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Aktuell Live-Ticker

Wie sich die Corona-Lage in Reutlingen und der Region vom 26. März bis zum 3. April entwickelt hat

Die Zahl der Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus steigt. Wer befürchtet, infiziert zu sein, soll nicht in eine Praxis gehen oder zu einer Abstrichstelle fahren, sondern beim Hausarzt anrufen. Bestehen keine Krankheitszeichen, Sie haben jedoch Sorge, sich angesteckt zu haben, können Sie die Nummer des Bürgertelefons anrufen: 071214804399. Dieses ist an Werktagen von 8 bis 18 Uhr besetzt, am Wochenende von 10 bis 14 Uhr.

Coronavirus
Ein Coronavirus unter dem Mikroskop. Foto: Center for Disease Control/epa/dpa/Archivbild
Ein Coronavirus unter dem Mikroskop. Foto: Center for Disease Control/epa/dpa/Archivbild

REUTLINGEN/TÜBINGEN. Das Coronavirus beherrscht mittlerweile den Alltag aller Menschen. Es gibt tolle Hilfsaktionen für Bedürftige, wirtschaftliche und kulturelle Auswirkungen, Pressekonferenzen, Mitteilungen und viele regionale und überregionale Artikel. Alle Informationen, die zwischen 26. März und 3. April rund um das Virus eingegangen sind, haben wir in diesem Live-Ticker zusammengefasst. Die weiteren Entwicklungen finden Sie hier.

Freitag, 3. April 2020

21 Uhr Vergangene Woche hat das schöne Wetter viele Menschen nach draußen gelockt. In sozialen Medien war von Wandergruppen an den Uracher Wasserfällen die Rede, Fotos vom Parkplatz zeigten viele Autos. Auch am Wochenende, besonders am Sonntag, soll das Wetter gut werden. Deshalb verabschieden wir uns heute statt mit einer guten Nachricht mit einem Hinweis: Es ist keine gute Idee, sich am Wochenende am Uracher Wasserfall zum Wandern zu treffen. Die Anzahl der Parkplätze wurde stark reduziert und die Einhaltung der Regelungen der Corona-Verordnung des Landes wird durch die Polizei kontrolliert, schreibt Bad Urach Tourismus auf seiner Website. (ege)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

20:49 Uhr Lange war nicht klar, ob die Bürgermeisterwahl am 26. April in Walddorfhäslach angesichts der Coronakrise stattfinden kann. Jetzt herrscht Klarheit, wie die Gemeindeverwaltung mit Hinweis auf eine Empfehlung des baden-württembergischen Innenminsteriums meldet: Es darf gewählt werden. Um den Posten des Rathauschefs bewerben sich die langjährige Bürgermeisterin Silke Höflinger und Samuel Speitelsbach. (GEA)

20:31 Uhr Bundeskanzlerin Angela Merkel meldete sich heute mit einer Video-Botschaft aus der Corona-Quarantäne zurück. »14 Tage nur am Telefon und im Netz mit der Welt verbunden zu sein ist nicht leicht«, sagte sie. Trotzdem beteuerte sie noch einmal, wie wichtig das Einhalten der Regeln ist. Die Einschränkungen seien  lebenswichtig und es sei noch viel zu früh, um sie an irgendeiner Stelle schon wieder zu lockern. »Ostern bedeutet für viele Urlaub. Normalerweise, aber nicht in diesem Jahr«, so Merkel. Auch Kurzreisen innerhalb Deutschlands an Seen, in die Berge oder zu Verwandten dürfe es nicht geben. (ege)

20:06 Uhr Kliniken im Land lassen mitunter Beschäftigte trotz Kontakt zu Infizierten weiterarbeiten, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Auch in Tübingen sind Ärzte und Mitarbeiter im Einsatz, die Kontakt zu mit dem Coronavirus Infizierten hatten. »Es gibt Mitarbeiter, die nicht verzichtbar sind und unter strengen Auflagen weiterarbeiten dürfen«, sagte der Leiter der Krankenhaushygiene Jan Liese. Sie dürften beispielsweise nur mit Mund- und Nasenschutz arbeiten und keine Risikopatienten wie ältere Menschen behandeln. Sobald Symptome auftreten, müssen die Mitarbeiter ihre Arbeit unterbrechen und sich auf Covid-19 testen lassen. Liese bezeichnete die Situation als »Dilemma«. Es gelte, Risiken abzuwägen. »Wir haben aber am Klinikum auch noch andere Patienten zu versorgen, das kommt manchmal zu kurz«, sagte er. (dpa)

19:34 Uhr Die Zahl der bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus ist in Baden-Württemberg um 1.209 auf mindestens 17.180 gestiegen, meldet das Landesgesundheitsministerium. Außerdem stieg die Zahl der Todesfälle um 40 auf 321. Gegenüber der Meldung des Tübinger Landratsamts vom Nachmittag meldet das Gesundheitsministerium mittlerweile einen weiteren Todesfall.  997 Personen sind landesweit von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. (pm)

19.15 Uhr Mit einem der weitreichendsten Eingriffe in die Spiel- und Jugendordnung hat der Deutsche Fußball-Bund den Weg für einen Saison-Abschluss in allen Amateur- und Nachwuchsligen frei gemacht. Erstmals in der Geschichte kann die Saison von der 3. Liga bis in die untersten Spielklassen bei Bedarf über den 30. Juni hinaus verlängert werden. Sofern nötig und kein Abbruch gewollt ist, könne »das Spieljahr 2020/2021 zu einem späteren Zeitpunkt beginnen oder notfalls sogar ganz oder teilweise entfallen«, zitiert die Deutsche Presse-Agentur DFB-Vizepräsident Rainer Koch in einem Artikel. (dpa)

18:40 Uhr Das Betreten von Spiel- und Freizeitanlagen ist derzeit verboten. Dies gilt auch für den Spielplatz, die Grillhütte und die Feuerstellen im städtischen Forst. Statt wie bisher mit Flatterband, sind der Spielplatz und die Grillhütte im Wald jetzt mit Bauzäunen samt Beschilderung abgesperrt. Grillstellen und Feuerstellen wurden ebenfalls mit Schildern, die auf die Sperrung hinweisen, ausgestattet. (pm)

Foto: Stadt Reutlingen
Foto: Stadt Reutlingen

18:07 Uhr Die Geschäfte und Gaststätten, die derzeit wegen der Corona-Pandemie geschlossen sind, haben nahezu keine Einnahmen mehr, müssen aber weiterhin Miete zahlen. Deshalb möchte Tübingen mit finanziellen Anreizen dazu beitragen, dass Vermieter betroffenen Mietern einen möglichst hohen Teil des Mietzinses erlassen. Vorgesehen ist deshalb ein Unterstützungsfonds der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Tübingen mbH (WIT) für Vermieter, die Mietnachlässe gewähren. Wenn der Aufsichtsrat der WIT dem Vorschlag zustimmt, gibt die WIT jedem Vermieter 70 Cent je erlassenen Euro dazu, sodass der Mietnachlass für den Mieter steigt. Die Höhe des Zuschusses ist dabei auf zehn Euro pro Quadratmeter Mietfläche und auf 2.000 Euro pro Gewerbeeinheit begrenzt. Zuschussberechtigt sollen alle Eigentümer in der Altstadt sein, die ihre Immobilien an Betriebe vermietet haben, die derzeit von Rechts wegen geschlossen sind. Das gilt beispielsweise für den Einzelhandel, Friseure oder Gaststätten, nicht aber für Lebensmittelgeschäfte. Der Aufsichtsrat der WIT muss diesem Vorgehen noch zustimmen, nötig ist ein einstimmiger Beschluss. Dieser soll noch vor den Osterfeiertagen vorliegen. (pm)

17:48 Uhr In einem Antrag an Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck, der heute eingereicht wurde, beantragt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) folgende Maßnahmen bis spätestens 16. April umzusetzen: Straßenflächen sollen zu Fahrradspuren umfunktioniert werden. Außerdem soll in Reutlingen innerorts die Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer begrenzt werden. Warum die DUH das fordert, lesen Sie hier. (pm)

17:07 Uhr Vor zwei Wochen erlebten die Mitarbeiter des Häckselplatzes in Betzingen einen regelrechten Ansturm: Weil alle anderen Abladestellen fürs Grüngut im Umkreis schon geschlossenen hatten, wurde die Anlage regelrecht überrannt. Trotz aller Aufforderungen des Personals hielten sich die wenigsten Kunden an die Abstandsregeln. »Es war eine Katastrophe«, sagt Anlagenleiter Enrico Roggow. Um die Privatanlieferer nicht auf ihrem Grüngut sitzen zu lassen, öffnet der Platz am kommenden Montag wieder – mit Security am Einlass und strikten Verhaltensregeln. (keg)

Ab kommenden Montag lässt TBR-Mitarbeiter Enrico Roggow auch Privatanlieferer wieder rein. Foto: Niethammer
Ab kommenden Montag lässt TBR-Mitarbeiter Enrico Roggow auch Privatanlieferer wieder rein.
Foto: Niethammer

16:32 Uhr An Karfreitag und Ostersonntag bleiben in Baden-Württemberg alle Geschäfte geschlossen. Das haben in Abstimmung mit dem Staatsministerium das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau und das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg heute vereinbart. Die Corona-Verordnung des Landes werde zeitnah entsprechend geändert. (pm)

16:30 Uhr Der Modekonzern Hugo Boss verschiebt wegen der Corona-Pandemie seine Hauptversammlung. (dpa)

16:15 Uhr Die Polizei darf bei konkreten Anlässen auf Daten von Gesundheitsämtern über mit dem Coronavirus infizierte Personen zugreifen. Es sei gelungen, mit Landesdatenschützer Stefan Brink eine sachgerechte Lösung zu erarbeiten, berichtete Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Freitag bei einer Sondersitzung des Innenausschusses. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

16:00 Der Landkreis Tübingen meldet 902 Corona-Infizierte. Außerdem steigt die Zahl der Todesfälle auf zehn. (pm)

15:35 Uhr Desinfektionsmittel gehört ins Krankenhaus, nicht ins Wohnzimmer. Unter diesem Motto bittet das Universitätsklinikum Tübingen dringend, gestohlenes Desinfektionsmittel und Schutzmasken zurückzugeben. (pm)

15:01 Uhr Ein Bewohner im Haus Blumenküche in Mössingen, der sich mit dem Corona-Virus infiziert hatte, wurde am Donnerstag, 26. März, ins Krankenhaus eingeliefert. Sein Zustand war anfangs noch stabil, verschlechterte sich aber zunehmend. Er musste letztlich beatmet werden. Am Donnerstagabend wurde die Einrichtung darüber informiert, dass der Bewohner verstorben ist. Außerdem liegen mittlerweile weitere Testergebnisse vor: drei Mitarbeiter sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Somit sind insgesamt sechs Mitarbeiter Corona positiv. Sie befinden sich alle in häuslicher Quarantäne. Mehr dazu lesen Sie hier. (pm)

14:43 Uhr Auch Eningen versucht Masken zu bekommen, berichtet Bürgermeister Alexander Schweizer. Vor allem mit Blick auf die Phase der Lockerung der coronabedingten Einschränkungen – die irgendwann kommen wird –  könnten die Masken eine sinnvolle Option sein. Ein erstes Vorfühlen bei Firmen in der Region, von denen bekannt geworden war, dass sie nun auch Schutzmaterial herstellen, sei erfolglos gewesen: Sie sind ausgelastet und haben keine freien  Kapazitäten. Schweizer ruft deshalb die Eninger Bürger auf: Wer die Fähigkeit und die Kreativität zum Herstellen von selbstgenähtem Mund-Nasenschutz hat, wird gebeten, sich zu melden. (hai)

14:23 Uhr Beim Thema Schutzausrüstung sagt Joachim Walter es werde immer schwieriger Masken zu bekommen, weil die Amerikaner aggressiv alles aufkaufen würden. Das gehe so weit, dass versucht werde, am Flughafen Lieferungen, die für andere bestimmt sind, umzulenken. Der Landkreis tue trotzdem sein Möglichstes, um an Masken zu kommen. Manche werden vom Land geliefert, manche von der Firma Moldex aus Walddorfhäslach. Tteilweise werden sie von Zwischenhändlern aus China bezogen. (ege)

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14:07 Uhr Es ist wichtig, dass es bald einen Test gibt, der zeigt, wer das Coronavirus schon hatte und nun immun ist, sagt Joachim Walter. Diese Menschen könnten dann ohne Schutzkleidung wieder arbeiten. So ein Test könnte auch Licht am Ende des Shutdown-Tunnels bedeuten. Eine Studie, die Spätfolgen von Corona-Patienten untersucht, gibt es im Kreis Tübingen aktuell übrigens nicht. (ege)

14 Uhr Nicht nur das öffentliche Leben ist durch die Coronakrise nahezu zum Erliegen gekommen. Auch die Arbeitswelt hat sich verändert. Doch was läuft aktuell eigentlich noch auf den Rathäusern in der Region? Wie wird die kommunale Verwaltung am Laufen gehalten? Antworten auf diese Frage hat der GEA in den Rathäusern von Eningen, Pfullingen und Lichtenstein bekommen. (hai)

13:47 Uhr In einer Pressekonferenz, die im Netz und am Telefon verfolgt werden kann, informiert das Tübinger Landratsamt über die aktuelle Corona-Lage im Kreis Tübingen. In Baden-Württemberg  gilt Tübingen als Landkreis mit besonders vielen Infektionen, besonders im Vergleich mit Reutlingen ist der Unterschied enorm. Landrat Joachim Walter sagt, dass im Kreis Tübingen auch überdurchschnittlich viel getestet wurde. 4.100 Abstriche seien bislang gemacht worden, das entspricht einem Prozent aller Abstriche in Deutschland. (ege)

13:38 Uhr Seit die Landesregierung Ausgangsbeschränkungen beschlossen hat, ist die Reutlinger Innenstadt zeitweise fast menschenleer. Zur Mittagszeit zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Vor Bäckern, Metzgern und anderen Läden, die Essen zum Mitnehmen anbieten, warten kleine Grüppchen von drei bis sechs Personen. Der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern wird meist um das Doppelte eingehalten. Mitarbeiter von der Reutlinger Polizeibehörde laufen vorbei, überprüfen, ob alles seine Ordnung hat. Vor einer Bäckerei machen sie Halt, schauen durch das Fenster. Maximal vier Personen dürfen sich in dem Laden aufhalten, zu beanstanden gab es nichts. (ege)

Mitarbeiter der Polizeibehörde kontrollieren, ob in der Reutlinger Wilhelmstraße die Regeln der Landesregierung eingehalten werden. Foto: Egenberger
Mitarbeiter der Polizeibehörde kontrollieren, ob in der Reutlinger Wilhelmstraße die Regeln der Landesregierung eingehalten werden.
Foto: Egenberger

13:22 Uhr Auch viele Handwerksbetriebe in der Region befürchten erhebliche Umsatzausfälle durch die Corona-Krise und die Maßnahmen zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung. Dies gilt nicht allein für geschlossene Friseurbetriebe, Cafés und Läden. Vor allem in den Bau- und Ausbauhandwerken rechnet jeder zweite Betrieb mit deutlichen Rückgängen. Die Kreishandwerkerschaft Reutlingen appelliert deshalb geplante Investitionen durchzuführen und nicht zurückzustellen. Ein besonderer Appell geht an die öffentlichen Auftraggeber die Zeit zu nutzen, um Sanierungsmaßnahmen in öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen, Kindergärten, etc. durchzuführen. (pm)

12:57 Uhr Die Coronakrise hat den Volleyball-Bundesligisten TV Rottenburg mit voller Wucht getroffen. Die Verantwortlichen des Vereins haben deshalb eine schmerzliche Entscheidung getroffen: Der TVR wird für die Saison 2020/21 keine Lizenz für die 1. oder 2. Liga beantragen. Allein in den vergangenen Tagen summierten sich die Sponsoren-Absagen für die kommende Saison auf einen sechsstelligen Betrag, teilten die Rottenburger mit. Ohne größere Finanzhilfen ist der Bundesliga-Spielbetrieb nicht mehr zu stemmen – eine Verschuldung kommt beim TVR prinzipiell nicht in Frage, weshalb jetzt die Reißleine gezogen werden musste. Mehr dazu lesen Sie hier. (pm)

12:42 Uhr Amateurfußballer in Baden-Württemberg müssen wohl noch eine ganze Weile ohne die schönste Nebensache der Welt auskommen. Der Württembergische Fußballverband (WFV) hat den Amateur-Spielbetrieb statt bis zum 19. April jetzt bis auf weiteres ausgesetzt. Dies sei erforderlich, weil es derzeit keine verlässlichen Prognosen gebe, wann wieder Sportveranstaltungen möglich sein könnten. Für viele Teams, stellt sich die Frage, wie und ob die Saison zu Ende gespielt wird. Aktuell werde an verschiedenen Szenarien gearbeitet, schreibt der WFV auf seiner Website. Welche das genau sind, könne man nicht beantworten. Zum jetzigen Zeitpunkt komme ein vorzeitiger Abbruch der Saison allerdings nicht infrage. »Solange es noch möglich erscheint, sämtliche Meisterschafts- und Pokalspiele auszutragen und so insbesondere auf sportlichem Wege Auf- und Absteiger zu ermitteln, sind wir rechtlich daran gehindert, Vereinen vorschnell diese Chance zu verbauen, indem wir irreversible Entscheidungen treffen«, heißt es in einem Rundschreiben an die Vereine. (ege)

12:24 Uhr Im Landkreis Reutlingen liegen aktuell 591 laborbestätigte Corona-Fälle vor, meldet das Landratsamt. Bis heute wurden 3115 Abstriche durchgeführt, 96 Personen sind mittlerweile wieder genesen. (pm)

12:13 Uhr Die gute Nachricht: Das Wetter am Wochenende soll richtig gut werden. Am Sonntag scheint die Sonne, bei frühlingshaften 18 Grad. Die schlechte Nachricht: Eigentlich sollten wir trotzdem zuhause bleiben, um andere nicht zu gefährden. »Haltet euch an die Corona-Verordnung«, schreibt die Reutlinger Polizei bei Twitter. Wer unsicher ist, was erlaubt ist und was nicht, findet hier Antworten. (ege)

11:45 Uhr Das Orchester der Württembergischen Philharmonie Reutlingen spendet 3500 Euro für ihre freischaffenden Musikerkolleginnen und -kollegen, die durch die Coronakrise ohne jegliches Einkommen sind. Die Musikerinnen und Musiker folgen damit einem Spendenaufruf der Deutschen Orchester-Stiftung, jener Institution also, die der WPR den Preis »Innovatives Orchester 2019« verliehen hat. (pm)

11:30 Uhr Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in Deutschland zeigen nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts messbar Wirkung.

10:45 Uhr Google veröffentlicht in der Coronavirus-Krise eine Auswertung anonymisierter Bewegungsdaten. Das soll den Behörden zusätzliche Anhaltspunkte zum Verständnis der Verhaltenstrends liefern. (dpa)

10:30 Uhr »Diese Situation kriegt uns nicht unter«, sagt Aymeric De la Fouchardière, Geschäftsführer für den Bereich Frische bei der Bonduelle Deutschland GmbH, im Videogespräch mit dem GEA. Die Deutschland-Tochter des französischen Nahrungsmittelkonzerns hat im Salatwerk in Reutlingen Maßnahmen getroffen. (sta)

10:00 Uhr In die Liste der Dinge, die in Corona-Zeiten schwer zu bekommen sind, reiht sich nach Klopapier nun auch etwas ein, das eigentlich immer als krisensicher galt: Gold. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

9:30 Uhr Für Menschen in Quarantäne oder mit Ausgangssperre wird der Balkon zum einzigen Stück Freiheit außerhalb der vier Wände. Und auch für viele andere ist der Balkon in der Krise ein besonderer Ort. Er hat nun viele Funktionen. (dpa)

9:00 Uhr Schüler und Arbeitnehmer zu Hause: Für Busse, U-Bahnen und Trams herrscht Flaute. Die Betreiber überlegen, wie die Rückkehr zum Normalbetrieb gelingen kann - und haben für Schüler eine Idee. (dpa)

8:30 Uhr Ansturm auf die Corona-Soforthilfe: Die IHK Reutlingen bearbeitet die Anträge im Eiltempo. 60 Mitarbeiter nur für die Plausibilitätsprüfung reserviert. (mey)

7:25 Uhr Sie sorgen für Nachschub im Supermarkt: Die rund 3400 Menschen, die im Landkreis Reutlingen in der Lebensmittelindustrie arbeiten, leisten in der Coronavirus-Pandemie einen entscheidenden Beitrag dafür, dass Essen und Trinken nicht knapp werden. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. (pm)

7:15 Uhr Auf der Suche nach Lichtblicken in Zeiten der Coronakrise fordert der Reutlinger General-Anzeiger seine Leser auf, von besonders erfreulichen Erlebnissen zu berichten oder einfach Tipps zu geben, wie man sich die Zeit mangels anderer Ablenkungen zu Hause vertreiben kann und wie man den Nachwuchs beschäftigt, so lange Kindergärten und Schulen geschlossen sind. Heute veröffentlichen wir weitere Zuschriften, die uns im Leserforum oder anderweitig erreicht haben, ganz, auszugsweise oder nacherzählt. (GEA)

7:00 Uhr Nach Einschätzung von Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) könnte die Corona-Krise an Ostern auf einen Höhepunkt zusteuern. (dpa)

Donnerstag, 2. April 2020

21 Uhr Wir verabschieden uns mit einer guten Nachricht: Für Covid-19-Patienten gibt es an der Uniklinik eine neue zahnärztliche Ambulanz. Die Uniklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde richtet sie in Kooperation mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KZV) und der Landeszahnärztekammer BW (LZK) ein. Behandelt werden  Patienten, die Corona positiv sind oder ein starker Verdacht auf eine Infektion besteht und die zahnärztliche Hilfe benötigen, heißt es in der Mitteilung der Uniklinik. Die Covid-19 Ambulanz an der Calwerstraße 7/7,  ist von Montag bis Freitag von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Eine Behandlung  erfolgt ausschließlich nach telefonischer Anmeldung unter 07071 2983984. (ukt)

20:48 Uhr Einige Kommunen in Deutschland haben bereits eine Maskenpflicht eingeführt. Droht so etwas auch in Reutlingen und Tübingen? Die Entscheidung darüber liegt bei den Oberbürgermeistern. Der Tübinger OB Boris Palmer schrieb bereits gestern auf seiner Facebookseite, dass angesichts der Knappheit von Masken erstmal alle Anstrengungen darauf konzentriert werden sollten, das Personal in Kliniken, Arztpraxen und Pflegeheimen gut auszustatten. Sollte das Angebot allerdings für alle reichen, könne sich Palmer eine Maskenpflicht als Teil eines Pakets von Exit-Maßnahmen aus dem Lockdown durchaus vorstellen.

Umfrage

Reutlingens Rathaus-Chef würde aktuell von einer Maskenpflicht absehen, sagte er auf GEA-Anfrage. "Ich maße mir nicht an, die Wirksamkeit einer einfachen Mund-Nasenmaske abschließend beurteilen zu können und halte mich deshalb an die Einschätzung des Robert-Koch-Instituts und an das, was namhafte Virologen dazu sagen: Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass diese einfache Maske die Verbreitung des Corona-Virus eindämmen kann." Allerdings schade sie sicherlich nicht, aber sie schützt weniger den Träger der Maske, sondern vielmehr sein Gegenüber", so Keck und ergänzt: "Dass wirklich wirksame Masken auf dem Markt Mangelware sind und deshalb momentan auf jeden Fall den Krankenhäusern vorbehalten bleiben sollten, versteht sich von selbst." (ege)

20:35 Uhr Reutlinger Einzelhändler dürfen ohne Kontakt Waren verkaufen. Viele Händler in geschlossenen Verkaufsstellen in Reutlingen (das betrifft zum Beispiel Buchhandlungen) hatten diesbezüglich Zweifel über die rechtliche Lage. Deshalb, hat die Stadtverwaltung über das Regierungspräsidium beim Wirtschaftsministerium nachgefragt. Die Antwort: Abholung und Lieferung nach vorheriger Bestellung sind möglich. Die Hygienebestimmungen der Coronaverordnung sind dabei zu beachten. (a)

20:26 Uhr Wegen der Corona-Krise musste die Reutlinger Tafel  ihren Betrieb einstellen. Jetzt sind Lösungen gefunden, dank denen bedürftige Menschen mit Lebensmitteln versorgt werden können, schreibt die Stadt Reutlingen auf Ihrer Facebookseite. Es gibt sowohl einen Lieferservice als auch eine vereinfachte Form der Tafelausgabe. (ege)

19:54 Uhr Die Zahl der Covid-19-Erkrankten in Baden-Württemberg ist heute auf 15.971 Personen gewachsen. Das sind 1.391 mehr Infektionen als gestern. Außerdem meldet das Sozialministerium 42 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle im Land auf insgesamt 281 an. Unter den Verstorbenen waren auch zwei weitere aus Tübingen. Damit steigt die Zahl dort auch acht. (pm)

19:23 Uhr Wie das Landratsamt mitteilt, wird es aus dem Landkreis Tübingen heute keine aktuellen Corona-Zahlen geben. Die Pressestelle verwies stattdessen auf eine Pressekonferenz, die morgen stattfindet. Dort soll es dann auch Informationen darüber geben, wie die Versorgung mit Schutzkleidung in Tübingen aussieht, wie sich die Situation im Bereich der Senioren- und Pflegeversorgung darstellt und wie Unterstützungsmöglichkeiten für Seniorinnen und Senioren aussehen könnten. (pm)

18:58 Uhr In folgender GEA-Grafik sehen Sie auf einen Blick, wie viele Corona-Fälle es in den Landkreisen Reutlingen, Tübingen und Sigmaringen gibt. Seit heute hat die Karte eine neue Funktion. Mit einem Klick auf den Pfeil können Sie zwischen den absoluten Zahlen und den Zahlen der Infizierten pro 100.000 Einwohner hin und herwechseln. (ege)

Coronavirus

Zahl der Infektionen im GEA-Verbreitungsgebiet

Gesamt:
Stand:

Anzahl Infizierte absolut

Datenquelle: Landratsämter
Karte: © GeoBasis-DE / BKG 2019

18:36 Uhr Damit der Metzinger Wochenmarkt weiter stattfinden kann, wurden  für die Markthändler und Marktbesucher entsprechende  Schutzmaßnahmen getroffen. Das teilt die Marketing und Tourismus GmbH mit, die auch für die Märkte verantwortlich ist. Auf dem Kelternplatz  wurden vor dem samstäglichen Wochenmarkt entsprechende Hinweise  angebracht, wonach Kunden und Markthändler den  Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten müssen. Zudem ist  Selbstbedienung nicht mehr erlaubt. Auf genügend Abstand zwischen den einzelnen Marktständen wird beim Aufbau ganz besonders geachtet. In diesem Zusammenhang wurden die Händler auch auf die hygienischen Maßnahmen hingewiesen: Das Benutzen von Handschuhen ist ebenso vorgeschrieben wie der Einsatz von Desinfektionsmitteln. (eg)

18 Uhr Der Job, den Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger aktuell machen, ist wichtiger denn je. Er kann Leben retten. Deshalb erfährt medizinisches Personal während der Corona-Krise auch besondere Wertschätzung. Laut einer Leserin werden die Stationen im Klinikum am Steinenberg mit »Geschenken und Essen von außerhalb überhäuft«. Außer die Radiologie, heißt es in einer E-Mail an den GEA. Das sei nicht fair, denn auch in der Radiologie würden viele Corona-Patienten untersucht werden, so die Schreiberin. In diesem Sinne: Wer will den Angestellten dieser Station etwas Gutes tun? (ege)

17:07 Uhr Im Kreis Reutlingen gibt es aktuell 557 Covid-19-Erkrankte. Außerdem sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus bereits zwölf Menschen gestorben, 56 gelten als wieder genesen. (pm)

16:45 Uhr Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat in der Coronakrise seine Einschätzung für das Tragen von Mundschutz geändert. Wenn Menschen - auch ohne Symptome - vorsorglich eine Maske tragen, könnte das das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern, hieß es auf der Internetseite der Bundesbehörde. Wissenschaftlich belegt sei das aber nicht. Zuvor hatte das RKI den Mundschutz nur Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen empfohlen. (dpa)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

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16:30 Uhr Die Corona-Krise mit Schließungen von Restaurants und Gaststätten hat das Geschäft mit Pommes frites weitgehend gestoppt. (dpa)

15:40 Uhr Der erste Hubschrauber der DRF Luftrettung hat eine Isoliertrage zum Transport von Corona-Patienten erhalten. Intensivmedizinisch betreute und beatmete Patienten könnten so schnell in ein Krankenhaus gebracht werden. (dpa)

15:25 Uhr Die SPD-Gemeinderatsfraktion steht der im Reutlinger Gemeinderat angekündigten Ausdünnung des Busfahrplans im Stadtbus sehr kritisch gegenüber. »Wie sollen die Busbenutzer den aus gesundheitlichen Gründen nötigen Abstand einhalten, wenn weniger Busse fahren und sich die Fahrgäste nicht verteilen können?«, hinterfragt der Fraktionsvorsitzende Helmut Treutlein die beabsichtigte Regelung in einer Anfrage an Oberbürgermeister Thomas Keck. Zudem solle die neu errungene Attraktivität des Stadtbusses nicht zerstört werden. »Es darf nicht gefährlich sein, Bus zu fahren. Deshalb muss auch in den Bussen die Einhaltung der Abstandsregeln möglich sein. Vielleicht braucht es in Stoßzeiten sogar mehr Busse«, überlegt Gemeinderätin Silke Bayer. Auf dieser Grundlage fordere die SPD-Fraktion schnell einen Bericht der RSV, wie sie mit der aktuellen Herausforderung umzugehen gedenkt. (eg)

14:53 Uhr Uhr Hobby-Musiker spielten für die Bewohner des Seniorenheims der Samariterstiftung in der Münsinger Innenstadt. Das 20-minütige Mini-Konzert lockte auch Passanten an, die in gebührendem Abstand lauschten. Mehr dazu lesen Sie hier.

14:26 Uhr Das Reutlinger Unternehmen Reiff Technische Produkte liefert die nächste Ladung Nervennahrung an eine medizinische Einrichtung. Gestern war das Klinikum am Steinenberg dran, heute hat die Tübinger Tropenklinik 80 XXL-Schokohasen bekommen. Die Hasen seien ursprünglich für die Kunden gedacht gewesen, schreibt die Firma auf seiner Facebookseite. Aufgrund der Pandemie konnten die Süßigkeiten jedoch nicht ausgeliefert werden. (ege)

Foto: Tropenklinik
Foto: Tropenklinik

14:17 Uhr Die Corona-Pandemie hat zu einem massiven Rückgang der Starts und Landungen auf den Flugplätzen in Baden-Württemberg geführt. Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden sind im Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni 2020 täglich von 6 bis 9 Uhr und von 20 bis 23 Uhr Starts und Landungen nur nach vorheriger Zustimmung durch den Flughafenbetreiber möglich. Rettungs- und Polizeiflugbetrieb sind hiervon ausgenommen. Am Flughafen Friedrichshafen gilt die Zustimmungs-Regelung vom 20. März bis 20. April ganztägig für alle Starts und Landungen außer für Charter- und Linienflüge. Wichtige, insbesondere unaufschiebbare Flüge der Polizei oder der Rettungsdienste sind, soweit der Flugplatz dafür vorgesehen ist, dennoch möglich. Dies gilt auch für Frachtflüge, die für die Versorgung der Bevölkerung unverzichtbar sind. (pm)

13:48 Uhr Für die schriftlichen Abschlussprüfungen fast aller IHK-Ausbildungsberufe stehen neue Termine fest. Nach jetzigem Stand werden sie in der Zeit vom 23. bis 25. Juni nachgeholt, schreibt die Industire- und Handelskammer Reutlingen auf ihrer Homepage. Die für Mai geplanten schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen müssen auf Grund der Corona-Pandemie in den Sommer 2020 verschoben werden. Rund 2.000 Azubis aus der Region Neckar-Alb müssen sich nun auf einen späteren Termin einstellen. In wenigen einzelnen Berufen, beispielsweise bei den Druck- und Medienberufe und den zweijährigen Berufen, finden die Prüfungen bereits in der Woche vom 15. bis 19. Juni statt. Alle Prüfungstermine finden Sie hier. (pm)

13:26 Uhr Dieser Corona-Aprilscherz ging in die Hose. Ein Vater wollte seine Kinder reinlegen und bearbeitete deshalb einen Screenshot der Internetseite »Der Spiegel«, so dass dort ein Artikel mit dem Titel »Bayern beschließt Kürzung der Sommerferien« auftauchte. Drei Wochen länger Schule, um den wegen der Corona-Pandemie ausgefallenen Unterricht nachzuholen, was für eine Horrornachricht für Schüler. Während seine Kinder darauf nicht hereinfielen, verbreitete sich der Fake, den der Sohn im Whatsapp-Klassenchat veröffentlichte, wie ein Lauffeuer und sorgte in ganz Bayern für Verwirrung. Er sei erstaunt, wie unfassbar schnell sich das verbreitet habe, sagte der Vater der Deutschen Presse-Agentur. Kurios: Der Mann arbeitet im Onlinemarketing, er hätte es sicherlich besser wissen müssen. (dpa/GEA)

13 Uhr Aufgrund von Verstößen gegen die Corona-Verordnung musste die Polizei am Mittwochabend, gegen 21.30 Uhr, in einer Nürtinger Gaststätte einschreiten. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung überprüften die Beamten die Wirtschaft, die nur scheinbar geschlossen hatte. Der Haupteingang war verriegelt, der Hintereingang jedoch offen. In dem Lokal wurde die Betreiberin angetroffen, die elf Gäste bewirtete, als ob es kein Ansteckungsrisiko und keine Verbote gäbe. Die Anwesenden konsumierten Speisen und Getränke und spielten miteinander Karten. Sie wurden der Gaststätte verwiesen. Die Personen im Alter von 23 bis 70 Jahren werden bei der Stadt Nürtingen zur Anzeige gebracht und müssen mit einem Bußgeld bis zu 1.000 Euro rechnen. Weil die Wirtin ihre Gaststätte verbotswidrig betrieb, wird auch gegen sie wegen des Verstoßes gegen die Corona-Verordnung ermittelt. Für diese Ordnungswidrigkeit sieht der Bußgeldkatalog aktuell Bußgelder in Höhe von mindestens 2.500 bis 5.000 Euro vor. Auf ihrer Facebookseite reagiert die Reutlinger Polizei mit Galgenhumor. (pol)

12:32 Uhr Das Reutlinger Landratsamt verzeichnet an Wochenenden weniger Anrufer bei der Hotline des Bürgertelefons. Deshalb wird die Erreichbarkeit angepasst. Künftig sind die Mitarbeiter unter der 071214804399 an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 14 Uhr erreichbar.

12:25 Uhr Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer spricht auf Facebook immer wieder von einem Ende des Shutdowns. Sei Vorschlag: Die Jungen wieder rauslassen und die Gefährdeten weiter isolieren. Das sehen jedoch viele kritisch, zeigt eine Umfrage.

12:07 Uhr Wie vielen Bühnen sind auch dem Theater Lindenhof durch die Coronakrise alle Einnahmen aus dem Kartenverkauf und dem Gastspielbetrieb weggebrochen. Seit Anfang April seien alle Mitarbeiter in Kurzarbeit. Das Tübinger Sommertheater werde zur Risikominimierung in der bisher geplanten Form abgesagt – an einer kleineren Lösung werde gearbeitet. Davon abgesehen hofft man am Lindenhof auf die Unterstützung durch die Theaterfans. Mit einem neuen Soli-Abo für 100 Euro kann man das Theater unterstützen. Sobald der Spielbetrieb wieder läuft, kann man damit fünf Vorstellungen am Lindenhof besuchen. Ähnlich funktioniert das kleinere Volkstheaterabo für 39 Euro für drei Vorstellungen. Eine andere Form der Spende ist das Soli-Ticket. Es ist ein Ticket für eine fiktive Veranstaltung. Diese findet man am 1. Juni im Spielplan auf der Webseite. Erworben werden können Tickets für 20 oder 40 Euro. (eg)

11:48 Uhr In unserer neuen Grafik sehen Sie, wie sich die Zahlen der Corona-Erkrankten in den Landkreisen Reutlingen, Tübingen und Sigmaringen entwickelt haben. Durch einen Klick auf die farbigen Schaltflächen können Sie den jeweiligen Landkreis ein- beziehungsweise ausblenden. Die Daten, die dem Diagramm zugrunde liegen, erhält der GEA von den zuständigen Landratsämtern. An Tagen, an denen die Kurven unterbrochen sind, haben wir keine neuen Fallzahlen erhalten. (ege)

Coronavirus

Entwicklung der Infektionszahlen

Gesamt:
Stand:
Datenquelle: Landratsämter

11:30 Uhr Die Profis des VfB Stuttgart spenden im Zuge der Corona-Krise 100000 Euro. Das Geld der Spieler des Fußball-Zweitligisten soll neben Bedürftigen in der Region auch Pflegekräften und Ärzten zukommen (dpa)

9:55 Uhr Das Landratsamt Reutlingen meldet eine erfolgreiche Abstimmung zwischen dem Bund und der Länderarbeitsgemeinschaft, um ein bundeseinheitliches Vorgehen bei dem Umgang mit Abfällen aus Haushalten mit positiv auf Covid-19 getesteten oder unter Quarantäne gestellten Personen zu gewährleisten. Mehr dazu lesen Sie hier. (pm)

9:30 Uhr Experten zufolge sind Menschen nach einer überstandenen Infektion mit Sars-CoV-2 wahrscheinlich zunächst immun gegen den Erreger. (dpa)

8:40 Uhr Olympia und Fußball-EM - die beiden eigentlich für Mitte des Jahres geplanten sportlichen Höhepunkte fallen wegen der Coronavirus-Pandemie flach. Das Super-Sportjahr steigt nun in 2021. Doch noch längst sind nicht alle Fragen geklärt. Ein Überblick über die Lage bei den wichtigsten Sportereignissen. (dpa)

7:45 Uhr Das katholische Studentenwohnheim Rupert-Mayer-Haus in der Stuttgarter Innenstadt macht in der Krise besondere Auflagen. Einem Bewohner, der weiterhin in seiner Gemeinschaftsdusche duschen wollte, erteilte der Hausmeister kurzerhand Duschverbot. (GEA)

7:30 Uhr Trotz Coronakrise und Lieferverzögerungen will Abellio im Neckartal im Juni wie geplant durchstarten. (pfi)

7:15 Uhr Auch im Bezirk der Agentur für Arbeit Reutlingen sind die Anzeigen von Kurzarbeit binnen kürzester Zeit massiv gestiegen. (pm)

7:05 Uhr Hilfe ist da, ob sie etwas nützt, ist die andere Frage. 2 000 Karten mehr als im Vorjahr hat das Naturtheater für die kommende Spielsaison bereits verkauft, viele davon als direkte Unterstützung für die anstehenden Baumaßnahmen gedacht und als Wertschätzung des treuen Publikums. Doch Corona macht auch den Amateurschauspielern einen Strich durch die Rechnung. (co)

7:00 Uhr Seit Anfang der Woche können die dringend benötigten Wirtschaftshilfen von Bund und Ländern fließen. Schon in kurzer Zeit erreichte eine Milliardensumme die von der Coronavirus-Krise betroffenen Unternehmen. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

Mittwoch, 1. April 2020

21:00 Uhr Zum Abschluss des Tages einen kleine Einordnung der verschiedenen Zahlen, die aktuell kursieren: Nach den Daten der amerikanischen Johns Hopkins Universität gibt es in Deutschland aktuell 76.544 Corona-Fälle und 858 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Die Zahlen der amerikanischen Uni basieren - im Gegensatz zu denen des Robert-Koch-Instituts (RKI) - nicht nur auf elektronisch übermittelten Fallzahlen einzelner Bundesländer. Die amerikanischen Forscher ziehen auch andere Quellen heran, beispielsweise Medienberichte und Berichte der WHO.  

Das RKI hat aktuell 67.366 Corona-Fälle in Deutschland registriert und 732 Todesfälle. Im Fälle-Ranking aller deutschen Landkreise liegt der Kreis Tübingen auf Platz 11, der Kreis Reutlingen auf Platz 39. Für beide Kreise sind allerdings aktuell noch mehr als 100 Fälle zu wenig in den Daten des RKI registriert. (kk)

20:21 Uhr Ostern steht praktisch vor der Türe - aber kaum jemand redet in diesem Jahr darüber, Corona scheint die Freude auf die Feiertage in jeder Hinsicht zu trüben. Die Reutlinger Firma Reiff Technische Produkte hatte schon Schokohasen für ihre Kunden bestellt, diese konten aufgrund der Pandemie aber nicht ausgeliefert werden, schreibt das Unternehmen auf seiner Facebook-Seite. Also lieferte Reiff die Hasen kurzerhand an medizinische Einrichtungen. »Unsere Kunden finden die Aktion toll und freuen sich, dass ihre Hasen jetzt den Helfern zugute kommen«, wird Außendienstgebietsleiter Andreas Harsch zitiert. (kk)

19:57 Uhr Der Lufthansa-Konzern will in der Corona-Krise zwei Drittel seiner weltweit Beschäftigten in die Kurzarbeit schicken. Ein Unternehmenssprecher bestätigte in Frankfurt, dass die Sozialleistung in verschiedenen Ländern für insgesamt 87.000 Mitarbeiter beantragt worden ist. (dpa)

19:20 Uhr Kliniken in Baden-Württemberg sollen vorerst keine weiteren Patienten aus dem Ausland aufnehmen. In einem Schreiben aus dem Sozialministerium an die Kliniken, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es: »Aufgrund der dynamischen Lageentwicklung in Baden-Württemberg bitten wir Sie, derzeit von weiteren Aufnahmen aus dem Ausland abzusehen. Die aktuelle Lageeinschätzung lässt derzeit keine weiteren Aufnahmen aus dem Ausland zu. Sollte sich die Lage bei uns wieder entspannen, werden wir erneut auf Sie zukommen.« (dpa)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

19:10 Uhr Das Sozialministerium meldet für Baden-Württemberg nun 14.580 Corona-Fälle. Das sind 1267 mehr als gestern. Der jüngste Infizierte ist 0 Jahre als, der älteste 101 Jahre. Das Durchschnittsalter der Infizierten beträgt 50 Jahre. Wie berichtet, ist der Lagestand des Sozialministeriums nicht aktuell: Der Meldeverzug zwischen Landkreis- und Landesebene beträgt manchmal mehrere Tage. (pm)

17:57 Uhr Im Landkreis Tübingen gibt es 807 bestätigte Corona-Fälle. Darüber hinaus meldet das Landratsamt zwei weitere Todesfälle - insgesamt sind im Kreis Tübingen also sechs Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Beide seien Personen betagten Alters gewesen, die an Vorerkrankungen litten. (pm)

17:17 Uhr Nach der coronabedingten Schließung der Friseursalons bauen uneinsichtige Klienten Druck auf und versuchen Vertreter der Branche zu Hausbesuchen zu bewegen. Das verstört den Reutlinger Innungsobermeister Roberto Laraia. Er appelliert an die Kundschaft: »Machen Sie sich und uns nicht strafbar!« Mehr dazu lesen Sie hier. (ekü)

Seit der Corona-Schließung läuft in Reutlingens Friseursalons nichts mehr: auch kein Wasser. Obermeister Roberto Laraia hält das staatliche Vorgehen trotzdem für richtig und warnt vor gefährlichen Gefälligkeiten. Foto: Markus Niethammer
Seit der Corona-Schließung läuft in Reutlingens Friseursalons nichts mehr: auch kein Wasser. Obermeister Roberto Laraia hält das staatliche Vorgehen trotzdem für richtig und warnt vor gefährlichen Gefälligkeiten.
Foto: Markus Niethammer

16:40 Uhr Das Landratsamt Reutlingen meldet 472 laborbestätigte Fälle im Landkreis Reutlingen. (pm)

16:30 Uhr Künstliche Intelligenz auch aus Tübingen soll beim Kampf gegen Corona helfen. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

16:10 Uhr Die Tischtennis-Saison ist in ganz Deutschland in allen Spielklassen und Wettbewerben mit sofortiger Wirkung beendet. Das haben der Deutsche Tischtennis-Bund und seine 18 Landesverbände in einer Telefonkonferenz am Dienstagabend beschlossen. (der)

15:50 Uhr Baskteball-Zweitligist Tigers Tübingen befindet seit heute in Kurzarbeit. Die ProBasket Tübingen AG macht wie viele Sportvereine von der staatlichen Unterstützung über die Bundesagentur für Arbeit Gebrauch. »Die Lage ist sehr ernst. Wir hoffen, dass wir diese schwierige Situation gemeinsam überstehen können. Zur Kurzarbeit gab es für uns als Dienstleister leider überhaupt keine Alternative«, betont Robert Wintermantel, Geschäftsführender Vorstand, in einer Vereinsmitteilung. Von der Maßnahme sind die festen Mitarbeiter der Geschäftsstelle sowie das Profi-Team der Tigers Tübingen betroffen. (der)

15:34 Uhr Bund und Länder wollen die bestehenden scharfen Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise mindestens bis zum Ende der Osterferien verlängern. Die Bürger »bleiben angehalten, auch während der Osterfeiertage Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum zu reduzieren«, heißt es in einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschlussvorlage für die Telefonkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer. (dpa)

15:11 Uhr Der Sportartikelhersteller Adidas zahlt nach harscher öffentlicher Kritik nun doch seine Mieten und entschuldigt sich für sein Vorpreschen. »Die Entscheidung, von Vermieter(innen) unserer Läden die Stundung der Miete für April zu verlangen, wurde von vielen von Ihnen als unsolidarisch empfunden«, heißt es in einem offenen Brief, den Adidas am Mittwoch veröffentlichte. »Ihre Meinung ist uns wichtig, und Ihre Meinung ist eindeutig: Sie sind von adidas enttäuscht.« (dpa)

14:55 Uhr Die Stadt ist nun auch mit Sportvereinen und kulturellen Einrichtungen im Gespräch und will diese unterstützen, teilt die Verwaltung mit. Denn viele sind wegen der Corona-Krise in eine finanzielle Schieflage geraten. (pm) 

14:10 Uhr Die erste Kommunen in Deutschland verordnen bereits eine Maskenpflicht. In Reutlingen gibt es so etwas noch nicht, trotzdem sind immer mehr Peronen mit Mundschutz zu sehen. Darunter auch der prominente Reutlinger Schriftsteller Hermann Kurz. Nicht der echte natürlich, der ist schon seit fast 150 Jahren tot. Doch sein Denkmal in Planie trägt jetzt ebenfalls so eine Maske. Steht ihm ganz gut. (ege)

Foto: Egenberger
Foto: Egenberger

13:44 Uhr Die AfD-Gemeinderats-Fraktion in Reutlingen fordert in einem presseöffentlichen Aufruf »die Beendigung des ökonomischen und politischen Shutdowns« schon ab Samstag, 4. April. »Mutig, mutig: eine konkrete Zeitansage für die Beendigung des Shutdowns zu machen, kurz bevor in Deutschland die befürchtete Welle von schweren Erkrankungen anrollt«, schreibt Lokalredakteurin Andrea Glitz in ihrem Kommentar. (igl)

13:15 Uhr Verwaiste Hörsäle und schwere Zeiten auch für die rund 27 000 Studierenden an der Uni Tübingen. Wie lange der Notbetrieb noch läuft, kann bislang keiner sagen. Die Uni-Bibliothek bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Die Ausleihe funktioniere »im Not-Modus«, nämlich per Post. Auch in vielen Labors herrscht gähnende Leere. Praktika sind nicht möglich, weil der Mindestabstand im annähernd regulären Betrieb nicht eingehalten werden könnte. Doch viele Verwaltungsmitarbeiter sind hinter den Kulissen weiter im Dienst. Mehr dazu lesen Sie hier. (jk)

12:24 Uhr Fast überall bringt die Corona-Krise Menschen und Betriebe zusammen, in Konstellationen, über die unter normalen Bedingungen wahrscheinlich keiner nachgedacht hätte. So auch in Engstingen: Hier hat die Krise die Buchhandlung Libresso und die Bäckerei Marquardt zusammengebracht. Bücher können online oder telefonisch bestellt und später in der Bäckerei abgeholt werden. In Trochtelfingen dagegen gibt's aktuell keine Pläne zu solchen Zusammenarbeiten. Mehr dazu lesen Sie hier

11:15 Uhr Der SK Bebenhausen trotzt der Coronakrise mit einem Quarantäne-Blitzturnier für Schachspieler. Am Freitag von 20 bis 22 Uhr steigt der Online-Wettbewerb auf der Internet-Plattform Lichess (Direktlink https://lichess.org/tournament/Nrif6TVu ). Die Teilnahme ist kostenlos, lediglich eine Registrierung ist notwendig. (der)

11:00 Uhr  Die Stadt Reutlingen kommt der lokalen Wirtschaft entgegen: Ab sofort können ortsansässige Unternehmen und Gewerbetreibende die Stundung ihrer Gewerbe- und Vergnügungssteuerzahlungen beantragen. (pm)

10:30 Uhr Der Alltag atmet jähe Nostalgie: Seitdem wegen der Coronakrise Spiel- und Sportplätze für den Publikumsverkehr gesperrt sind, erobert Reutlingens Jugend den Straßenraum zurück. (ekü)

9:30 Uhr Genäht ist ein Mund- und Nasenschutz in wenigen Minuten. Ein Stück Stoff, ein Draht für die Nase, Bänder oder Gummis zum Befestigen – mehr braucht es nicht. Der Stoff wird in Falten gelegt, der Draht eingenäht, dann kommen die Bänder dran, fertig. Seit gestern werden bei Naturana in Gomaringen solche Masken produziert. (GEA)

9:15 Uhr Innerhalb weniger Tage muss die diakonische Einrichtung Mariaberg e.V. einen drastischen Anstieg der mit Covid19 infizierten Personen im Bereich ihrer Einrichtungen verzeichnen. (pm)

8:30 Uhr Noch lässt sich nicht ablesen, welche Auswirkungen Corona auf den Reutlinger Arbeitsmarkt haben wird. Mehr lesen Sie hier. (pm)

7:45 Uhr Mit Antonio Vivaldis Oratorium »Juditha triumphans« wollte Sängerin Rachael Wilson eigentlich das Stuttgarter Opernpublikum begeistern. Doch nun könnten ihre einstudierten Arien womöglich nur per Mausklick und im Internet zu hören sein. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

7:20 Uhr Sie machen die Krise erträglicher: Bereits mehr als 1000 Menschen haben sich als freiwillige Helfer bei der Reutlinger Einkaufshilfe gemeldet. In der vergangenen Woche hätten sich alleine über das neue Onlineformular 300 Menschen eingetragen, berichtet Anke Bächtiger von der Stabsstelle Bürgerengagement. (ele)

7:15 Uhr Das Coronavirus und die damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen wirken sich auf die öffentliche Sicherheit aus. Die Kriminalität im Südwesten dürfte aus Sicht von Experten in vielen Bereichen durch die strengen Ausgangsbeschränkungen deutlich sinken. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

7:00 Uhr Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zusammen mit vier weiteren Staatsoberhäuptern zur Bildung einer "globalen Allianz" gegen die Corona-Pandemie aufgerufen. (dpa)

Dienstag, 31. März 2020

21:00 Uhr Zum Abschluss des Tages die fünfte Folge unserer Video-Reihe »Helden der Krise«: Danka Schröck ist Burfahrerin bei der RSV - im Video erzählt sie davon, wie sich ihre Arbeit durch die Corona-Krise verändert hat. (mai)

20:45 Uhr Am Wochenende wird in Gomaringen also gewählt: Das Innenministerium hatte den Rechtsaufsichtsbehörden bei den Landkreisen heute Hinweise gegeben, welche Kriterien für die Durchführung oder Absage einer Wahl abzuwägen sind. Im Fall der für Sonntag, 5. April, vorgesehene Bürgermeisterwahl sieht die im Landratsamt Tübingen verortete Rechtsaufsicht eine Absage der Wahl nicht als geboten an. (pm)

20:13 Uhr Seit dem Inkrafttreten der Corona-Verordnung haben die Arbeitsagenturen in Baden-Württemberg mehr als 50.000 Arbeitgeber zu den Möglichkeiten von Kurzarbeit beraten. Es liegen aktuell 70.297 Anzeigen auf Kurzarbeit vor. Ein Drittel der Anzeigen kommt aus dem Gastgewerbe und dem Handel, heißt es in einer Pressemitteilung der Regionaldirektion Baden-Württemberg. Mit einem Anteil von 90 Prozent sind es vor allem klein- und mittelständische Betriebe mit weniger als 100 Beschäftigten, die Kurzarbeit angezeigt haben. (pm)

19:30 Uhr Die Zahl der Infizierten im Land steigt weiter an: Das Sozialministerium meldete vor einigen Minuten 13.313 Corona-Fälle in Baden-Württemberg. Das sind 1056 mehr als noch am Vortag. Außerdem sind 196 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Wie schon mehrfach berichtet, sind die vom Ministerium gemeldeten Zahlen nicht aktuell aufgrund des Meldeverzugs von Landkreis- auf Landesebene. Für den Kreis Reutlingen beispielsweise listet das Ministerium noch 260 Fälle auf - es sind aber schon 433. (pm/kk)

18:37 Uhr Der Landkreis Tübingen meldet neue Fallzahlen: Aktuell sind 760 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind 58 mehr als gestern. (pm)

18:30 Uhr Quarantäne? Zu Hause bleiben? Alle Läden haben geschlossen? Der Tag kann in diesen Zeiten ganz schön lang werden. Was kann man also noch tun? Musikhören zum Beispiel, am besten ganz laut. GEA-Volontärin Mareike Inhoff hat zehn Songs rausgesucht, mit denen man den Corona-Koller gut bekämpfen kann. (mai)

18:05 Uhr Die Großstadt Jena und der Landkreis Nordhausen in Thüringen setzen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie auf eine Maskenpflicht - bundesweit ist eine solche Maßnahme derzeit aber nicht geplant

17:40 Uhr Adidas betreibt einen Store in der Outletcity Metzingen. Wegen der Coronakrise ist der Laden nun noch bis Sonntag, 19. April, geschlossen. Das gilt auch für alle anderen Geschäfte in der Outletcity. In der vergangenen Woche sorgte Kasper Rørsted, der Chef des Sportartikelherstellers, für Empörung. Er hatte angekündigt, wegen der Coronakrise Mietzahlungen zu stoppen. Wir haben Wolfgang Bauer, den Chef des Outletcity-Betreibers Holy AG, gefragt, ob das auch für Metzingen gilt - er wollte es nicht kommentieren. (mak)

16:35 Uhr Das Landratsamt Reutlingen meldet: Es liegen 433 laborbestätigte Fälle und 6 Todesfälle im Landkreis Reutlingen vor. (pm)

16.30 Uhr Rund 170 Anrufe hat die Stadtverwaltung Tübingen in den ersten sechs Tagen am Corona-Hilfe-Telefon entgegengenommen. (pm)

Ulrike Stöhrer, Stadtteilsozialarbeiterin für die Weststadt, beantwortet Fragen am Corona-Hilfe-Telefon. Foto: Universitätsstadt Tübingen
Ulrike Stöhrer, Stadtteilsozialarbeiterin für die Weststadt, beantwortet Fragen am Corona-Hilfe-Telefon.
Foto: Universitätsstadt Tübingen

16:25 Uhr Verstöße gegen die Corona-Verordnung des Landes können teuer werden, warnt die Stadt Tübingen - und gibt einige abschreckende Beispiele. (pm)

16:00 Uhr Der Reutlinger Wochenmarkt ist auch in Zeiten der Corona-Krise ein wichtiger Standort der Lebensmittelversorgung. Allerdings sind die Einhaltung von Hygienevorschriften und das Abstandhalten auch auf dem Markt ein Muss. Damit dies bestmöglich funktioniert, hat die Stadtverwaltung mehrere Maßnahmen beschlossen. (pm)

15:45 Uhr Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, sind Reutlingerinnen und Reutlinger aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Dies kann auf Dauer zu Konflikt- und Ausnahmesituationen führen. Hilfe gibt's auch am Telefon. (pm)

15:30 Uhr Kliniken in ganz Deutschland melden dieser Tage einen Mangel an Schutzausrüstung. Wie ist die Lage in den Häusern vor Ort? »Wir haben momentan noch ausreichend Material«, sagt Eckhard Zieker, Pressesprecher der Reutlinger Kreiskliniken. In dieser Woche erwarte man noch zwei große Lieferungen von FFP1- und FFP2-Schutzmasken, »außerdem haben wir auch noch Masken in unserem Pandemielager«, so Zieker. Die Wirtschaftsabteilung der Kreiskliniken sei täglich am Organisieren, wann und woher man die nächste Lieferung bekomme. »Außerdem muss man immer mehr von seriösen und unseriösen Angeboten unterscheiden«, so Zieker.

Auch in der Unikllinik Tübingen herrscht momentan kein Notstand an Material: »Wir verfügen über genügend Schutzanzüge, auch beim Mund-Nasen-Schutz haben wir Nachschub erhalten: 86.000 Stück, die wir mit dem DRK und dem Paul-Lechler-Krankenhaus teilen werden«, schreibt Pressesprecherin Anica Heipl. In Tübingen wird nur Mund-Nasen-Schutz mit FFP1-Klassifizierung verwendet. Die FFP1-Masken, die also fürs Klinikum übrig bleiben, reichen für einen Monat, FFP2- und FFP3-Masken werden gegenwärtig knapper, so Heipl weiter. Der Vorstand des Uniklinikums stehe mit diversen Akteuren in Kontakt, unter anderem mit der Bundes- und Landesregierung. Außerdem seien zwei Personen Vollzeit nur mit der Warenbeschaffung beschäftigt. (kk)

Halten sich an die Zweiergruppen-Regel: Frühlingswanderer bei Belsen. Foto: Jürgen Meyer
Halten sich an die Zweiergruppen-Regel: Frühlingswanderer bei Belsen.
Foto: Jürgen Meyer

14:30 Uhr Sie machen die Krise erträglicher: Bereits mehr als 1000 Menschen haben sich als freiwillige Helfer bei der Reutlinger Einkaufshilfe gemeldet. In der vergangenen Woche hätten sich alleine über das neue Onlineformular 300 Menschen eingetragen, berichtet Anke Bächtiger von der Stabsstelle Bürgerengagement, die die Einkaufshilfe zusammen mit Kollegen koordiniert. Viele Reutlinger möchten andere Bürger, die zu einer Risikogruppe gehören, tatkräftig unterstützen. »Die Bereitschaft zu helfen, ist ganz groß. Wir kriegen tolle Rückmeldungen von beiden Seiten«, erzählt sie. Die Nachfrage von Hilfsbedürftigen ziehe allmählich an, nachdem die Anfragen in den ersten Tagen nur zögerlich eingegangen seien. (ele)

13:40 Uhr Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) würde eine freiwillige App zur Nachverfolgung der Ausbreitung des Coronavirus befürworten. Das sagte er heute Mittag in Stuttgart. (dpa)

13:30 Uhr Wer in diesen Tagen noch mit Bus und Bahn pendelt, der fährt oft ziemlich alleine. In Reutlingen wie auch in Tübingen sind die Fahrgastzahlen in den Bussen drastisch zurückgegangen: Der Fahrgastrückgang bei der Reutlinger Stadtverkehrsgesellschaft (RSV) beträgt 69 Prozent im Vergleich zu den Zahlen vor der Corona-Krise, sagt Marketingsleiter Bernd Kugel. Für den TüBus werden aktuell keine konkreten Zahlen zum Rückgang rausgegeben, sagt Stadtwerke-Pressesprecher Ulrich Schermaul auf GEA-Anfrage. In manchen Linien sei die Fahrgastzahl pro Bus aber nur noch einstellig. In Bussen wie auch im Zug sieht man dieser Tage immer mehr Menschen, die einen Mundschutz tragen oder mit einem Schal Mund und Nase abdecken. Fast alle versuchen spürbar, die Abstandsregeln einzuhalten. (kk)

Nicht nur Absperrband, sondern auch eine Folie schützt nun neuerdings die Tübinger Busfahrer. Gesehen in der Linie 5. Foto: Kammerer
Nicht nur Absperrband, sondern auch eine Folie schützt nun neuerdings die Tübinger Busfahrer. Gesehen in der Linie 5.
Foto: Kammerer

12:48 Uhr Im Livestream aus Stuttgart berichtet Gesundheitsminister Manne Lucha gerade vom »Kampf um die Testkits«: In Baden-Württemberg teste man aktuell 5000 Menschen pro Tag auf das neuartige Coronavirus, im März habe man insgesamt 150.000-200.000 Menschen getestet. »Wir testen jetzt schon mehr als Südkorea«, zitiert Lucha das Landesgesundheitsamt. (kk)

12:30 Uhr Das Zentrum für Psychische Gesundheit am Universitätsklinikum Tübingen berät ab morgen mit einem niederschwelligen Angebot zu Ängsten und weiteren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, die mit dem Coronavirus und der aktuellen Situation in Verbindung stehen. Die Gespräche sind auf eine Dauer von 20 Minuten beschränkt. Unter der Nummer 07071 2962500 ist die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie erreichbar (Mo. bis Fr. von 10 bis 12 Uhr, Di., Mi. und Do. von 14 bis 16 Uhr). Unter der Nummer 0174 3238512 ist die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie erreichbar (Mo., Di. und Do. zwischen 12 und 14 Uhr). (pm)

12:00 Uhr Die thüringische Stadt Jena plant in der Coranavirus-Pandemie eine Maskenpflicht. »In einer Woche soll das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in Jenaer Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr verpflichtend werden«, teilte die Stadt mit. (dpa)

11:48 Uhr Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Innenminister Thomas Strobl und Gesundheitsminister Manne Lucha berichten von der Kabinettssitzung und über die aktuelle Corona-Lage in Baden-Württemberg hier im Livestream:

11:25 Uhr  Ein Mitglied der evangelischen Kirche in Württemberg will nicht hinnehmen, dass wegen der Coronavirus-Pandemie Veranstaltungen in Kirchen untersagt wurden, und zieht deswegen vor Gericht. (dpa) 

11:15 Uhr Wohnungslose trifft die Coronakrise besonders schwer. Auch in Stuttgart gibt es deshalb nun Gabenzäune. Mehr lesen Sie hier

10:40 Uhr Das Beste draus machen – ein Vorsatz, der in Zeiten der Coronakrise für alle Gesunden gilt, die privaten wie beruflichen Einschränkungen unterliegen. Deshalb hat der GEA seine Leserinnen und Leser ermuntert, über Lichtblicke zu schreiben

10:30 Uhr Rund um den Globus ist nichts mehr so, wie es vor der Corona-Krise war. Leere Straßen, geschlossene Geschäfte, Homeoffice. Politiker sind jetzt besonders gefordert - und gleichzeitig Betroffene. (dpa)

9:01 Uhr Trotz drastischer Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft dürfte die Zahl der Arbeitslosen im Südwesten im März noch einmal gesunken sein. Experten gehen davon aus, dass die offizielle Statistik für diesen Monat weniger Menschen ohne Job ausweist als im Februar. Die Statistik erfasst wegen der Stichtagsregelungen allerdings nicht den kompletten Monat. Die jüngsten Auswirkungen der flächendeckenden Schließung von Geschäften und der Produktionsstopps in der Industrie dürften darin also noch nicht auftauchen. (dpa)

8:31 Uhr Die grün-schwarze Landesregierung informiert heute um 12 Uhr über die aktuelle Coronalage in Baden-Württemberg. Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Sozialminister Manne Lucha (beide Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU) geben zunächst öffentliche Statements und beantworten dann Fragen von Journalisten. Die Pressekonferenz wird über einen Livestream übertragen, der hier im Ticker zu finden sein wird. (pm)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

8:24 Uhr Spazieren, Walken, Joggen und Bewegung an der frischen Luft ist laut aktuell gültiger Corona-Verordnung der Landesregierung vom 17. März ist Bewegung auch weiterhin erlaubt. Vorausgesetzt, die bestehenden Regelungen werden eingehalten. Für die städtischen Grünanlagen Stadtgarten, Bürgerpark. Pomologie, Volkspark und Freizeitgelände Markwasen gelten diese Regeln ebenfalls, stellt die Stadt Reutlingen auf Ihrer Website klar. Anders verhält es sich mit den dort befindlichen Spiel- und Sportplätzen: Hier ist das Betreten generell verboten. Die Tennis- und Fußballplätze im Markwasen sind gesperrt, die Finnenbahn darf aber benutzt werden. Nicht benutzt werden darf dagegen die Rennwiese im Volkspark. Der Bürgerpark als Park ist offen, besondere Spielgeräte und Sportanlagen - Trampolinanlage, Calisthenics-Anlage oder Skateanlage - sind gesperrt. (sv)

7:45 Uhr Alles ruft nach Masken. Die qualitativen Unterschiede sind enorm. Mundschutz tragen oder nicht - fragt Jürgen Rahmig in seinem Kommentar. (jr) 

7:10 Uhr Mittels sozialer Medien halten viele gerade Kontakt zu ihren Liebsten. Doch es boomt in diesen Zeiten auch der Online-Pranger. Mehr lesen Sie hier. (geu)

7:00 Uhr: Wer Blumen kauft, behält sie oft nicht selbst. Da das soziale Leben aber fast zum Erliegen gekommen ist, kämpft auch der Blumenhandel. Wohin mit all den Frühlingsblühern? Die Antwort ist ernüchternd. (dpa)

6:45 Uhr Kreditinstitute in Deutschland rüsten sich für Anfragen von in Not geratenen Privatkunden. Die Geldhäuser sollen Verbrauchern, die wegen der Corona-Krise in Schwierigkeiten sind, vom 1. April an die Zahlung von Zins oder Tilgung von Verbraucherkrediten für drei Monate stunden. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

Montag, 30. März 2020

21:00 Uhr Zum Abschluss des Tages gibt es noch eine Nachricht der Stadtverwaltung Bad Urach zu den Besucherströmen beim Wasserfall am vergangenen Samstag (wir berichteten): Um einen solchen Ansturm von Menschen in Zukunft zu verhindern, wenn sich doch alle eigentlich sozial distanzieren sollten, werden voraussichtlich ab Freitag rund die Hälfte der Parkplätze im Maisental gesperrt. Neben Hinweistafeln werden zudem städtische Mitarbeiter die Besucher auffordern, die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Unterstützung erhält die Stadtverwaltung von der Polizei, die Kontrollen auf den Wanderwegen durchführt und nötigenfalls größere Wandergruppen oder Menschenansammlungen auflösen und zur Anzeige bringen wird. Bürgermeister Elmar Rebmann will den Wasserfall nicht ganz sperren, heißt es - das sei lediglich die allerletzte Option, wenn alle Appelle keine Wirkung zeigen. (pm/kk)

Am Samstag sollen – ähnlich wie auf diesem Archivfoto – viele Wandergruppen zum Wasserfall unterwegs gewesen sein: trotz Corona-Verordnung. Foto: Reisner
Am Samstag sollen – ähnlich wie auf diesem Archivfoto – viele Wandergruppen zum Wasserfall unterwegs gewesen sein: trotz Corona-Verordnung.
Foto: Reisner

20:52 Uhr Die Industrie- und Handelskammer Reutlingen wird von Anträgen auf Corona-Soforthilfen überrannt. Bis heute Abend lagen fast 7.000 Anträge von kleinen Unternehmen und Selbstständigen vor, sagte ein Sprecher der Kammer. Um diese Flut zu bewältigen, habe die IHK umstrukturiert. 60 Kollegen prüften nun die Anträge, zehn seien im Kunden-Informationscenter im Einsatz, um die vielen Fragen telefonisch beantworten zu können. Sogar am Samstag sei die IHK deshalb den ganzen Tag im Einsatz gewesen. (GEA)

20:32 Uhr In Italien tut sich ein kleiner Hoffnungsschimmer auf. Die Zahl der Infizierten und der Toten steigt zwar immer noch. Aber der Anstieg ist nicht mehr so steil. Und es wird auch über ein »Danach« gesprochen. Nachrichten auch von einem nördlichen Nachbarn Deutschland: Wenn sich die positive Entwicklung fortsetze und die Dänen in den nächsten beiden Wochen weiter so vernünftig gegen die Ausbreitung des Virus vorgingen wie bisher, werde die Regierung das Land nach Ostern kontrolliert und Schritt für Schritt wieder öffnen, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Montag auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen. (dpa)

20:17 Uhr Auch das Ract-Festival in Tübingen fällt der Corona-Krise zum Opfer: Das verkünden die Veranstalter auf ihrer Homepage und auf ihrer Facebook-Seite. Man sei traurig, da schon viel Energie und Herzblut in die Organisation gesteckt worden seien, heißt es - »allerdings verschließen wir auch nicht die Augen vor den Gefahren und unsere Sorge gilt auch eurer Gesundheit«. Einen Nachholtermin 2020 gibt es nicht. (kk)

20:00 Uhr Festival-Feeling trotz Corona: Um dem derzeitigen Stillstand des Kulturalltags entgegenzuwirken haben »Represent – Your Hometown Music«, Elektrokowski und das Popbüro Neckar-Alb die Plattform konzertstream.org ins Leben gerufen. Ab heute werden Künstler aus der Region wollen eine Woche lang jeden Abend um 20 Uhr ein Konzert streamen. Los geht’s mit Acoustic-Rock  aus Reutlingen von Hit the Five. (der)

19:23 Uhr In Baden-Württemberg gibt es mindestens 12.257 Corona-Fälle. Das ist die neuste Zahl, die das Sozialministerium herausgegeben hat. 163 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 sind bekannt für den Südwesten. Für den Kreis Reutlingen sind im Sozialministerium 260 Fälle bekannt - das Landratsamt weiß aber schon von mindestens 374 Fällen. Für den Kreis Tübingen sind 636 Fälle bekannt - das Landratsamt dort weiß aber schon von mindestens 702 Fällen. Die Unterschiede in den Lagemeldungen entstehen durch einen gewissen Meldeverzug von Landkreis- auf Landesebene. (pm/kk)

18:35 Uhr Nun gibt es auch neue Zahlen aus dem Kreis Tübingen: 702 bestätigte Corona-Fälle meldet Landratsamt. (pm)

18:15 Uhr Im Landkreis Sigmaringen gibt es aktuell 318 bestätigte Corona-Fälle, meldet das Landratsamt. (pm)

17:38 Uhr Gute Nachricht in Krisenzeiten. Der regionale Export läuft derzeit stabil. Das zeigt die aktuelle Einschätzung der IHK Reutlingen, heißt es in einer Pressemeldung. Vor allem die Exporte in Länder außerhalb der Europäischen Union laufen auf hohem Niveau. Die Zahl der für diese Ausfuhren nötigen Papiere, sogenannte Ursprungszeugnisse, liegt kurz vor Ende des März mit 2.100 über dem Niveau eines durchschnittlichen Monats aus 2019 (1.800), so die IHK. »Im Gegensatz zu Geschäftsreisen unterliegt der Warenverkehr derzeit ja fast keinen Beschränkungen, wenn man von einigen medizinischen Produkten absieht«, sagt Martin Fahling, Bereichsleiter International bei der IHK Reutlingen. Vor allem die Nachfrage aus China, nach dem offiziell vorläufigen Ende der Corona-Pandemie dort, wird voraussichtlich wieder ansteigen. Schwächer entwickelt sich aktuell das USA-Geschäft, weil dort das Coronavirus gerade auf dem Vormarsch ist. (pm)

16:36 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet sich nochmal mit einem Update: Aktuell gibt es 374 Corona-Infizierte im Kreis. 18 Personen gelten als wieder genesen, sechs sind im Zusammenhang mit Corona verstorben. (pm)

16:05 Uhr Die Eninger Weide wird ab dem morgigen Dienstag gesperrt, das teilt Eningens Bürgermeister Alexander Schweizer mit. Am Wochenende hätten sich sehr viele Leute dort aufgehalten. Ob dabei das Versammlungsverbot eingehalten werde, könne kaum kontrolliert werden. Die Zufahrt zu dem Naherholungsgebiet - zu dem auch Grillstellen und ein Spielplatz gehören - wird deshalb heute im Laufe des Tages und bis auf Weiteres gesperrt. Konkret ist der Aufenthalt auf der Eninger Weide nun verboten, spazieren oder wandern gehen ist dagegen weiterhin möglich. Deshalb bleiben die Parkplätze am Schafhaus, am Forsthaus und am Würtinger Sträßle geöffnet. (hai)

15:50 Uhr Die Musikschule Metzingen hat schnell angefangen, Schüler und Lehrer über Skype zusammen zu bringen. Das Fazit von Musikschulleiter Bruno Seitz bislang: »Es funktioniert klasse, das ist eine tolle Überbrückung. Aber wir merken, dass es den Einzelunterricht auf die Dauer nicht ersetzt.« Die ganze Geschichte lesen Sie hier. (and)

15:00 Uhr Die österreichische Regierung hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie die Maßnahmen verschärft und unter anderem eine Mundschutz-Pflicht für Einkäufe angekündigt. (dpa)

14:17 Uhr Die auf 2021 verlegten Olympischen Spiele in Tokio sollen am 23. Juli eröffnet werden und am 8. August enden. Diesen neuen Termin fast genau ein Jahr nach der eigentlich geplanten Eröffnungsfeier gab das Internationale Olympische Komitee am Montag bekannt. (dpa)

13:45 Uhr Sie machten sich die Angst vor dem Coronavirus zunutze: Betrüger haben eine 79-Jährige dazu gebracht, ihre EC-Karten sowie die Zugangsdaten zu ihren Kontos vor die Tür zu legen. Die ganze Geschichte lesen Sie hier. (dpa) 

13:30 Uhr Wie bereits berichtet, hat Hugo Boss am Wochenende auf Instagram und Facebook bekannt gegeben, dass das Unternehmen die Produktion am Firmensitz in Metzingen vorübergehend auf die Herstellung von Gesichtsmasken umstellen will. 180.000 Masken sollen hergestellt werden, bestätigt das Unternehmen nun auf GEA-Nachfrage. Die Masken bestehen aus einem Baumwoll-Polyester-Mischgewebe und können daher mindestens 50 Mal gewaschen und wiederverwendet werden - sie seien aber ausdrücklich nicht für den klinischen Gebrauch geeignet. Hugo Boss will die Masken an öffentliche Einrichtungen spenden. (kk)

12:45 Uhr Sie wollen ohne räumliche Nähe zusammen sein: Wegen des Versammlungsverbots musizieren die Mössinger Posaunenchor-Bläser jetzt zeitgleich von zu Hause - der GEA hat die Premiere begleitet. (mey)

Die Familie des Posaunenchorleiters Daniel Speidel aus Mössingen hat stimmgewaltig Töne der Hoffnung erklingen lassen.
Die Familie des Posaunenchorleiters Daniel Speidel aus Mössingen hat stimmgewaltig Töne der Hoffnung erklingen lassen. Foto: Jürgen Meyer
Die Familie des Posaunenchorleiters Daniel Speidel aus Mössingen hat stimmgewaltig Töne der Hoffnung erklingen lassen.
Foto: Jürgen Meyer

12:32 Uhr Von den etwa 200.000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandeten Deutschen sind 175.000 wieder zu Hause, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. 

12:20 Uhr Seit einigen Tagen wird in Deutschland über den möglichen Einsatz von Handydaten diskutiert, um mögliche Kontaktpersonen von Infizierten zu finden und zu warnen. Unionspolitiker wollen möglichst bald eine App auf freiwilliger Basis einsetzen, die wie eine Art digitales Tagebuch funktionieren soll. Mehr dazu lesen Sie hier. In unserer Umfrage auf der GEA-Homepage haben wir am Freitag gefragt, was die Menschen darüber denken - das Ergebnis zeigt, dass unsere Leser eher zwiegespalten sind: 38,6 Prozent derer, die bislang abgestimmt haben, finden, dass der Kampf gegen das Virus jedes Mittel rechtfertig. 50,9 Prozent finden dagegen, dass man auch in Krisenzeiten einen Rest von Privatsphäre behalten sollte. (kk)

11:39 Uhr Vergangene Woche hatte das Polizeipräsidium Reutlingen davon gesprochen, dass sich die Mehrheit der Menschen an die Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus hält. Am Wochenende zeigte sich ein anderes Bild. 329 Ordnungswidrigkeiten wurden seitens der Polizei festgestellt, mehr als zwei Drittel davon am Samstag und in der Nacht zum Sonntag. Mehr dazu lesen Sie hier. (ege)

10:45 Uhr  Die Coronakrise macht erfinderisch. Einen ganz speziellen Service in Zeiten von geschlossenen Läden, Sportstätten und Restaurants hat sich jetzt das Team der Gemeindebücherei Wannweil ausgedacht und auch schon gestartet: Weil die Bücherei vorerst bis zum 17. April geschlossen bleiben muss, gibt es jetzt das Bücher-Lieferfahrrad. (rr)

9:45 Uhr Die großen Stars der Musikszene haben die Amerikaner in der Corona-Krise mit einem emotionalen Wohnzimmer-Konzert zum Durchhalten aufgerufen. (dpa)

8.30 Uhr Das Landratsamt Reutlingen meldet: Es liegen 353 laborbestätigte Corona-Fälle und sechs Todesfälle im Landkreis Reutlingen vor. (pm)

7:35 Uhr Footballer des SSV Reutlingen sammeln Spenden für Mitarbeiter in systemrelevanten Berufen. Die Aktion »Essen für Helden« kommt bestens an. (sta)

7:20 Uhr Union und SPD gewinnen als Krisenmanager. Vor allem die Union legt in Umfragen zu, ein bisschen auch die SPD. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist der Mann der Stunde. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

7 Uhr Millionen im Homeoffice, Rausgehen nur zu zweit oder mit Mitbewohnern, Freiluft-Sport nur allein. Es war schwierig, das durchzusetzen. Doch nach einer Woche Stillstand werden die Rufe nach Lockerungen immer lauter. Die Regierung ist besorgt. (dpa)

Sonntag, 29. März 2020

21:15 Uhr Zum Abschluss des Tages haben wir uns mit einer Frage auseinandergesetzt, die momentan häufig gestellt wird: Menschen mit allergischem Asthma sind doppelt gestraft in diesem Frühling. Pollen verursachen bei ihnen oft trockenen Husten samt Luftnot. Das ist aber auch ein Hauptsymptom von Covid-19, der vom neuartigen Coronavirus verursachten Erkrankung. Können Allergiker auseinanderhalten, was sie gerade plagt? Anhand der Symptome nicht unbedingt, sagt Professor Dr. Adrian Gillissen, Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde am Standort Bad Urach der Kreiskliniken Reutlingen. Bei allergischem Asthma tritt trockener Husten häufig in den Morgenstunden auf und nach Belastung.

Zu den häufigsten Corona-Symptomen zählt neben trockenem Husten auch Fieber. Wenn beides zusammenkomme, sei das »ein Hinweis auf eine Corona-Infektion, aber kein Beweis«, sagt Gillissen. Und natürlich könne es sein, dass Allergie und Corona-Infektion zusammen auftreten. Der Lungenexperte rät Menschen mit allergischem Asthma, »in sich hineinzuhorchen«, ob die Beschwerden sich im bekannten Rahmen bewegen oder ob etwas ungewöhnlich ist. Bei allergischem Asthma helfen die üblichen Inhalationsmittel gut, bei Covid-19 nicht. In diesem Fall solle man ärztlichen Rat suchen. (sä)

20:00 Uhr Fast 800 neue Todesfälle innerhalb eines Tages in Italien, dazu kommen Tausende neue Infektionen. Aber: Der Anstieg der Infektionszahl flacht etwas ab. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

19:15 Uhr Das Sozialministerium meldet 11.536 Corona-Fälle in Baden-Württemberg. Das sind 717 mehr als gestern. Wie bereits berichtet, sind die vom Sozialministeium herausgegebenen Zahlen nicht ganz aktuell - durch die Meldekette von Landkreis- und Landesebene entsteht ein gewisser Zeitverzug.

Im Landkreis Reutlingen gibt es 249 Fälle, so meldet es das Sozialministerium auf seiner Homepage. Das Landratsamt Reutlingen gibt am Wochenende keine neuen Zahlen an die Presse heraus - der letzte offzielle Stand war 222 Fälle (am Freitagmittag). Die nächste Lagemeldung vom Landratsamt Reutlingen kommt morgen früh. Im Landkreis Tübingen gibt es aktuell 671 Fälle, zudem vermeldete das Landratsamt vor einigen Minuten zwei neue Todesfälle im Zusammenhang mit Corona, »eine betagte Person und eine sehr betagte Person, beide mit entsprechenden Vorerkrankungen«, heißt es. (pm/kk)

18:50 Uhr Nothilfe der Bundeswehr für den Nachbarn: Zwei schwer erkrankte Franzosen werden nun in Ulm behandelt. Freunde lässt man nicht allein, betont Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

Die deutsche Luftwaffe und der Sanitätsdienst der Bundeswehr haben am Sonntagnachmittag in einem als fliegende Intensivstation eingesetzten Airbus A400M zwei Intensivpatienten von Straßburg in Frankreich nach Stuttgart geflogen. Foto: Flughafen Stuttgart/Peter Menner
Die deutsche Luftwaffe und der Sanitätsdienst der Bundeswehr haben am Sonntagnachmittag in einem als fliegende Intensivstation eingesetzten Airbus A400M zwei Intensivpatienten von Straßburg in Frankreich nach Stuttgart geflogen.
Foto: Flughafen Stuttgart/Peter Menner

18:30 Uhr Und nochmal eine wichtige Änderung: Die Corona-Soforthilfe des Landes wird nun doch ohne Prüfung des privaten Vermögens ausbezahlt. Es reicht der Nachweis, dass die laufenden betrieblichen Einnahmen nicht ausreichen, um die laufenden betrieblichen Kosten des Unternehmens zu finanzieren. Mehr dazu lesen Sie hier. (pm)

17:45 Uhr Die Landesregierung hat ihre Corona-Verordnung nochmal angepasst, die Änderungen gelten ab heute. Einige der Punkte: Die Schließung von Bildungseinrichtungen gilt nicht für Pflegeschulen und solche Schulen, in denen medizinisches und pharmazeutisches Personal ausgebildet wird. Die Notbetreuung für Kinder ist auch während der Ferienzeit gewährleistet, außerdem zählen unter anderem Einrichtungen und Dienste für Wohnungslose, Drogenabhängige oder psychisch kranke Menschen jetzt auch zur kritischen Infrastruktur. Heißt: Sie dürfen weiterarbeiten. Einrichtungen, die noch geöffnet sind, sind angehalten, den Abstand von 1,5 Metern zwischen Besuchern zu garantieren. Die komplette und aktualisierte Fassung mit allen Neuigkeiten finden Sie hier. (GEA)

17:15 Uhr Im Landkreis Sigmaringen sind nach aktuellem Stand 310 Personen am Coronavirus erkrankt. 41 Personen konnten wieder aus der Quarantäne entlassen werden. Außerdem will das dortige Landratsamt in Zukunft die Verteilung der Fälle auf die verschiedenen Kreisgemeinden angeben. Davon war man vor einigen Tagen noch explizit abgerückt, da Einwohner aus besonders betroffenen Gemeinden stigmatisiert worden waren. »Da die Presse und auch Bürger regelmäßig anfragen, welche Gegenden am stärksten betroffen sind, möchten wir diesen Nachfragen nun nachkommen. Die nun große Anzahl von Fällen führt dazu, dass nicht mehr auf Einzelfälle geschlossen werden kann«, so die Auskunft des Pressesprechers. Aus dem Reutlinger und dem Tübinger Landratsamt kommt aktuell nur eine Gesamtzahl über die Infizierten im Kreisgebiet, aufgeschlüsselt wird nicht nach Herkunftsgemeinde. (pm/kk)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

17:05 Uhr Der DRK-Landesverband schließt angesichts kommender Engpässe in der Corona-Krise den Einsatz von infiziertem Personal nicht aus. »Man weiß nie, ob ein Patient, egal was er hat, mit dem Coronavirus infiziert sein könnte. Die Engpässe werden größer werden in den nächsten Wochen«, sagte Geschäftsführer Marc Groß den »Stuttgarter Nachrichten«. Wenn es nicht anders gehe, werde auch beim Deutschen Roten Kreuz »mild erkranktes Personal« in Schutzkleidung weiterarbeiten müssen. (dpa)

16:30 Uhr Was tun, wenn wenig geht? Ganz alleine eröffnen sich in Zeiten des Coronavirus viele Abenteuer, die sonst links oder rechts liegenbleiben. Man muss nur die Augen öffnen, und sich aufmachen. Eine Wanderung auf und um die Achalm bringt mehr als nur Weitblick. (zen)

Mehr als zwei Menschen sollen sich nicht versammeln - na das lässt sich auf der Achalm machen.
Mehr als zwei Menschen sollen sich nicht versammeln - na das lässt sich auf der Achalm machen. Foto: Stephan Zenke
Mehr als zwei Menschen sollen sich nicht versammeln - na das lässt sich auf der Achalm machen.
Foto: Stephan Zenke

15:15 Uhr Seit fast einer Woche ist die neuste Version der Corona-Landesverordnung nun in Kraft. Jetzt hat das Sozialministerium den Bußgeldkatalog dazu veröffentlicht: Hier ist festgelegt, welcher Verstoß mit welcher Strafe geahndet wird. Bei einem Aufenthalt im öffentlichen Raum mit mehr als zwei Personen kann ein Bußgeld von 100 bis 1.000 Euro pro Person verhängt werden. Wer eine eigentlich geschlossene Einrichtung wie beispielsweise einen Frisörsalon, eine Bar oder einen Club weiterbetreibt, muss 2.500 bis 5.000 Euro bezahlen. Personen, die eine für den Besucherverkehr geschlossene Einrichtung wie beispielsweise ein Krankenhaus oder Pflegeheim betreten, riskieren ein Bußgeld von 250 bis 1.500 Euro. Den kompletten Bußgeldkatalog finden Sie hier. (pm)

14:20 Uhr Um den Mangel an Schutzmasken und -kitteln in der Corona-Krise einzudämmen, versucht die Bundesregierung den Ankauf zu beschleunigen. Dafür hat sie ein besonderes Verfahren gestartet, in dem Lieferverträge ohne weitere Verhandlungen über den Kaufpreis zustande kommen. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

14:05 Uhr Im Gegensatz zu heute lockte das gute Wetter gestern viele Menschen in die Natur. Das ist auch in Corona-Zeiten noch erlaubt - allerdings nur, wenn es sich um maximal zwei Personen oder eine Familie handelt. Auf der Facebook-Seite »Blaulichtreport Reutlingen und Region« (die privat betrieben wird und nicht von der Polizei) wurden gestern Bilder vom Wasserfall-Parkplatz in Bad Urach veröffentlich, auf denen sehr viele Autos zu sehen sind. Der Betreiber der Seite schreibt von Wandergruppen mit 10 bis 15 Personen und endet mit: »Der Wasserfall oder die Schwäbische Alb läuft nicht weg. BLEIBT ZUHAUSE!« Das Posting wurde fast 1000 Mal geteilt und mehr als 1500 Mal kommentiert. Die Facebook-Nutzer zeigen sich fassungslos bis sauer. »Vielen Dank! Und wir, die seit 2,5 Wochen konsequent daheim bleiben, müssen das büßen«, schreibt eine Nutzerin. Das Polizeipräsidium Reutlingen vermeldet heute auf GEA-Nachfrage für den Zeitraum Samstag, 6 Uhr, bis Sonntag, 6 Uhr, insgesamt 255 Ordnungswidrigkeiten im ganzen Präsidiumsbereich. Als Ordnungswidrigkeit gelten Ansammlungen von 3 bis 14 Personen - ab 15 Personen ist es eine Straftat. (kk)

12:30 Uhr Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) drängt darauf, Solo-Selbstständigen in der Corona-Krise schnell zu helfen. »Wir haben viele besorgte Rückmeldungen zu den Soforthilfen bekommen, die ich sehr ernst nehme«, schrieb Kretschmann. Es müsse geklärt werden, ob und inwiefern die Privatvermögen der Antragssteller berücksichtigt werden müssten. (dpa)

11:54 Uhr Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann hat Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern sowie die Verkehrsverbünde und anderen Beteiligten darum gebeten, die Schülertickets für den öffentlichen Nahverkehr nicht zu kündigen, sondern normal weiter laufen zu lassen. Dies könne dazu beitragen, kleine und mittelständische Busunternehmen sowie andere Verkehrsbetriebe vor gravierenden wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise bis hin zur Insolvenz zu bewahren. (pm)

11:27 Uhr Auch das Stocherkahnrennen in Tübingen am 11. Juni findet nicht statt. Das bestätigen die Veranstalter der Akademischen Verbindung Guestfalia auf GEA-Nachfrage. Man prüfe aktuell noch, ob man einen Nachholtermin im Spätsommer anpeilen will oder ob das Spektakel um ein ganzes Jahr verschoben werden. (kk)

Hier wird’s eng: Am Nadelöhr ist jeder Meter hart umkämpft. FOTO: MEYER
Hier wird’s eng: Am Nadelöhr ist jeder Meter hart umkämpft. Foto: Archiv: Meyer
Hier wird’s eng: Am Nadelöhr ist jeder Meter hart umkämpft.
Foto: Archiv: Meyer

10:00 Uhr »Die Zahl der Corona-Infektionen steigt auch in Tübingen. Die Lage ist ernst«: Die Stadtverwaltung Tübingen, der Stadtseniorenrat, der Kreisseniorenrat und das Deutsche Rote Kreuz rufen alle Personen über 65 Jahren und Angehörige von Risikogruppen erneut auf, daheim zu bleiben. (pm)

8:35 Uhr Die Anträge auf Kurzarbeitergeld sind aufgrund der Coronakrise auch in unserer Region stark gestiegen, normalerweise befassten sich 15 der 160 Mitarbeiter in der Agentur für Arbeit Reutlingen unter anderem mit der Beratung zu Kurzarbeitergeld. Nun hätten sich 40 Personen aus anderen Bereichen, Vermittler und Berater, freiwillig gemeldet und seien rasch geschult worden, sagt Behördenchef Wilhelm Schreyeck im Gespräch mit dem GEA. (GEA)

8:00 Uhr Mit einem Blick in die Welt beginnen wir diesen Tag. Die Zahl der Corona-Toten in Amerika hat sich innerhalb weniger Tage verdoppelt, allein im Bundesstaat New York starben mehr als 700 Menschen. Die Coronavirus-Krise verschärft sich rasant - drastische Maßnahmen zur Eindämmung sind dennoch vorerst vom Tisch. Mehr dazu lesen Sie hier. Beim britischen Premier dagegen scheint sich ein Sinneswechsel vollzogen zu haben: Noch Anfang März hatte Boris Johnson Covid-19-Patienten in einem Krankenhaus die Hände geschüttelt. Nun richtet er sich emotional an seine Landsleute. (dpa)

Samstag, 28. März 2020

21:15 Uhr Wir beenden diesen Tag im Ticker mit einer Übersicht über die aktuellen Infektionszahlen. Das baden-württembergische Sozialministerium meldet heute, bis 16 Uhr, 10.819 registrierte Corona-Fälle - das sind 1.090 Fälle mehr als noch am Vortag. Wie bereits berichtet, sind die Zahlen wegen einem gewissen Meldeverzug nicht aktuell: Für den Kreis Tübingen beispielsweise werden noch 556 Fälle angegeben, es sind aber schon 650. Für den Kreis Reutlingen werden 249 Fälle angegeben. (kk) 

20:35 Uhr So merkwürdig, teilweise gespenstisch und vor allem auch beängstigend das alles ist: Haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, nicht auch das Gefühl, dass wir gegenseitig mehr auf uns achten, seit die Bedrohung durch das neuartige Coronavirus unser gewohntes Leben auf den Kopf zu stellen scheint? Und so ermuntern wir heute Sie, liebe Leser, uns an Ihren positiven Erlebnissen in diesen Krisen-Zeiten teilhaben zu lassen. Schreiben Sie uns, worüber Sie sich gefreut haben, oder geben Sie anderen Lesern Tipps, wie man das Beste aus den Einschränkungen machen kann. Wir freuen uns über eine E-Mail an die Adresse gea-forum@gea.de oder auch Briefpost an den Reutlinger General-Anzeiger Stichwort: Leserforum Postfach 1642, 72706 Reutlingen. (rh)

20:20 Uhr Wegen in der Corona-Krise verhängten Verboten ist die Polizei in Hamburg und Berlin gegen unerlaubt Demonstrierende vorgegangen. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

19:13 Uhr Kindergarten und Schule sind geschlossen, Spielen mit Freunden fällt auch flach: Da kommt bei Kindern schnell Langeweile auf. Feuerwehren aus dem Kreis, darunter die Wehr aus Metzingen und die Tübinger Abteilung Derendingen, wollen mit einer Aktion Abhilfe schaffen. Sie haben auf Facebook Schwarz-Weiß-Skizzen ihrer Feuerwehrautos gepostet - diese können Kinder nun herunterladen, ausmalen und wieder einsenden, es locken eine Veröffentlichung auf Facebook und »eine Überraschung«. Mit Kreativität gegen den Corona-Lagerkoller: Schöne Idee! (kk)

Screenshot: Facebook
Screenshot: Facebook

18:36 Uhr In Wolfsburg trifft das Coronavirus die Schwächsten der Schwachen - in einem Altersheim. Die Situation in der Einrichtung für Demente wird als extrem schwierig beschrieben, zwölf Einwohner sind gestorben. (dpa)

18:30 Uhr Schlimme Nachrichten aus Italien: Dort sind seit Beginn der Pandemie nun mehr als 10.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Der Zivilschutz meldete am Samstag 889 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10.023, meldet die Deutsche Presse-Agentur. Auch aus Spanien werden schlimme Zahlen gemeldet: Innerhalb von 24 Stunden wurden 832 Tote registriert, die Gesamtzahl kletterte damit bis Samstagmittag auf knapp 5700. (dpa)

17:55 Uhr Das Tübinger Landratsamt meldet die neusten Fallzahlen: Aktuell gibt es im Kreis 650 positiv auf das Coronavirus getestete Personen. Das sind 59 mehr als gestern vermeldet wurden. Das Reutlinger Landratsamt vermeldet in der Regel am Wochenende keine neuen Zahlen, gestern wurden für das Kreisgebiet 222 Infektionen gezählt. (pm/kk)

17:20 Uhr Das Coronavirus und seine Folgen wirbeln alle Lebensbereiche durcheinander. In der heutigen GEA-Ausgabe ist die Geschichte einer Betzinger Familie nachzulesen: Der Vater, ein Ingenieur, sollte ab Mai in Ungarn arbeiten. Die Familie kündigte die Wohnung in Deutschland - dann wurden wegen der Pandemie die Grenzen geschlossen und der Aulandsaufenthalt platzte. Nun sucht die Familie ein Zuhause auf Zeit. (ekü)

16:30 Uhr Kaiserwetter an diesem Samstag - doch die Menschen in Tübingen scheinen sich zum allergrößten Teil an die neuen Regeln der Corona-Verordnung zu halten, wie ein Spaziergang durch die Stadt zeigt. Viele sind alleine unterwegs, andere zu zweit oder mit der Familie. Trotzdem sind die Straßen der Innenstadt deutlich leerer, als sie es sonst an solch einem schönen Samstag wären. Am Freitag hatte die Polizei in Baden-Württemberg rund 5.000 Menschen kontrolliert, um die Einhaltung der Corona-Verordnung zu überprüfen. Dabei seien mehr als 1.000 Verstöße gegen das Bundesinfektionsschutzgesetz festgestellt worden, teilte Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Samstag in Stuttgart mit. Für das Wochenende hatte das Innenministerium den regionalen Polizeipräsidien zusätzliche 500 Beamte zur Unterstützung der Kontrollen geschickt. (kk/epd)

Neckarmauer und Neckarinsel in Tübingen: Wo sich sonst bei solchem Kaiserwetter die Menschen tummeln, war am Samstag wenig los. Foto: Kammerer
Neckarmauer und Neckarinsel in Tübingen: Wo sich sonst bei solchem Kaiserwetter die Menschen tummeln, war am Samstag wenig los.
Foto: Kammerer

16:00 Uhr Im Landkreis Sigmaringen sind mittlerweile 302 Corona-Fälle registriert. Das sind 40 Personen mehr als gestern. (pm)

15:45 Uhr Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat den Religionsgemeinschaften in der Corona-Krise für ihren »unschätzbaren Beitrag zu unserem gesellschaftlichen Zusammenhalt« gedankt. Pfarrer und Kirchen im Südwesten finden ganz eigene Wege, um mit der Corona-Krise umzugehen: Mit einer Rockballade gegen die Angst in der Corona-Krise hat sich der württembergische evangelische Theologe und TV-Pfarrer Heiko Bräuning, der in Tübingen studiert hat, an die Öffentlichkeit gewandt. Ein Musikvideo mit dem Song »Werde ruhig«, den Bräuning selbst komponiert und getextet hat, ist auf dem Portal YouTube abrufbar. Ein virtuelles Kerzenentzünden per Mausklick bietet ein Team rund um das alte Kloster Hirsau im Nordschwarzwald auf der Seite www.amen-atmen.de an. Auch in Reutlingen haben sich die Kirchenverantwortlichen etwas einfallen lassen: Morgen um 11 Uhr strahlt der Fernsehsender Regio TV einen Gottesdienst mit Prälat Dr. Christian Rose aus. (epd/GEA)

14:30 Uhr Die Zahl der Anträge auf Corona-Soforthilfe hat im Südwesten am Samstag nach nicht einmal drei Tagen die 100.000er-Marke übertroffen. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

13.40 Uhr Aufgrund der Corona-Verordnung haben auch Fitnessstudios geschlossen. Die Kette »Easy Sports« veröffentlicht auf Instagram und Youtube seitdem Videos, in denen Trainer zeigen, wie man sich auch daheim und mit Alltagsgegenständen fit halten kann. Heute wurde auf Instagram ein Workout veröffentlicht, das uns als Zeitungsverlag natürlich besonders freut: das Zeitungsworkout, selbstverständlich mit dem GEA. 

Screenshot: Instagram
Screenshot: Instagram

Trainer Ben geht hierzu zunächst in die Kniebeuge, öffnet in dieser an sich schon anstrengenden Position den zusammengefalteten GEA und beginnt mit dem Lesen. Danach folgt die zweite Position: Er geht in den Liegestütz und liest so den GEA, der nun vor ihm auf dem Boden liegt. Die Königsdisziplin folgt: Weiterhin im Liegestütz nimmt er nun eine Hand vom Boden, greift nach einer Espresso-Tasse und schlürft entspannt seinen Morgen-Kaffee. Ob das bei jedem so entspannt aussieht, wie bei Trainer Ben? Wir wissen es nicht - finden das Workout aber natürlich super. Viel Spaß beim Schwitzen und Lesen! (kk)

Screenshot: Instagram
Screenshot: Instagram

13:00 Uhr Ein Vollzugsbediensteter wurde in Rottenburg von Jugendlichen angegriffen und geschlagen. Sie hatten gegen die Corona-Verordnung verstoßen und wurden deshalb kontrolliert. Mehr zu diesem Vorfall lesen Sie hier. (pol)

12:40 Uhr Wir dachten eigentlich, dass sich die Klopapier-Hamster langsam reichhaltig eingedeckt haben. Falsch - es gibt weiterhin dreiste Diebesaktionen. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

12:19 Uhr Bundeskanzlerin Angela Merkel meldet sich in ihrem Audio-Podcast aus der Quarantäne zur Corona-Krise. Das Home-Office funktioniere bei ihr ganz gut, sagt Merkel - man könne sogar sechsstündige Konferenzen von daheim führen. Doch der Mensch brauche nunmal Nähe und Kontakt: »Ich will Ihnen damit sagen, dass mir durchaus bewust ist, wie schwer die Kontakteinschränkungen sind, die nun in Deutschland für alle gelten.« Die große Mehrheit der Deutschen halte sich mittlerweile an die Devise, unnötige Kontakte zu vermeiden: »Danke, von ganzem Herzen Danke«, sagt die Kanzlerin. Und sie appellierte an alle: »Halten Sie sich weiter an diese Regeln.« Der Audio-Podcast der Kanzlerin ist auf der Facebook-Seite der Bundesregerung zu finden, aber auch auf der Homepage der Kanzlerin. (kk) 

11:15 Uhr Auch in Reutlingen gibt es jetzt einen Gabenzaun: An dem Absperrgitter am Tübinger Tor am Trampolinplatz können Päckchen mit Lebensmitteln aufgehängt werden. Obdachlose Menschen, die besonders unter den Folgen der Corona-Krise leiden, können sich dort ein Päckchen nehmen. Initiator des Gabenzauns ist der Reutlinger Hilfsverein »Drei Musketiere«, die Idee kam vom Musketiere-Mitglied Steffi Löwl, der Inhaberin vom Vis a Vis. »Mitmachen darf und soll jeder. Drangehängt und in die Tüten gepackt werden, kann eigentlich alles. Waren die schnell verderben oder in der Sonne schmelzen, sind allerdings ungeeignet«, teilt Markus Brandstetter, der Vorstand der »Drei Musketiere« mit. Wir finden: Schöne Aktion - auch wenn Stuttgarts Sozialbürgermeisterin Alexandra Sußmann beispielsweise die Gabenzäune gestern kritisiert hat. (kk)

Auch in Reutlingen gibt es jetzt einen Gabenzaun - das Absperrgitter am Tübinger Tor am Trampolinplatz wurde kurzerhand umfunktioniert. Foto: Markus Brandstetter
Auch in Reutlingen gibt es jetzt einen Gabenzaun - das Absperrgitter am Tübinger Tor am Trampolinplatz wurde kurzerhand umfunktioniert.
Foto: Markus Brandstetter

10:10 Uhr Der Bundestag hat eine Novelle des Infektionsschutzgesetzes beschlossen, die Bundesgesundheitsminister Spahn weitgehende Rechte einräumt. Im Fall einer »epidemischen Notlage von nationaler Tragweite« kann er sogar Gesetze außer Kraft setzen. Im GEA-Interview kritisiert Verfassungsrichter a.D. Ferdinand Kirchhof die Novelle als »verfassungsrechtlich bedenklich«. Mehr dazu lesen Sie hier. (cvr)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

9:45 Uhr Vor dem 20. April wird es keine Lockerung der bestehenden Maßnahmen gegen das Coronavirus geben. Das hat Kanzleramtsminister Braun klargestellt. Dennoch geht die Debatte um eine Exit-Strategie weiter. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

8:30 Uhr Das Umsonst & Draußen Festival in Mössingen ist abgesagt. Dies teilen die Veranstalter von Monokultur e.V. mit: »Da wir aktuell die Auswirkungen der Pandemie nicht abschätzen können und nicht klar ist, ob, und in welcher Form, im Juli Veranstaltungen stattfinden können, ist für uns das finanzielle Risiko bei einer Aufrechterhaltung des Veranstaltungstermins zu groß.« Auf der Homepage des Festivals hatten sich die Veranstalter zuletzt noch optimistisch geäußert im Bezug auf ein Aufrechterhalten des Termins. Verschoben wird das Festival nicht - die Planungen für 2021 laufen aber, heißt es. (pm/kk)

8:00 Uhr Wie bereits berichtet, haben viele Textilfirmen angekündigt, nun bei der Produktion von Mundschutz zu helfen. Hugo Boss aus Metzingen zieht ebenfalls nach: Auf seinem Facebook- und Instagramkanal berichtet das Unternehmen, in den kommenden Wochen 180.000 Masken am Hauptstandort Metzingen herstellen zu wollen, die an öffentliche Einrichtungen gespendet werden sollen. (kk)

7:00 Uhr Wegen der dramatischen Notlage norditalienischer Krankenhäuser in der Coronavirus-Krise fliegt die Luftwaffe Patienten nach Deutschland aus. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr, sollte am Samstag sechs schwer erkrankte Italiener in Intensivbehandlung von Bergamo nach Köln bringen. Die Maschine sei am Morgen in Köln gestartet, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. (dpa)

Freitag, 27. März 2020

21:00 Uhr Wir beenden den Tag wieder mit einer schönen Nachricht: Der Verein Kulturscheune Oferdingen greift seit einer Woche die aus Italien stammende Idee der Balkonkonzerte auf und ruft zum gemeinsamen Singen und Musizieren (mit Abstand!) von den heimischen Balkonen, Fenstern, Türen oder Höfen auf. Seit Donnerstag lassen viele Oferdinger Bürger pünktlich um 18 Uhr »Auf der Schwäbsche Eisebahne« erklingen. Von kommenden Montag bis Donnerstag verabredet man sich dann zum gemeinsamen Singen von Nenas »99 Luftballons«. Es gehe darum, Nähe und Gemeinschaft zu stiften, gerade in diesen schweren Zeiten, in denen Sozialkontakte auf Eis liegen, betonte Mitorganisatorin Stefanie Henes. (jüsp)

Um Punkt 18 Uhr sangen und musizierten die Oferdinger auch an diesem Freitag gemeinsam - ganz nach italienischem Vorbild. Foto: Jürgen Spieß
Um Punkt 18 Uhr sangen und musizierten die Oferdinger auch an diesem Freitag gemeinsam - ganz nach italienischem Vorbild.
Foto: Jürgen Spieß

20:45 Uhr Ganz schlechte Manieren fördert die Corona-Krise bei manchen Menschen ans Licht: Es mehren sich die Meldungen, dass Menschen andere Menschen absichtlich angehustet oder angespuckt haben. (dpa)

20:15 Uhr In der Medius-Klinik in Nürtingen haben die Beatmungsplätze nicht mehr für alle Covid-19-Patienten ausgereicht. Deshalb mussten Patienten in umliegende Kliniken verlegt werden - zwei von ihnen kamen ins Tübinger Uniklinikum. Dort liegt aktuell außerdem noch ein Patient aus Friedrichshafen, teilt die Pressestelle auf GEA-Anfrage mit. Ob man Patienten aus anderen Häusern aufnehme, sei immer eine Einzelfall-Entscheidung. Gründe können sowohl eine Überlastung der jeweiligen Klinik sein, wie auch der kritische Zustand des aufgenommenen Patienten - die Auslastung mit Patienten aus dem eigenen Kreis Tübingen spiele aber auch immer eine Rolle. (kk)

19:49 Uhr Mercedes-Benz hat seine Unterstützung bei der Produktion von medizinischem Equipment angeboten. Mithilfe von 3D-Druckern können einzelne Bauteile gefertigt werden, die durch die derzeitige Covid-19-Pandemie in der Medizintechnik dringend benötigt werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Und weiter: Man sei in Kontakt mit der Landesregierung. (pm)

19:22 Uhr Ein Dankeschön-Banner hing vor der Ermstalklinik in Bad Urach. »Wir wissen zwar nicht von wem, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ermstalklinik haben sich jedoch sehr darüber gefreut«, schreibt Klinik-Pressesprecher Eckhard Zieker dazu. Wir finden auch: Schöne Geste!

Foto: Klinik
Foto: Klinik

18:49 Uhr Die Zahlen im Kreis Tübingen steigen weiter unaufhaltsam: Das Landratsamt vermeldet 591 bestätigte Corona-Fälle. Das Sozialministerium vermeldet in seiner abendlichen Mitteilung 9.729 Corona-Fälle und 101 Corona-Todesfälle in Baden-Württemberg. Die Betroffenen sind 0 bis 99 Jahre alt, das Durchschnittsalter beträgt 48 Jahre. Wie bereits berichtet, sind die Zahlen nicht ganz aktuell, aufgrund des Meldeverzugs. (pm)

18:45 Uhr Seit einigen Tagen kann man auf einem interaktiven Dashboard des Robert-Koch-Instituts (RKI) Fallzahlen und Todesfälle in Deutschland nach Bundesländern und Landkreisen aufgeschlüsselt betrachten. Wie berichtet, sind die Zahlen des RKI nicht ganz aktuell - eine Tendenz, welcher Kreis wie stark betroffen ist, lässt sich trotzdem erkennen. Tübingen liegt im Ranking auf Platz 10 deutschlandweit - 386 Fälle sind für den Kreis aufgelistet, das entspricht aber noch dem Stand von Mittwochmittag. Der Kreis Reutlingen ist auf Platz 54, hier sind 199 Fälle verzeichnet - aktuell bekannt sind im Landratsamt aber schon 222. Weitere Kreise aus unserer Nachbarschaft sind unter den Top 10 des Rankings: Esslingen auf Platz 5, Stuttgart auf Platz 7 und Ludwigsburg auf Platz 8. (kk)

18:20 Uhr Die Corona-Landesverordnung schreibt unter anderem die Schließung von öffentlichen Spielplätzen vor. Private Spielplätze, beispielsweise vor größeren Mietshäusern, können geschlossen werden - müssen aber nicht. In Tübingen werden sie gezielt von der Schließung ausgenommen. Warum? »Eine Zweiklassengesellschaft, hier die glücklichen Bewohner eines Hauses mit Garten, dort die Mietshausbewohner ohne jeden nutzbaren Freiraum, wäre nicht gerecht«, schreibt OB Boris Palmer auf Facebook. Man wisse schließlich nicht, wie lange das öffentliche Leben noch auf Sparflamme laufen muss. (kk) 

18:00 Uhr Schlimme Nachrichten aus Italien: Das Land hat an einem Tag fast 1000 Tote im Zuge der Corona-Pandemie gemeldet und damit so viele wie an keinem Tag zuvor. Die Gesamtzahl stieg auf 9134, wie der Zivilschutz am Freitag mitteilte. (dpa)

17:50 Uhr Seit dem Start des Soforthilfeprogramms des Landes zur Bewältigung der Corona-Krise sind knapp 88.200 Anträge (Stand 15 Uhr) eingegangen. Dies teilt das Wirtschaftsministerium mit. Damit hat sich die Anzahl der Anträge gegenüber gestern um diese Zeit (46.400) nahezu verdoppelt. (pm)

17:40 Uhr Über 3.000 Tonnen Getreide lagern in den Silos von Rebio in Rottenburg. Damit ist die Mehl-Versorgung der Bäcker und vieler Supermärkte in der Region gesichert, sagt Daniel Schloz, Geschäftsführer von Rebio. Es bestehe kein Grund für »Hamsterkäufe«, erklärt er. Der Grund: »Nicht alle Kunden haben die Möglichkeit, das Mehl richtig zu lagern. Das ist Lebensmittelverschwendung, denn früher oder später führt es wohl bei vielen zu Schädlingsbefall.« (stan)

Über 3.000 Tonnen Getreide lagern in den Silos von Rebio in Rottenburg. Foto: Rebio
Über 3.000 Tonnen Getreide lagern in den Silos von Rebio in Rottenburg.
Foto: Rebio

17:00 Uhr Noch sind die Infektionszahlen im Landkreis Reutlingen nicht so hoch wie andernorts. Doch wenn sich das ändert, könnten die Kreiskliniken personell an ihre Grenzen kommen. Ein Aufruf, um Helfer zu finden, war erfolgreich: Bis jetzt haben sich rund 70 Menschen gemeldet, die in den Krankenhäusern mitarbeiten wollen, wenn es hart auf hart geht. Darunter sind 40 Medizinstudenten, zwei niedergelassene Ärztinnen, ein Arzt im Ruhestand, 20 Pflegekräfte und auch sieben Personen ohne medizinische Ausbildung, die einfach dort anpacken wollen, wo es nötig ist. (sä)

15:50 Uhr Im Kreis Sigmaringen sind aktuell 262 Corona-Fälle gemeldet, das sind 55 Fälle mehr als noch am Tag zuvor. 39 Personen konnten mittlerweile wieder aus der Quarantäne entlassen werden. (pm) 

15:46 Uhr Menschen in Senioren- und Pflegezentren sind durch die Corona-Krise so isoliert, wie nie zuvor. Die Eninger Häbles-Wetzer haben nun einen Aufruf gestartet: Menschen sollen Bilder malen und Briefe schreiben, und diese dann an eines der beiden Eninger Seniorenheime (St. Elisabeth und Frere Roger) senden. Die Briefe werden den Senioren dann zugestellt. Wir finden: Tolle Aktion! (pm)

15:30 Uhr Kaum ein Unternehmen im Südwesten bleibt laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern von negativen Folgen der Corona-Krise verschont: Rund 83 Prozent der befragten Unternehmen in Baden-Württemberg erwarten demnach Umsatzeinbrüche. 77 Prozent rechnen sogar mit einem Einbruch im zweistelligen Bereich. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

15:15 Uhr »Schön, dass Ihr nicht hier seid«: Mit einem Video, das nur fast leere, öffentliche Plätze im ganzen Präsidiumsbereich zeigt, wendet sich das Polizeipräsidium Reutlingen an seine Facebook- und Twittergemeinde. Von Donnerstag, 6 Uhr, bis Freitag, 6 Uhr, verzeichneten die Polizisten im Bereich des Präsidiums 52 Einsätze im Zusammenhang mit der Corona-Verordnung, sagt Polizeisprecherin Andrea Kopp. 30 davon seien Ordnungswidrigkeiten gewesen, alle hätten mit dem Verweilen größerer Gruppen (drei bis 14 Personen) im öffentlichen Raum zu tun gehabt. Ab einer Gruppengröße von 15 Personen gilt dass Verweilen im öffentlichen Raum als Straftat. Wie hoch die zu verhängenden Bußgelder bei Ordnungswidrigkeiten ausfallen, ist momentan noch nicht klar - das Sozialministerium stellt aktuell einen Bußgeldkatalog zusammen. Eine Straftat wird in Tagessätzen geahndet, die Höhe dieser orientiert sich am Einkommen und der Lebenssituation der Person. (kk)

14:55 Uhr Das Land arbeitet mit Hochdruck an der Beschaffung von Schutzmasken, Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten, teilt das Sozialministerium mit. Erste Lieferungen seien gestern eingetroffen und wurden bereits verteilt, weitere sollen folgen. In den ersten Tranchen wurden über 300.000 Schutzhandschuhe sowie mehr als 300.000 Schutzmasken verschiedener Kategorien zur Verfügung gestellt. Außerdem hat das Unternehmen Daimler rund 110.000 FFP2-Masken bereitgestellt. (pm)

14:20 Uhr »Was tun im Frühling, zu zweit und mit viel Freizeit?« Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer postet ein Video von zwei »Turteltauben« auf Facebook und vermutet, »dass die Geburtenzahlen in neun Monaten sprunghaft in die Höhe gehen.« Für die Corona-Boomer-Generation könne man dann schon die Kitas planen. Während die einen Facebook-Nutzer den OB für seinen Humor feiern, betrachten andere die Sache ernster und vermuten, dass durch Quarantäne und Kontaktsperre eher die Scheidungszahlen und die häusliche Gewalt zunehmen. GEA-Politikredakteurin Karin Kiefhaber hat eine Sozialpädagogin aus dem Kreis interviewt, die in Schulschließungen in Kombination mit Home-Office auch eher ein Problem sieht: »Auch in Elternhäusern, die normalerweise in Ordnung sind, brennt vielleicht dem einen oder anderen mal eine Sicherung durch«, meint die Frau, die anonym bleiben will. Die ganze Geschichte lesen Sie in der morgigen Print-Ausgabe und bei GEA-Online. (kk/geu)

14:15 Uhr Auch die Jugendhäuser sind wegen der Corona-Krise vorerst geschlossen. In Reutlingen haben sich die Fachkräfte haben sich neue Formen der Jugendarbeit überlegt: Das Jugendhaus Bastille beispielsweise postet auf Sozialen Netzwerken Kochrezepte, virtuelle Spaziergänge und Fitnessvideos. Beim Jugendhaus Orschel-Hagen können Gesellschaftsspiele und Bücher nun auch virtuell ausgeliehen werden. (pm) 

14:10 Uhr Die Landesgartenschau in Überlingen wird wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant am 23. April eröffnet. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest, teilte der Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeister Jan Zeitler am Freitag mit. (dpa)

13:48 Uhr Es gibt aktuell 222 laborbestätigte Corona-Fälle im Kreis Reutlingen, außerdem sind fünf Todesfälle im Zusammenhang mit Corona bekannt. Dies vermeldet das Landratsamt. Sieben Personen aus dem Kreis sind genesen. (pm)

12:35 Uhr Mit einem Sondertarif für Dauerparker in den Innenstadtparkhäusern wollen die Tübinger Stadtwerke Klinikbeschäftigte unterstützen. (pm) 

12:22 Uhr Der britische Primerminister Boris Johnson hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Dies teilte er in einem Video auf Twitter mit. In den vergangenen 24 Stunden habe er milde Symptome wie erhöhte Temperatur und leichten Husten entwickelt - und sich dann testen lassen. (dpa)

12:14 Uhr Vor allem zum Schutz der überwiegend älteren Mitarbeiter ist die Reutlinger Tafel seit Mitte März geschlossen. Ab kommendem Dienstag wird ein Lieferservice für Tafelkunden über 60 Jahren etabliert. Von den aktuell 550 Tafelkunden betrifft dies rund 200. Wer den Lieferdienst in Anspruch nehmen will, kann sich unter der Handynummer 0176 42796221 melden, oder per Mail an rt-tafel@diakonie-reutlingen.de. Für alle Tafelkunden unter 60 Jahren wird es vereinfachte Einkaufsmöglichkeiten geben ab Freitag, 7. April. In Tüten gepackte Lebensmittel werden immer  dienstags und freitags von 9 bis 16 Uhr vor der Tafel abgegeben. Die erste Öffnungsstunde ist Menschen mit Beeinträchtigungen vorbehalten. Am 7. und 17. April ist ebenfalls geöffnet, ab dem 21. April dann regelmäßig. (pm) 

Die guten ins Körbchen, die schlechten in die Tonne: Die Fahrer der Tafel nehmen nur gute Ware mit.
Die Reutlinger Tafel reagiert mit einem neuen Angebot auf die Corona-Pandemie. Foto: Norbert Leister
Die Reutlinger Tafel reagiert mit einem neuen Angebot auf die Corona-Pandemie.
Foto: Norbert Leister

11:00 Uhr Die Corona-Pandemie ist so verheerend, dass Liedparodien und andere musikalische Reaktionen immer auch riskant sind. Während vor einigen Wochen in Videoclips noch gejuxt wurde, sind jetzt andere Töne zu hören: Ernsthaftigkeit, Empathie, Solidarität, Trauer. (dpa)

10:20 Uhr Bad Urach hat sich entschlossen, in Zeiten der Corona-Krise ein Angebot zu schaffen, dass sich zur Abwechslung mal nicht um das Thema Corona dreht, sondern das zum Zeitvertreib und zur Hebung der allgemeinen Stimmung beitragen möchte.In den kommenden Tagen und Wochen des Zuhausebleibens bietet der neue Audio-Podcast »Radio Urach« ein buntes und abwechslungsreiches Programm. (pm)

10:15 Uhr Die Bad Uracher Stadtverwaltung setzt die Gebühren für Kindertagesstätten, für die »Verlässliche Grundschule« und die Ganztagesbetreuung im April 2020 aus. (pm)

10:00 Uhr Trotz leicht sinkender Neu-Infektionen mit dem Coronavirus ist Norditalien nach Einschätzung eines Experten noch nicht über den Berg. (dpa)

9:45 Uhr Die USA haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land der Welt. (dpa)

9:30 Uhr Zwangspause statt Saisonstart mit Hochzeiten und Urlaubern: Alb-Gastgeber über Sorgen und Lösungen. Mehr lesen Sie hier. Auch das Hofgut Hopfenburg ist von der Corona-Krise nicht verschont geblieben - ein Video finden Sie hier. (GEA) 

8:15 Uhr Soziale Kontakte einschränken, nicht trainieren können, auf dem Sofa sitzen statt mit Freunden aktiv zu sein – für sportbegeisterte Jugendliche keine sonderlich erfreuliche Situation. Doch der Gomaringer Leichtathletik-Nachwuchs will dazu ermuntern, sich im Interesse aller Mitmenschen an die Regeln zu halten. (pp)

Ein Collage als Mutmacher: zum Mitmachen empfohlen.  FOTOS: PRIVAT
Ein Collage als Mutmacher: zum Mitmachen empfohlen. Foto: Privat
Ein Collage als Mutmacher: zum Mitmachen empfohlen.
Foto: Privat

8:00 Uhr Gegen Corona sind selbst Superhelden wie Batman oder Spiderman machtlos: Superman und Wonder Woman (DC Comics) haben Hausarrest, The Avengers und Die Fantastischen Vier (Marvel) können nicht mehr im Team gegen das Böse kämpfen. Verlage in Deutschland blicken nach einem positiven Verkaufsjahr nicht nur wegen Corona skeptisch in die Zukunft. Mehr dazu lesen Sie hier. (mey)

7:45 Uhr Angesichts der aktuellen Infektionslage weist die Gemeinde Gomaringen nun aber alle Wahlberechtigten ausdrücklich darauf hin, dass Briefwahlunterlagen für die Bürgermeisterwahl am 5. April beantragt werden können. 

7:40 Uhr Im Kampf gegen die rasche Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 würden Politiker der Union gerne möglichst bald eine App einsetzen, die Bürger freiwillig auf ihrem Handy installieren können. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

7:30 Uhr Erstmals in seiner Geschichte hat der Rat der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Reutlingen eine Entscheidung digital im Umlaufverfahren getroffen. (jsn)

40 Hunde aller Rassen, Farben und Größen werden derzeit im Tierheim beherbergt. Außerdem 25 Katzen und 80 Kleintiere. FOTOS: KÜS
40 Hunde aller Rassen, Farben und Größen werden derzeit im Tierheim beherbergt. Außerdem 25 Katzen und 80 Kleintiere. Foto: Gabriele Küster
40 Hunde aller Rassen, Farben und Größen werden derzeit im Tierheim beherbergt. Außerdem 25 Katzen und 80 Kleintiere.
Foto: Gabriele Küster

7:20 Uhr Sie sind Alltagshelden, finden die SSV Reutlingen Eagles. Und deshalb gehören die Mitarbeiter des Reutlinger Tierheims zu denen, die von dem Footballverein im Zuge der Coronakrise ein Essen spendiert bekommen haben. Denn auch sie haben unter erschwerten Bedingungen zu leiden, seitdem das Virus die Welt lahmlegt und die Menschen zur Distanz zwingt. Für das Tierheim bedeuten die Kontaktbeschränkungen mehr Arbeit und weniger Einnahmen, erläutert Heidi Renner, die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. (ele)

7:00 Uhr Schnapsbrenner in Baden-Württemberg helfen in Not geratenen Krankenhäusern in der Corona-Krise mit Alkohol. (dpa)

Donnerstag, 26. März 2020

21:00 Uhr Wir verabschieden uns für heute mit einer guten Nachricht: Die Kriminalität in Reutlingen und der Region ist in den vergangenen Tagen zurückgegangen. Was Corona damit zu tun hat, lesen Sie hier. (ege)

20:53 Uhr Helfen Handydaten bei der Klärung von Infektionsketten? Bei den Beratungen zwischen Bundesregierung und den Ministerpräsidenten über eine Zeit nach Corona, in der man weiter gegen das Virus kämpfe, das öffentliche Leben aber schrittweise normalisiere, soll diese Frage Thema sein, schreibt die Deutsche Presse-Agentur in einem Artikel. Tübingens Oberbürgermeister meint dazu auf Facebook: »Wenn es helfen würde, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Einschränkungen anderer Freiheitsrechte zu verringern, wäre ich gerne bereit, dafür meine Handydaten auswerten zu lassen.« Seiner Meinung nach sei das Handy eine Gedächtnisstütze und Schutz für sein persönliches Umfeld, da er sich im Falle einer Infizierung mit dem Coronavirus gar nicht mehr an alle Kontaktpersonen der vergangenen 14 Tage erinnern würde. (ege)

20:27 Uhr In Reutlingen rollt derzeit kein Fahrschulauto durch die Straßen. Auch für Fahrschulen gilt die Verordnung der Landesregierung zur Eindämmung des Coronavirus. Unterricht ist untersagt, doch was passiert eigentlich mit den Lastwagen- und Busfahrern, die alle fünf Jahre eine Schulung machen müssen? Der GEA hat nachgefragt. (mnk)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

20:01 Uhr Die Zahl der positiv auf Corona getesteten Fälle steigt im Landkreis Tübingen auf 524 an, meldet das Landratsamt. In den letzten Tagen wurde in Tübingen nur eingeschränkt auf Coronavirus getestet. Dies lag auch an den teilweise eingeschränkten Laborkapazitäten - vor allem im Zusammenhang mit den stark verzögerten und widersprüchlichen Ergebnismitteilungen des Labors, die für große Verunsicherung bei den Betroffenen sorgten (wir berichteten). Zwischenzeitlich haben Landkreis und DRK-Vorsitzende Dr. Lisa Federle zwei weitere Labore in Stuttgart und Düsseldorf als Partner gewinnen können, so dass hiermit eine gute Alternative zu den bisherigen Möglichkeiten besteht. (pm)

19:48 Uhr Hinter einem Sportheim in der Heinrich-Schliemann-Straße in Reutlingen hat sich heute gegen 18 Uhr eine Gruppe von sieben bis acht Jugendlichen zum Grillen getroffen. Eine Anwohnerin beobachtete das Ganze und alarmierte die Polizei. Als die Beamten eintrafen, waren noch fünf Personen vor Ort, sie erhielten Platzverweise, bestätigte ein Sprecher der Reutlinger Polizei. Zur Erinnerung: Nach einem Beschluss der Landesregierung darf man im öffentlichen Raum nur noch alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands unterwegs sein. Diese Regelung gilt vorerst bis Sonntag, 5. April. Der Vorstand der Sportfreunde, Hermann Rist, legt Wert darauf, dass keine Sportfreunde an der Party beteiligt waren. Der Club will Anzeige erstatten. (ege)

Foto: Privat
Foto: Privat

19:23 Uhr Der Verein Kulturscheune Oferdingen greift  die aus Italien kommende Idee der Balkonkonzerte auf und ermuntert zum gemeinsamen  Singen und Musizieren von den heimischen Balkonen, Fenstern oder Türen. Bis Sonntag, 29. März, singen und spielen die Oferdinger immer  um 18 Uhr »Auf der Schwäbsche Eisebahne«. Von Montag, 30. März, bis Donnerstag, 2. April, lassen sie dann  Nenas »99 Luftballons« steigen. (pm)

18:59 Uhr In Baden-Württemberg gibt es weitere 1.189 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus, meldet das Gesundheitsministerium. Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf 8.441 an. Das Durchschnittsalter beträgt 48 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 98 Jahren. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle stieg auf insgesamt 76 an. (pm)

18:20 Uhr Jeden Tag setzen sich Menschen in Reutlingen und der Region dafür ein, den Laden am Laufen zu halten. In der GEA-Video-Serie »Helden der Krise« stellt der GEA in losen Abständen einige davon vor. Im heutigen Clip: Ein junger Mann, der Blut spendet:

17:46 Uhr Die Corona-Soforthilfe ist bei der Industrie-und Handelskammer Reutlingen angelaufen. Bis 16 Uhr wurden auf bw-soforthilfe.de fast 2.500 Anträge eingereicht. In der Nacht und am Morgen war die Webseite, zeitweise überlastet. Im Schnitt sind heute pro Minute 250 bis 300 Anträge hochgeladen worden, heißt es in einer Pressemeldung der IHK. Soloselbstständige, gewerbliche Unternehmen und Sozialunternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten ebenso wie Angehörige der Freien Berufe oder Künstler, die unmittelbar durch die Corona-Krise wirtschaftlich geschädigt sind, können ihren Antrag auf Soforthilfe hier stellen. (pm)

17:07 Uhr Im Landkreis Reutlingen liegen aktuell 206 laborbestätigte Corona-Fälle vor, meldet das Landratsamt. Außerdem sind bislang vier Personen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die gute Nachricht: Sieben Personen gelten als genesen. (pm)

17:01 Uhr Die Stadt Metzingen und alle anderen Träger von Metzinger Kindertageseinrichtungen werden die Elternbeiträge für die Kindertagesbetreuung im April aussetzen. Das gilt für Einrichtungen folgender Träger: die evangelische Kirchengemeinde Metzingen, die katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius, die Körperbehindertenförderung (KBF), den Naturkindergarten Grashüpfer und die Kindergruppe Sonnenschein. Die Entscheidung der Stadtverwaltung gilt auch für die kommunale Ganztagesbetreuung in den Metzinger Grundschulen. Auch in Bad Urach setzt die Stadtverwaltung die Gebühren für Kindertagesstätten, für die »Verlässliche Grundschule« und die Ganztagesbetreuung im April aus. (pm)

16:32 Uhr Kaum ein Tag, an dem sich nichts ändert: Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Baden-Württemberg hat heute um 11.30 Uhr die Liste mit den Geschäften, die offen und geschlossen bleiben dürfen, aktualisiert. Sie steht hier zum Download bereit. (ege)

16:01 Uhr Heiraten ja, aber ohne Gäste: Eheschließungen sind beim Standesamt Reutlingen nach wie vor möglich, allerdings darf im Standesamtsbezirk Reutlingen nur noch das Brautpaar zur Eheschließung kommen. Gäste können nicht mehr an der Eheschließung teilnehmen und können sich auch nicht im Rathaus aufhalten. Ebenso dürfen Trauzeugen, die seit 1998 für die Eheschließung nicht mehr vorgeschrieben sind, nicht mehr anwesend sein. Die auf drei Personen reduzierte Trauung mit Brautpaar und Standesbeamten gilt bis auf Weiteres. (pm)

15:41 Uhr Die Zahl derer, die im Landkreis Sigmaringen positiv auf das Corona Virus getestet wurden, steigt immer stärker an. Heute sind es 207 Personen, meldet das Landratsamt. Das sind 44 Personen oder 21 Prozent mehr als gestern. Die Zahl der Infizierten hat sich in den vergangenen fünf Tagen verdoppelt. Erfreulich ist aber, dass es nun auch immer Personen aus der Quarantäne entlassen werden können. Heute waren es 32, gestern noch 13. (pm)

15:29 Uhr In der Reutlinger Innenstadt waren heute um die Mittagszeit ungewöhnlich viele Menschen zu beobachten, die etwas unter dem Arm trugen, das derzeit in den meisten Supermärkten als Mangelware gilt: Toilettenpapier. Vor ein paar Wochen hätte das niemanden interessiert, heute schon. Vereinzelt blieben Passanten stehen, drehten sich um, tuschelten. »Schau mal, die haben noch was bekommen«, sagte eine junge Frau zu ihrer Freundin. Wer in die Richtung läuft, aus der die stolzen Klopapier-Träger kommen, findet schnell ihre Quelle. Ein riesiger Toilettenpapier-Haufen im Verkaufsraum eines Drogeriemarkts. Wann der wohl abverkauft ist? (ege) 

Wie lange es wohl braucht bis dieser Haufen Klopapier weggekauft wird? Foto: Egenberger
Wie lange es wohl braucht bis dieser Haufen Klopapier weggekauft wird?
Foto: Egenberger

14:36 Uhr So merkwürdig, teilweise gespenstisch und vor allem auch beängstigend das alles ist: Haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, nicht auch das Gefühl, dass wir gegenseitig mehr auf uns achten, seit die Bedrohung durch das neuartige Coronavirus unser gewohntes Leben auf den Kopf zu stellen scheint? Und so ermuntern wir heute Sie, liebe Leser, uns an Ihren positiven Erlebnissen in diesen Krisen-Zeiten teilhaben zu lassen. Schreiben Sie uns, worüber Sie sich gefreut haben, oder geben Sie anderen Lesern Tipps, wie man das Beste aus den Einschränkungen machen kann. Wir freuen uns über eine E-Mail an die Adresse gea-forum@gea.de oder auch Briefpost an den Reutlinger General-Anzeiger Stichwort: Leserforum Postfach 1642, 72706 Reutlingen. (rh)

14:11 Uhr Wie müssen Abfälle aus Haushalten mit positiv auf Covid-19 getesteten oder unter Quarantäne gestellten Personen entsorgt werden? Das und was Sie sonst noch  zur Abfallwirtschaft im Kreis Reutlingen wissen müssen lesen Sie hier.

13:49 Uhr Seit letzter Woche sind die Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen und die Eltern stehen vor der Herausforderung die betreuungsfreie Zeit aufzufangen, zu überbrücken und das Zusammenleben neu zu gestalten. Die Erziehungsberatungsstellen des Landkreises Reutlingen haben Tipps zusammengestellt, wie der Familienalltag in dieser Situation gestaltet werden kann. Damit Eltern im Kreis nicht so gestresst enden wie diese Mutter:

13:05 Uhr Die Corona-Pandemie verändert das Land - und auch die Kriminalität. Betrüger versuchen, Profit aus der Ausnahmesituation zu schlagen. Und zu Hause gibt es mehr Konfliktpotenzial. Wie sich die Kriminalität in Corona-Zeiten verändert, lesen Sie hier.

12:45 Uhr Die aktuelle Corona-Lage trifft viele Unternehmen hart. Vor allem Gastronomen. Der Reutlinger Uwe Grauer ist einer von ihnen. Wie viele seiner Kollegen hat er darauf vertraut, dass der Staat ihnen jetzt finanziell unter die Arme greift. Bund und Land hatten Soforthilfen angekündigt. Wer sie in Anspruch nehmen möchte, muss Bedingungen erfüllen. Eine davon ist laut Wirtschaftsministerium: »Vor Inanspruchnahme der Soforthilfe ist verfügbares liquides Privatvermögen einzusetzen.« Einen Screenshot davon postete Grauer heute bei Facebook. Viele der Kommentatoren halten die Bedingung für ungerecht, auch Grauer. »Ich habe ein gesundes Unternehmen, weil ich gut gewirtschaftet habe. Es gibt aber andere Reutlinger Lokale, die haben es schwerer«, sagt er dem GEA. Aktuell geht der Gastronom davon aus, dass er keine Soforthilfe bekommt. Ein bisschen Privatvermögen habe er, damit müsse er aber auch vier Betriebe retten. Wie lange das klappt? »Eine gewisse Zeit habe ich Luft, aber nicht ewig«, so Grauer. Er verspricht: »Solange ich noch Privatvermögen habe, lasse ich keines meiner Lokale hopsgehen.« (ege)

12:09 Uhr Bosch hat einen vollautomatisierten Covid-19-Schnelltest hergestellt, wie das Unternehmen auf seiner Homepage mitteilte. In Deutschland soll er bereits im April verfügbar sein. »Mit dem Schnelltest wollen wir einen Beitrag zur möglichst raschen Eindämmung der Corona-Pandemie leisten. Infizierte Patienten können schneller identifiziert und isoliert werden«, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Das Produkt sei in nur sechs Wochen entwickelt worden. Von der Entnahme der Probe bis zum Ergebnis dauere es nur laut Bosch nur zweieinhalb Stunden. Zehn Test innerhalb von 24 Stunden seien mit dem Gerät möglich, verspricht das Unternehmen. Mit der gleichen Probe könnten zudem weitere neun Atemwegserkrankungen wie Influenza A und B untersucht werden. (ege)

Foto: Bosch
Foto: Bosch

11:38 Uhr  Der Autobauer Daimler beantragt wegen der massiven Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie Kurzarbeit. Sie solle zunächst vom 6. bis zum 17. April gelten und einen Großteil der Produktion von Autos, Vans und Nutzfahrzeugen sowie ausgewählte Verwaltungsbereiche betreffen, teilte Daimler am Donnerstag mit. Dringend benötigte Bereiche sowie die Arbeit an wichtigen Zukunftsprojekten blieben davon ausgenommen. Der Konzern beschäftigt in Deutschland rund 170.000 Menschen. Wie viele davon in Kurzarbeit gehen, ist nicht bekannt. Man reagiere damit auf die weitreichenden Auswirkungen des Coronavirus und daraus resultierende zunehmend schwierige wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen. (dpa)

11:15 Uhr Am Stuttgarter Flughafen sollen die Beschäftigten wegen des drastischen Einbruchs der Flugzahlen in der Corona-Krise von April an in Kurzarbeit gehen. Den ganzen Artikel lesen Sie hier (dpa)

10.45 Uhr Die aktuellen Entwicklungen zum neuen Coronavirus führen auch zu Auswirkungen auf die Entsorgung von Abfällen. Das Abfallwirtschaftsamt des Landkreises Tübingen gibt Informationen zum Umgang mit Müll aus Haushalten, in denen Menschen leben, die positiv gestestet oder unter Quarantäne gestellt sind. Grundlage sind die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zu Hygienemaßnahmen.

10.30 Uhr Katastrophenmediziner haben sich im Auftrag des baden-württembergischen Innenministeriums ein Bild von der Lage in Straßburg gemacht - und berichten über dramatische Zustände an der Grenze zu Deutschland. (dpa)

9:30 Uhr Warum der DRK Kreisverband Reutlingen Einsatzwagen mit Besatzung nach Pfullingen und innerhalb Bad Urachs verlegt hat lesen Sie hier

9:00 Uhr In einer Mitteilung an die Pfullinger Bürger informiert Bürgermeister Michael Schrenk über die aktuelle Lage und die Unterstützungsmöglichkeiten, die die Stadt für betroffene Bürger und Betriebe anbietet: Pfullingen kommt Bürgern bei Steuern und Gebühren entgegen.

8.25 Uhr Die Corona-Krise trifft auch den Wohnungsmarkt: Besichtigungen finden nicht mehr statt, Käufer dürften sich aus Sorge um ihre Jobs und Einkommen zurückhalten. Sind kräftig steigende Mieten und Kaufpreise Geschichte? Mehr lesen Sie hier (dpa)

7:05 Uhr Zwei Produkte des Einzelhandels stehen in Zeiten der Coronakrise besonders im Fokus. Viele Menschen lagern Toilettenpapier und Nudeln in großen Mengen zu Hause ein. Für die beiden großen Nudelhersteller der Region, Tress in Münsingen und Alb-Gold, bedeutet die sprunghaft gestiegene Nachfrage deutliche Mehrarbeit in der Produktion, die jetzt auf Hochtouren läuft. (zim)

7:00 Uhr Die Corona-Krise bringt den Milchmarkt durcheinander - Supermärkte kämpfen mit Rekordnachfrage, gleichzeitig brechen an den internationalen Agrarmärkten die Preise für Milcherzeugnisse ein. Was da los ist lesen Sie hier (dpa)

6:50 Uhr Allgemeiner Shut-Down, aber das Bauprojekt Stuttgart 21 läuft zunächst weiter. Trotz aller Einschränkungen und Verbote bleibt unklar, wie sich die Corona-Krise auf das milliardenschwere Bauprojekt Stuttgart 21 auswirken wird. (dpa)

Alle Informationen, die zwischen 20. und 26. März rund um das Coronavirus eingegangen sind, finden Sie hier.