MÜNSINGEN. Das Polizeirevier Münsingen hat seit Anfang dieses Monats einen neuen Chef. Es ist der Erste Polizeihauptkommissar Robert Heinrich, der gebürtig aus Maselheim im Landkreis Biberach stammt, wo er auch aufgewachsen ist. Er folgt Wolfgang Aierstock, der Ende November 61-jährig in den Ruhestand verabschiedet wurde.
Heinrich ist seit 1992 bei der Polizei. Nach Abschluss der Ausbildung zum mittleren Polizeivollzugsdienst wurde er vier Jahre später zum Verkehrsdienst der damaligen Polizeidirektion Reutlingen versetzt, bevor er im Jahr 2001 zum Polizeiposten Bad Urach wechselte.
Nach dem Studium an der Hochschule für Polizei Villingen-Schwenningen und dem damit verbundenen Aufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst kehrte Heinrich 2004 als Polizeikommissar in die Kurstadt zurück.
Auf der Alb gut eingelebt
Ein Jahr später führte ihn sein weiterer Weg erstmals zum Polizeirevier Münsingen, wo er eine Dienstgruppe leitete. 2008 wechselte Heinrich nach Reutlingen als Polizeiführer vom Dienst beim Führungs- und Lagezentrum der damaligen Polizeidirektion, bevor er 2021 zurück nach Münsingen kam, wo er Leiter der Führungsgruppe wurde. Seit diesem Zeitpunkt begleitete er auch das Amt des stellvertretenden Revierleiters.
Zu Beginn seiner Polizeikarriere war die Alb nicht die erste Wahl. Eigentlich wollte Heinrich in Ulm oder in Biberach für Recht und Ordnung sorgen. Schon lange trauert er der Großstadt beziehungsweise der Großen Kreisstadt nicht mehr nach. »Ich habe mich auf der Alb sehr gut eingelebt«, sagt der 48-Jährige, der seit zwei Jahrzehnten in St. Johann lebt und wo er eine Amtsperiode im Gemeinderat saß. Letztendlich sei er froh, dass es so gekommen ist, auch dass seine Bewerbung als Revierleiter in Münsingen von Erfolg gekrönt wurde. Schon während der Schulzeit stand für Heinrich fest, zur Polizei zu gehen: »Ich wollte schon immer anderen Menschen helfen und für Gerechtigkeit sorgen.« Bis zum heutigen Tag habe er diesen Schritt noch nicht bereut, auch wenn sich bei den Gesetzeshütern in den vergangenen Jahrzehnten einiges verändert habe. Als Beispiel spricht er die zunehmende Bürokratie an. Trotzdem schwärmt er nach wie vor von seinem »Traumberuf«.
Das Klettern entdeckt
Da er die vergangenen drei Jahre stellvertretender Revierleiter war, kennt er bereits viele Amtsträger und Rettungsdienste in seinem Revier. Die, die er noch nicht kennt, wird er in den kommenden Monaten aufsuchen. Eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit liege ihm sehr am Herzen.
Im Polizeirevier in Münsingen ist ihm ein gutes Betriebsklima sowie ein wertschätzender und respektvoller Umgang, nach außen eine professionelle Polizeiarbeit, aber auch Menschlichkeit im Umgang mit den Bürgern wichtig.
In der Freizeit schwingt sich der Beamte ab und zu aufs Fahrrad. Auch wandert Heinrich gerne und spielt leidenschaftlich Badminton im Verein. Seit ein paar Monaten hat er ein neues Hobby: das Klettern am Fels im Erms- und im Lautertal. (GEA)
EINES VON VIER POLIZEIREVIEREN IM LANDKREIS
46 Beamte und drei Angestellte tun Dienst in Münsingen
Das Polizeirevier in Münsingen ist eines von vier im Landkreis, die dem Polizeipräsidium Reutlingen unterstellt sind. Zum 46 Beamten und drei Angestellten zählenden Revier Münsingen gehört der Polizeiposten in Zwiefalten, wo drei Polizisten für Recht und Ordnung sorgen. Alle zusammen sind für die Sicherheit von rund 30.000 Bürgern in den Städten und Gemeinden Münsingen, Gomadingen, Hayingen, Mehrstetten, Pfronstetten, St. Johann, Zwiefalten sowie auf dem Gebiet des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen zuständig. Das gesamte Einsatzgebiet ist knapp 470 Quadratkilometer groß. Von den insgesamt 14 Polizeirevieren des Polizeipräsidiums Reutlingen gehört Münsingen, neben dem Revier Flughafen Leinfelden-Echterdingen, zu den kleinsten. (lejo)

