Logo
Aktuell Hochwasserschutz

Flussbett der Echaz wird ausgegraben und verbreitert

Beim Pressegespräch erläuterten der stellvertretende Projektleiter Andreas Witzemann (links) und Arno Valin als SER-Betriebsleit
Beim Pressegespräch erläuterten der stellvertretende Projektleiter Andreas Witzemann (links) und Arno Valin als SER-Betriebsleiter die Baumaßnahme zum Hochwasserschutz beim Betzinger Goosgarte zwischen Hoffmannschule und Wernerscher Mühle. Foto: Norbert Leister
Beim Pressegespräch erläuterten der stellvertretende Projektleiter Andreas Witzemann (links) und Arno Valin als SER-Betriebsleiter die Baumaßnahme zum Hochwasserschutz beim Betzinger Goosgarte zwischen Hoffmannschule und Wernerscher Mühle.
Foto: Norbert Leister

BETZINGEN. Bis zum Ende kommenden Jahres sollen beim Goosgarte rund 1200 Kubikmeter Retentionsfläche entstehen, damit sich also die Echaz bei einem hundertjährigen Hochwasser dort ausdehnen kann – und somit Überschwemmungen, wie sie in Betzingen schon fast üblich sind, künftig vermieden werden. Allerdings wird diese Maßnahme allein laut Arno Valin als Betriebsleiter der Reutlinger Stadtentwässerung (SER) nicht ausreichen, um einen bestmöglichen Schutz vor Hochwasser zu bieten: »Hundertprozentigen Schutz wird es eh nie geben, aber zusammen mit der Aufweitung der Echaz bei der ehemaligen Gärtnerei Baisch, der Entfernung des Flaschenhalses bei der Meisterschule und dem Neubau der Echaz-Brücke bei der Hoffmannschule wird erreicht, dass der Echazpegel bei einem künftigen Hochwasser um einen Meter niedriger ist«, so Valin. 

Insgesamt sechs Bausteine sind es, die den Hochwasserschutz in Betzingen vorantreiben sollen – einer davon ist die Maßnahme am Goosgarte. die Zeit drängt, betont Arno Valin beim Pressegespräch Mittwoch. Ab Oktober beginnen die Fische in der Echaz zu laichen, dann dürfen die Bagger in Reutlingens Fließgewässer nicht mehr agieren. Zwischen Oktober 2020 und Mai kommenden Jahres gilt das also auch am Betzinger Goosgarte, wo momentan die Bagger nicht nur das Ufergelände neu gestalten, sondern auch das Flussbett »tieferlegen«. Die Echaz wird dort ausgebaggert, »was gar nicht so einfach ist«, betont Andreas Witzemann als stellvertretender Projektleiter dieser Maßnahme. Im Flussbett befindet sich nämlich nicht nur Sand und Geröll, sondern auch massiver Fels.

»Am Einfachsten ist hier die Arbeit, wenn so wenig Wasser kommt wie jetzt gerade«, führt Witzemann weiter aus. Aber das war nach dem Gewitter vergangene Woche anders, da war etwa die Überfahrt für den Bagger über die beiden Massivrohre über die Echaz nicht mehr an dem vorgesehenen Platz. »Aber diese Überfahrt ist ja bewusst flexibel gehalten, wenn es mal stark regnet, dann sind die Rohre und das Geröll eben ein paar Meter weiter zu finden«, ergänzt Valin als Betriebsleiter der Stadtentwässerung Reutlingen (SER), die für die Baumaßnahme zuständig ist. (GEA)