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Aktuell Fördermittel

Über 1,8 Millionen Euro für den Naturschutz

Landesregierung investiert in den Erhalt von Tier- und Pflanzenarten. Landkreis Reutlingen profitiert

Schön und wertvoll: Artenreiche Blumenwiesen.
Schön und wertvoll: Artenreiche Blumenwiesen. Foto: pr
Schön und wertvoll: Artenreiche Blumenwiesen.
Foto: pr

KREIS REUTLINGEN. »Noch nie in der Geschichte Baden-Württembergs hat eine Landesregierung so viel Geld für den Naturschutz bereitgestellt«, freut sich der Grüne Landtagsabgeordnete Thomas Poreski. Davon profitiert auch der Landkreis Reutlingen. Für ihn sind in diesem Jahr 1 864 171 Euro vorgesehen.

»Der Schutz des Klimas und der biologischen Vielfalt ist die zentrale Herausforderung dieses Jahrhunderts«, betont Poreski. Deshalb setze die grün-geführte Landesregierung die Stärkung des Naturschutzes konsequent fort. Die Naturschutzmittel im Land wurden schrittweise von 30 auf 60 Millionen Euro erhöht. »Und mit dem Sonderprogramm Biodiversität legen wir noch eine ordentliche Schippe drauf, um dem rasanten Verlust an Biodiversität entgegenzuwirken«, so Thomas Poreski.

Die Naturschutzmittel für den Landkreis Reutlingen sind dabei stetig angestiegen – im Zeitraum von 2014 bis 2017 wurden sie von 798 689 Euro auf 1 596 203 Euro verdoppelt und für 2018 sind 1 864 171 Euro eingeplant. Der Kreis Reutlingen steht damit im landesweiten Ranking an zweiter Stelle – nach dem Zollernalbkreis.

Zwei Bereiche unterstützt

Die Naturschutzmittel teilen sich in zwei Bereiche auf, den Vertragsnaturschutz und in investive Maßnahmen. Im Rahmen des Vertragsnaturschutzes fördert Stuttgart unter anderem die nachhaltige Beweidung von Ausgleichs- und Naturschutzflächen über Schäfereiverträge sowie die extensive Ackernutzung zum Schutz von Ackerwildkräutern. In diesem Bereich wurden 2017 insgesamt 972 610 Euro an den Kreis Reutlingen ausgezahlt.

Zum Besten von Fauna und Flora

Für investive Maßnahmen wurden 2017 insgesamt 623 592 Euro an den Kreis Reutlingen ausgezahlt. Mit diesen Geldern werden Projekte finanziert, die dem Schutz und Erhalt von Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensräumen dienen. Hierunter fallen etwa Projekte zur Amphibienrettung oder die Mahd von Magerrasenflächen.

Zuwendungsempfänger können je nach Maßnahme zum Beispiel Landwirt, Verbände oder Vereine sowie sonstige Personen des Privatrechts, aber auch Kommunen sein.

Das Umweltministerium spricht von deutlichen Mittelzuwächsen in den Stadt- und Landkreisen. Insgesamt stehen den Stadt- und Landkreisen in diesem Jahr 34 Millionen Euro zur Verfügung. Damit können vielfältige Projekte gefördert werden – etwa Arten- und Biotopschutz, Grunderwerb, Investitionen oder Dienstleistungen im Bereich der Natur- und Landschaftspflege.

Gute Aussichten

Gute Aussichten gibt es auch fürs kommende Jahr, wie das Umweltministerium mitteilt: »Aufgrund des im Doppelhaushalt 2018/19 etatisierten Aufwuchses des Naturschutzhaushaltes werden auch die den Stadt- und Landkreisen zur Verfügung stehenden Mittel insgesamt zunehmen«, teilt der Landtagsabgeordnete Thomas Poreski in seiner Pressenotiz abschließend mit. (eg/GEA)