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Aktuell Prozess

Streit unter Asylbewerbern in Gönningen vor Gericht

Laut Anklage ging am 2. Januar 2019 ein 27-jähriger Somalier mit Messer und Pfefferspray auf einen anderen Afrikaner los. Ausgangspunkt der Attacke sollen Streitereien vor allem in der Küche einer Gönninger Asylbewerberunterkunft gewesen sein.

Die Statue Justitia
Die Statue Justita hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Peter Steffen/Archiv
Die Statue Justita hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Peter Steffen/Archiv

TÜBINGEN/GÖNNINGEN. In der Asylbewerberunterkunft in Gönningen sind Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern untergebracht. Zum Teil verstehen sie sich sprachlich untereinander schon nicht. In dem Haus müssen sie sich eine Küche teilen. Dort begann offenbar der Streit zwischen den beiden Männern, wegen der unterschiedlichen Kocherei oder nicht abgespülter Teller. Die Auseinandersetzung gipfelte schließlich in der Messerattacke des Somaliers, was ihm nun eine Anklage wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor dem Tübinger Landgericht einbrachte.

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sprühte der 27-Jährige, dessen Asylantrag inzwischen abgelehnt wurde, seinem Kontrahenten aus Gambia zuerst Pfefferspray ins Gesicht. Dann stach er mehrmals mit dem Messer nach seinem Gegenüber Die Attacke konnte der Gambier mit seinem Rucksack abwehren. Der Somalier soll vor der Auseinandersetzung auch gesagt haben, dass er seinen Gegner umbringen wolle. Dies bestritt er aber am Dienstag vor Gericht. Er sei ein friedliebender Mensch, behauptete er. Der Prozess wird am 2. Juli fortgesetzt. (GEA)