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Der GEA beim Sonnenbühler Hock: Gibt es ein Wir-Gefühl?

Die Frage nach dem Sonnenbühler Wir-Gefühl, aufgekommen nach der jüngsten Debatte zur Abschaffung der unechten Teilortswahl, muss doch mit einem klaren Ja beantwortet werden. Oder?

Das Sonnenbühler Rathaus, in dem der Gemeinderat Entscheidungen für ganz Sonnenbühl trifft.   FOTO: MEYER
Das Sonnenbühler Rathaus, in dem der Gemeinderat Entscheidungen für ganz Sonnenbühl trifft. Foto: Jürgen Meyer
Das Sonnenbühler Rathaus, in dem der Gemeinderat Entscheidungen für ganz Sonnenbühl trifft.
Foto: Jürgen Meyer

SONNENBÜHL. Nachdem die Sonnenbühler Sportvereine in diesem Jahr schon gemeinsam Kunstrasenplatz für alle gebaut haben, war es wenigstens für den Undinger Ortsvorsteher Michael Dieth klar, dass es ein »Wir-Sonnenbühler-Gefühl« gibt, dem das Ortsteildenken allmählich weichen soll. In dem Sinne haben alle Gemeinderäte am Donnerstagabend den mit den Änderungswünschen des Gremiums versehenen Umbauentwurf der Undinger Zehntscheuer mit Rathausplatz zum Kulturzentrum für alle beschlossen und damit den Start freigegeben.

Klar werden die Sonnenbühler auch weiterhin Undinger, Genkinger, Erpfinger und Willmandinger sein. Sie können sich dennoch als gleichberechtigte Sonnenbühler fühlen, deren Jugendliche sich in einem Jugendhaus treffen und eine weiterführende Schule besuchen können, auch wenn sie in vier verschiedene Grundschulen gegangen sind.

Die Gomadinger Gemeinderätin Claudia Ostertag hat es erst kürzlich auch so benannt: »Wir sollten aufhören, von Gomadinger oder Dapfener Kindern zu reden«, und so Unterschiede zu betonen. »Nennen wir sie doch über-dreijährige und unter-dreijährige Kinder«, hatte sie einen verbindenden Sprachgebrauch gefordert, für den es 46 Jahre nach der Kommunalreform Zeit sei.

Einwohner sind gefragt

Ob die Abschaffung der unechten Teilortswahl, die bei den Kommunalwahlen das Separate der Ortsteile betont hat, ein Mehr an Wir hervorbringen kann, wird von den einen am Gemeinderatstisch erwartet, von den anderen bezweifelt. Ohnehin scheint das Thema vorrangig die Sonnenbühler Kommunalpolitiker zu beschäftigen. Oder?

Gibt es ein Wir-Gefühl in Sonnenbühl? Oder herrscht Ortsteildenken vor? Oder bewegen ganz andere Themen? Sagen Sie den GEA-Mitarbeitern beim Lokaltermin am Samstag, 21. Juli, von 16 bis 18 Uhr während der Sonnenbühler Hockete, die in diesem Jahr in Undingen steigt, Ihre Meinung. (jsg)