembergische Gesundheitsministerium in seinem viel kritisierten Impfmanagement bestätigt. Das Land hält im Gegensatz zu anderen Ländern die Hälfte der Impfdosen zurück, um die zweite Impfung auch bei Lieferschwierigkeiten der Hersteller garantieren zu können. Kritiker hatten sich deshalb beschwert, dass es zu langsam vorangehe im Südwesten. »Wir haben viel Prügel eingesteckt«, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag. Jetzt fühle man sich bestätigt. »Wir wollen die zweite Impfdosis vorhalten.« Bislang seien rund 100 000 Menschen im Südwesten geimpft worden.

Der Pharmakonzern Pfizer rechnet mit einer Einschränkung der Corona-Impfstoff-Lieferungen in Europa in den kommenden Wochen. Unklar ist noch, wie groß die Mengen an Impfstoff sind, die nun vorerst nicht zur Verfügung stehen. Grund für die Lieferprobleme sind demnach Umbauten im Pfizer-Werk im belgischen Puurs. Diese dienten nach Angaben des Unternehmens dazu, die Kapazitäten ab Mitte Februar zu erhöhen. Aus Puurs würden alle Länder der Welt, außer den USA beliefert. (dpa)

Pfizer: Einschränkungen bei Lieferungen bis Februar

18:12 Uhr Der Pharmakonzern Pfizer rechnet mit einer Einschränkung der Corona-Impfstoff-Lieferungen in Europa in den kommenden Wochen. Maßnahmen zur Erhöhung der Produktion im Werk in Puurs in Belgien würden sich »vorübergehend auf die Lieferungen von Ende Januar bis Anfang Februar auswirken«, teilte Pfizer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit. Es könne »in naher Zukunft zu Schwankungen bei Bestellungen und Versandplänen« kommen. Der Konzern betonte jedoch, dass die Änderungen in der Fabrik zu einer signifikant höheren Anzahl an Impfdosen Ende Februar und im März führen würden. »Unsere Pläne sehen eine gerechte Verteilung im Rahmen der Vereinbarungen mit den Regierungen vor und dass jedes Land seine zugewiesenen Dosen über die Laufzeit des Vertrags erhält, obwohl die geschätzten Mengen in einem bestimmten Quartal möglicherweise angepasst werden müssen.« (dpa)

Impfung
Ein Mitarbeiterin eines mobilen Impfteams in Halberstadt hält ein Tablett mit Impffläschchen der Firma Biontech/Pfizer. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa
Ein Mitarbeiterin eines mobilen Impfteams in Halberstadt hält ein Tablett mit Impffläschchen der Firma Biontech/Pfizer. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Landtag kommt erneut zur Corona-Sondersitzung zusammen

18:01 Uhr Der Landtag von Baden-Württemberg kommt nächste Woche ein weiteres Mal zu einer Sondersitzung zusammen, um nach den Beratungen von Bund und Ländern über die Corona-Maßnahmen zu debattieren. Anberaumt ist die Sitzung am Donnerstag um 10.00 Uhr, wie die Pressestelle des Landtags der dpa am Freitag bestätigte. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will die Maßnahmen in einer Regierungserklärung erläutern.

Aus Sorge wegen der kritischen Corona-Lage ziehen Bund und Länder ihre Beratungen über mögliche schärfere Beschränkungen auf nächste Woche vor. Bereits an diesem Dienstag ist dazu eine Schaltkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten geplant, wie die Bundesregierung am Freitag in Berlin bestätigte. Ursprünglich war die nächste Beratung erst für den 25. Januar vorgesehen. Auch angesichts einer neuen, wohl ansteckenderen Virus-Variante mehren sich nun aber Forderungen nach zusätzlichen Maßnahmen - ein bereits verschärfter Lockdown ist vorerst bis 31. Januar vorgesehen. (dpa)

52 neue Corona-Fälle im Kreis Reutlingen

17:35 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Freitag 7.889 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Reutlingen seit Beginn der Pandemie, das sind 52 mehr als gestern. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100 000 Einwohner im Kreis Reutlingen beträgt nach Angaben des Landesgesundheitsamts 97,5 (Vortag 122,6). Von den heutigen Fällen sind 23 als Kontaktpersonen bereits bekannt, heißt es im Bericht des Landratsamtes. Zahlreiche Fälle seien durch familiäres Geschehen bedingt. Mehrere Betriebe, Heime und Pflegedienste sind mit Einzelfällen betroffen

In den Kreiskliniken Reutlingen wurden drei Patienten in den Covid-Isobereich aufgenommen, fünf Patienten konnten entlassen werden. Ein Patient ist verstorben. Aktuell befinden sich 42 Covid-19-Erkrankte im stationären Bereich der Kreiskliniken, 32 Patienten am Standort Reutlingen (28  auf Normalstation und vier auf Intensivstation) sowie zehn Patienten am Standort Bad Urach. (pm)

30 neue Corona-Fälle im Landkreis Tübingen

17:23 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Freitag 30 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit liegt der Kreis bei 5.641 Fällen. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner ist nach Angaben des Landratsamtes bei 101,4 geblieben. Bei den neuen Fällen handelt es sich um Kontaktpersonen bekannter Fälle, aber auch  um neue Einzelfälle mit unklarer Infektionsquelle. Es sind  drei weitere Todesfälle hinzugekommen. Dabei handelt es sich um Personen zwischen Mitte 80 und Mitte 90 Jahre. Der Gesamtstand an Todesfällen steigt auf 139. (pm)

Pfizer kann Impfdosen nicht wie versprochen liefern

16:44 Uhr Der Pharmakonzern Pfizer kann nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums in den kommenden drei bis vier Wochen die bereits zugesagte Menge an Corona-Impfstoff nicht liefern. Diese Information sei der EU-Kommission und über diese den EU-Mitgliedsstaaten kurzfristig mitgeteilt worden, teilte das Ministerium am Freitag mit. Ein Sprecher fügte hinzu, dass die für Deutschland am Montag vorgesehene wöchentliche Lieferung wie geplant erfolge. Grund für die Lieferprobleme sind demnach Umbauten im Pfizer-Werk im belgischen Puurs. Diese dienten nach Angaben des Unternehmens dazu, die Kapazitäten ab Mitte Februar zu erhöhen. Aus Puurs würden alle Länder der Welt außer den USA beliefert. »Die Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern nehmen diese sehr kurzfristige wie unerwartete Mitteilung der Kommission und von Pfizer mit Bedauern zur Kenntnis«, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. Unklar ist noch, wie groß die Mengen an Impfstoff sind, die nun vorerst nicht zur Verfügung stehen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und seine Länderkollegen berieten nach Angaben des Sprechers am Nachmittag kurzfristig in einer Schaltkonferenz über die Lage. (dpa)

Hundepfleger Stephan Götz im Tierheim Tübingen
Hundepfleger Stephan Götz (links) versucht die Hunde bei Laune zu halten, während sich Vorsitzender Felix Wagner um eine der insgesamt zwanzig Katzen kümmert. Foto: Maximilian Ott
Hundepfleger Stephan Götz (links) versucht die Hunde bei Laune zu halten, während sich Vorsitzender Felix Wagner um eine der insgesamt zwanzig Katzen kümmert.
Foto: Maximilian Ott

Impfstoff von Moderna im Südwesten angekommen

16:25 Uhr Baden-Württembergs Impfzentren können von Freitag an auch die ersten Dosen des neu zugelassenen Moderna-Impfstoffes auf die Spritzen aufziehen und nutzen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Stuttgart werden zunächst 8.400 Portionen an sieben der neun Zentralen Impfzentren im Land geliefert. Die Hälfte dieser Dosen wird für die jeweils zweite Impfung in drei Wochen zurückgehalten, wie es am Donnerstag weiter hieß. Ab der zweiten Februarwoche zieht die Moderna-Menge für Baden-Württemberg stark an und erreicht nach 30.000 Dosen weitere 90.000 in der achten Kalenderwoche (22.-28. Februar). Insgesamt erhält Baden-Württemberg bis Ende Februar neben dem bereits zugesicherten Impfstoff des Mainzer Herstellers Biontech mehr als 140 000 Dosen von Moderna. Die EU-Kommission hatte den Moderna-Impfstoff am Mittwoch vergangener Woche auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. Insgesamt erhält Deutschland von den mehr als 160 Millionen EU-weit bestellten Moderna-Dosen über 50 Millionen bis September. Nach bisherigem Stand bekommt Deutschland insgesamt 140 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer und Moderna. (dpa)

Immunisierung nach Corona-Erkrankung hält mehrere Monate

15:55 Uhr Es ist eine gute Nachricht, aber eine mit vielen Unwägbarkeiten: Eine Corona-Infektion könnte neuen Studien zufolge monatelang vor einer Neuansteckung mit dem Virus schützen. Seit Ausbruch der Pandemie untersuchen Wissenschaftler immer wieder Blut einst Infizierter auf Antikörper und andere Abwehrstoffe. Je länger Corona grassiert, desto mehr können sie über den Verlauf sagen. Viele Fragen sind bislang aber allenfalls ansatzweise beantwortet. Und eines macht Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, deutlich: Der natürliche Immunschutz infolge von Infektionen schwindet mit der Zeit. (dpa)

Tiervermittlung im Tierheim Tübingen schwierig wegen Pandemie

15:21 Uhr Nach dem zum 15. Dezember eingeführten Lockdown konnte das Tierheim Tübingen wochenlang keine Tiere mehr vermitteln, weil das Gesundheitsamt Besuche untersagte. Genauer gesagt bis vor wenigen Tagen, am 7. Januar. In anderen Tierheimen der Region waren die Vermittlungsbesuche, anders als in Tübingen aber erlaubt. Warum? »Das wissen wir auch nicht so richtig. Wahrscheinlich, weil wir bewusst nachgefragt haben«, meint Felix Wagner, Vorsitzender des Tierschutzvereins Tübingen und spricht über die Probleme im Tierheim wegen der Pandemie. (dpa)

Berti Vogts: Europameisterschaft soll verschoben werden

14:52 Uhr Ex-Bundestrainer Berti Vogts hat angesichts der nach wie vor grassierenden Corona-Pandemie eine sofortige Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft gefordert. »Es macht mich fassungslos, dass man von der UEFA, die das Turnier ausrichtet, aktuell nichts hört. Deshalb appelliere ich als ehemaliger Bundestrainer nun selbst an den Verband: Verschiebt die EM. Reagiert jetzt. Sonst ist es zu spät«, schrieb der 74-Jährige in seiner Kolumne auf t-online.de. Die ursprünglich für 2020 angesetzte EM war wegen der Pandemie verschoben worden und soll nun vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 in elf europäischen Städten sowie Aserbaidschans Hauptstadt Baku ausgetragen werden. »Völliger Irrsinn«, meinte Vogts und schlägt vor, das Turnier auf den Zeitraum ab Mitte Dezember zu verschieben. Bis dahin seien hoffentlich genug Menschen geimpft, um wieder mehr Fans in die Stadien zu lassen. Die EM sollte zudem nur in einem Land stattfinden. »Am besten in einer Nation, welche die Corona-Lage dann gut unter Kontrolle hat«, meinte Vogts. »Das europaweite Turnier hingegen sollten wir in einigen Jahren nachholen. Für 2021 ist dieser Modus undenkbar.«

Sonderpädagogische Bildungszentren trotz Corona geöffnet: Lehrer aus der Region üben Kritik

14:15 Uhr  Dass ausgerechnet Hochrisiko-Kinder seit Montag wieder zur Schule gehen, obwohl alle anderen Bildungseinrichtungen noch geschlossen sind, können viele Lehrer an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) im Land nicht verstehen. Auch an der Dreifürstensteinschule und an der Karl-Georg-Haldenwang-Schule in Münsingen wird leidenschaftlich diskutiert. Lehrkräfte schildern, was sie an der Entscheidung des Kultusministeriums fragwürdig finden. Namentlich möchten sie nicht genannt werden. »Für uns gibt es da ganz viele Fragezeichen.« Denn viele Hygieneregeln – mit Kindern ohnehin schwierig umzusetzen – sind in den sonderpädagogischen Einrichtungen oft weit weg von der Praxis. »Wir sind unseren Schülern ganz nah. Viele von ihnen können keine Maske tragen, viele brauchen engen Körperkontakt.« Und etliche benötigen einen ganz besonderen Schutz, etwa, weil sie beatmet werden müssen oder schwer herzkrank sind. Auch Menschen mit Downsyndrom haben nach bisherigen Erkenntnissen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

Bund-Länder-Beratungen zu Corona schon am Dienstag

13:46 Uhr Wegen der kritischen Corona-Lage ziehen Bund und Länder ihre Beratungen über mögliche schärfere Beschränkungen auf nächste Woche vor. An diesem Dienstag um 14.00 Uhr ist dazu eine Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder geplant, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin sagte. Ursprünglich war die nächste Bund-Länder-Schalte für den 25. Januar angesetzt. Hintergrund ist eine Diskussion über zusätzliche Maßnahmen. Ein bereits verschärfter Lockdown ist vorerst bis zum 31. Januar vorgesehen. (dpa)

Dieter Hallervorden: »Bin froh, geimpft zu sein!«

13:19 Uhr Der Schauspieler Dieter Hallervorden (85) hat sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Ein Foto in den sozialen Medien zeigte ihn mit hochgekrempeltem Ärmel und Spritze. »Bin froh, geimpft zu sein!«, hieß es auf seiner Facebook-Seite. Er habe sich am Donnerstag in einem Berliner Impfzentrum das Vakzin verabreichen lassen, bestätigte das Berliner Schlosspark Theater am Freitag. Hallervorden schrieb in den 1970ern mit Sketchen in »Nonstop Nonsens« Fernsehgeschichte und spielte in Filmen wie »Sein letztes Rennen« und »Honig im Kopf« mit. (dpa)

Frank-Walter Steinmeier
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: »Es gibt Licht am Ende des Tunnels - allerdings wissen wir nicht, wie lang die Wegstrecke dahin noch ist.«. Foto: Barbara Gindl/APA/dpa
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: »Es gibt Licht am Ende des Tunnels - allerdings wissen wir nicht, wie lang die Wegstrecke dahin noch ist.«. Foto: Barbara Gindl/APA/dpa

Chef in Mössingen wirbt mit Eierlikör um Impfungen bei Mitarbeitern

12:38 Uhr Mit einer Flasche Eierlikör wollen die Alten- und Pflegeheime der Benevit-Gruppe in Mössingen um eine höhere Bereitschaft für die Corona-Impfungen bei den Mitarbeitern werben. Neben der Flasche sollen auch insgesamt 1000 Euro Bonus an eine Einrichtung oder ein Pflegedienstteam fließen, die über das Geld frei verfügen soll, kündigte der Chef Kaspar Pfister in einer Facebook-Videobotschaft an die Belegschaft an. Voraussetzung sei, dass sich mindestens 60 Prozent der Beschäftigen dort impfen lassen. 

Grund der Aktion ist laut Pfister die geringe Impfbereitschaft bei den rund 2.000 Mitarbeitern in den 26 Einrichtungen der Benevit-Gruppe. »Die ursprüngliche Quote von 30 Prozent, die eine Impfbereitschaft signalisiert haben, verändert sich nicht«, sagte Pfister. Das mache ihm Sorgen. Auf den Eierlikör sei er gekommen, weil die Bewohner nach jedem Corona-Abstrich auf Wunsch ein Gläschen davon erhielten. Da habe es einige Mitarbeiter gegeben, die das auch gerne wollten. Mit diesen Worten beendet Pfister seinen Appell: »Es kommt jetzt auf jeden Einzelnen an, damit wir dieses verdammte Virus besiegen.« (dpa)

 Privates Geldvermögen in Krise auf Rekordhoch

11:52 Uhr Die Menschen in Deutschland haben in der Corona-Krise in der Summe so viel Vermögen angehäuft wie noch nie. Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Ansprüchen gegenüber Versicherungen kletterte im dritten Quartal 2020 im Vergleich zum zweiten Vierteljahr um 108 Milliarden Euro oder 1,6 Prozent auf den Rekordwert von 6.738 Milliarden Euro, wie die Deutsche Bundesbank am Freitag in Frankfurt mitteilte. Die Menschen hielten in der Krise ihr Geld zusammen, zugleich profitierten sie von gestiegenen Aktienkursen. (dpa)

Steinmeier will gemeinsamen Appell für mehr Homeoffice mit Arbeitgebern

11:20 Uhr Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften zum häufigeren Arbeiten von zu Hause aus aufrufen. Einen gemeinsamen Appell zur stärkeren Nutzung des Homeoffices in Zeiten der Pandemie will das Staatsoberhaupt mit DGB-Chef Reiner Hoffmann und Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger an diesem Freitag vorstellen, wie das Bundespräsidialamt am Donnerstag mitteilte. Unternehmen müssten stärker in die Corona-Auflagen einbezogen werden, forderte nun auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. »Wir sollten das Homeoffice verpflichtend machen - dort, wo es geht«, sagte er den Zeitungen der »Funke Mediengruppe« (Freitag). »Im ersten Lockdown hatten wir ein Viertel der Arbeitsplätze im Homeoffice, jetzt ist es nur noch ein Siebtel«, so Lauterbach. »Wir haben eine viel stärkere Welle, aber wir machen viel weniger Homeoffice.« Die Unternehmen selbst seien gut beraten, ihren Beitrag zu leisten, um den Lockdown erfolgreich zu Ende zu bringen, meinte Lauterbach. »Andernfalls können wir irgendwann gezwungen sein, auch Betriebe zu schließen. Möglicherweise müssten wir sogar an die Industrieproduktion heran.« Das könne niemand wollen. (dpa)

Flughafen-Schnellbus Expresso in der Krise

10:54 Uhr Der Flughafenbus Expresso, der von Pfullingen und Reutlingen weiter über den Nordraum der Stadt und Pliezhausen zum Flughafen in Echterdingen fährt, ist von der Pandemie ebenfalls betroffen. Nicht nur als ein Angebot des ÖPNV, das eine Verbindung in den Großraum Stuttgart, zum S-Bahn-Netz schafft, auch als eine Linie, die Leute über die B 27 zum Flieger und von diesem wieder zurückbringt oder auch zur Messe. Das Flugzeug war, abgesehen von einer Phase im Sommer 2020, für viele Leute im vergangenen Jahr und auch weiterhin nicht das Verkehrsmittel der Wahl für Reisen, die zeitweise und zu vielen Destinationen zudem nur sehr eingeschränkt möglich waren – und sind. Ab März 2020, mit Beginn des Shutdowns, seien die Fahrgastzahlen stark zurückgegangen. Die Fahrgastzahlen, so führt Reutlingens Pressesprecherin Christine Schuster  aus, hätten sich, je nach aktueller Corona-Lage, bei rund 30 bis 50 Prozent der Vorjahrswerte eingependelt. (GEA)

Reutlinger Hochschule beschließt Präsenzpflicht für Prüfungsphase - Studenten üben Kritik

10:32 Uhr In diesem Wintersemester ist der Campus der Reutlinger Hochschule weitgehend verwaist: Die meisten Mitarbeiter arbeiten im Homeoffice, die Studenten haben – bis auf Ausnahmen wie zum Beispiel zur Durchführung von Forschungsprojekten vor Ort – Online-Vorlesungen. Zum Monatsende soll sich das vorübergehend ändern. Für die Prüfungsphase vom 28. Januar bis zum 10. Februar werden rund 1.700 Studierende in die Hochschule einbestellt. Nicht alle sind glücklich darüber. Eine Gruppe, die sich »Studenten gegen Corona« nennt, hat sich bei der Presse über die Präsenzprüfungen beklagt. Nach Ansicht der »Studenten gegen Corona«, die anonym bleiben wollen, sind Präsenzprüfungen »ein Schlag ins Gesicht im Kampf gegen Covid-19«. Ein Großteil der von ihnen befragten Kommilitonen habe Angst, sich dabei mit Covid zu infizieren oder das Virus an Eltern oder Großeltern weiterzugeben. (GEA)

Fotografin aus München porträtiert Reutlinger Gastronomen für Ausstellung

10:08 Uhr »Wirte im Lockdown« – so heißt das Ausstellungsprojekt der Münchner Fotografin Helena Heilig und der Journalistin Susanne Fiedler. Für das Projekt ist Fotografin Heilig aktuell in Reutlingen unterwegs. Seit dem ersten Lockdown im März des vergangenen Jahres haben Heilig und Fiedler Gastronomen und Gastwirte in ihren geschlossenen Lokalen porträtiert. Heilig macht die Fotos, Fiedler führt Interviews mit den Gastronomen und hält deren Geschichten in Textform fest. Über 70 Porträts sind mittlerweile schon entstanden. Nach München, Berlin und Hamburg war Fotografin Heilig gestern auch in Reutlingen zu Gast, um zwölf hiesige Gastronomen für das Projekt mit der Kamera festzuhalten. (GEA)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

CDU-Generalsekretär: Nahverkehr wird nicht eingestellt

9:49 Uhr BERLIN. Nach Aussagen von CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak gibt es keine Planungen zur Einstellung des öffentlichen Nahverkehrs. »Es gab ja Meldungen, die Politik will den öffentlichen Personennahverkehr komplett einstellen. Sowas ist natürlich nicht richtig. Das hat auch niemand vorgeschlagen«, sagte Ziemiak am Freitag den Sendern RTL und ntv. Einen Bericht der »Bild«-Zeitung, wonach im Kanzleramt über die Einstellung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs nachgedacht werde, wies Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Angaben mehrerer Teilnehmer bereits Donnerstagabend nach Online-Sitzungen der CDU-Spitzengremien zurück. Ziemiak erläuterte am Freitagmorgen erneut, dass die CDU dringenden Handlungsbedarf im Kampf gegen die Corona-Krise sieht. »Für uns ist klar, dass wir gerade angesichts des mutierten Virus in einer ganz gefährlichen Lage sind. Und die Kanzlerin war gestern so wie wir sie kennen: gnz rational. Sie hat sich ganz genau die Zahlen angeschaut und überlegt: Was kann jetzt der richtige Weg sein. Aber: Keine Panik, sondern kluges Handeln ist jetzt gefragt.« (dpa)

Bundeswehrsoldaten sollen eventuell verpflichtend gegen Corona geimpft werden

9:12 Uhr Die Bundeswehr steht vor einer Entscheidung über die Ausweitung einer Impfpflicht auf den Schutz gegen das Coronavirus. Eine Prüfung laufe, bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

Aktuell werde »eine Entscheidung vorbereitet, ob und wann die Impfung gegen Sars-CoV-2 in das Portfolio der duldungspflichtigen Impfungen für die Bundeswehr aufgenommen werden kann«. Der »Spiegel« hatte im Dezember berichtet, dass der Generalarzt der Bundeswehr empfohlen habe, die Impfung gegen das Virus in den sogenannten Basisimpfschutz für alle Soldaten aufzunehmen.

Der Impfschutz hat sich aus Sicht des Militärs insbesondere bei den Immunisierungen der Kontingente für die Auslandseinsätze bewährt. »Durch die besonderen Bedingungen des engen Zusammenlebens in den Einsätzen und auch in Gemeinschaftsunterkünften in Deutschland sind Soldatinnen und Soldaten per se einem relativ höheren Infektionsrisiko ausgesetzt als andere Bevölkerungsgruppen«, sagte der Sprecher. »Deshalb zielen Impfungen in der Bundeswehr immer gleichzeitig auf den Schutz der Gemeinschaft und des Individuums ab und die Duldungspflicht ist ein wichtiges Instrument, um die notwendigen Impfraten für eine Herdenimmunität zu erreichen.« (dpa) 

Biden will billionenschweres Corona-Konjunkturpaket für die USA

8:26 Uhr Im Kampf gegen die Corona-Pandemie und die Wirtschaftskrise in den USA will der künftige Präsident Joe Biden ein neues billionenschweres Konjunkturpaket durchsetzen. Biden stellte Pläne für ein Hilfspaket im Umfang von 1,9 Billionen Dollar (rund 1,6 Billionen Euro) vor. Vorgesehen sind darin unter anderem Direktzahlungen an Bürger in Höhe von 1400 Dollar (rund 1150 Euro) pro Kopf. Biden schlägt auch vor, Arbeitslosenhilfen auszuweiten und erneut zu verlängern. Außerdem will er die Impfungen im Land vorantreiben und mehr Corona-Tests ermöglichen. Neben den Direktzahlungen an Haushalte und mehr Unterstützung für Arbeitslose sind unter anderem weitere Hilfen für kleine Betriebe vorgesehen, ebenso wie erweiterte Krankengeldregelungen, damit Menschen nicht trotz Covid-Symptomen zur Arbeit erscheinen. Biden plädiert auch für längerfristige Änderungen wie eine Anhebung des Mindestlohnes. Milliarden will Biden in die Bekämpfung der Corona-Krise stecken - etwa in ein nationales Impfprogramm und eine massive Ausweitung von Corona-Tests. Schulen soll finanzielle Hilfe bekommen. (dpa)

Virus-Mutation macht Lockdown-Verschärfung wahrscheinlich

7:53 Uhr Angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen und großer Sorge um die aufgetauchten Coronavirus-Mutationen hat die Diskussion über zeitnahe Verschärfungen des Lockdowns gewaltig an Fahrt aufgenommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will schon kommende Woche und nicht erst wie geplant am 25. Januar mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer rechnet mit Beratungen in der kommenden Woche. »Kindergärten komplett runterfahren, Schulen abschließen, wirklich Betretungsverbote in den Pflegeheimen, wenn kein negativer Schnelltest vorliegt - solche Dinge müssen wir besprechen«, sagte der CDU-Politiker gestern Abend in der ZDF-Sendung »maybrit illner«. Merkel machte den Beratungsbedarf am Donnerstagabend in Sitzungen zur Vorbereitung des Wahlparteitags der CDU am Freitag und Samstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von mehreren Teilnehmern deutlich. Die in Großbritannien aufgetauchte Variante des Coronavirus verbreite sich viel schneller als die ursprüngliche Form, Wissenschaftler seien in großer Sorge. (dpa)

Strobl versichert: Wahl in Baden-Württemberg findet statt

7:20 Uhr Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl hat nach der Verschiebung der Thüringer Landtagswahl wegen Corona eine ähnliche Maßnahme im Südwesten ausgeschlossen. »Das ist kein Thema bei uns. Die Landtagswahl am 14. März 2021 findet statt«, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Die Demokratie sei auch in der Pandemie voll handlungs- und entscheidungsfähig. »Sicherlich wird bei unserer Landtagswahl die Briefwahl sehr viel stärker genutzt werden. Doch genau dafür haben wir ja auch die Möglichkeit zur Briefwahl«, erklärte Strobl. Er verwies darauf, dass im Südwesten 2020 dutzende Bürgermeisterwahlen stattgefunden hätten – immer unter Einhaltung des Gesundheits- und Infektionsschutzes. (dpa)

Aktuelle Corona-Zahlen der Johns Hopkins Universität

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 2.015.235 (gestern: 1.993.892) Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 45.207 (44.096) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 1.661.394 (1.640.682 ) gelten als wieder genesen. (GEA)

 

Alle Informationen, die zwischen 7. Januar und 14. Januar rund um das Coronavirus eingegangen sind, finden Sie hier