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Aktuell Dank für die berufliche Lebensleistung

Verleihung der Goldenen Meisterbriefe in Eningen

In Eningen wurden die Goldenen Meisterbriefe an jene verliehen, die das 50jährige Jubiläum ihrer Meisterprüfung feiern konnten.

Goldener Meisterbrief Eningen
Von links: Harald Herrmann (Präsident der Handwerkskammer), Dieter Laible (Kreishandwerksmeister), Jubilar Wilhelm Umbrecht, Jubilarin Johanna Lamparter, Ewald Heinzelmann (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Reutlingen). Foto: Gabriele Böhm
Von links: Harald Herrmann (Präsident der Handwerkskammer), Dieter Laible (Kreishandwerksmeister), Jubilar Wilhelm Umbrecht, Jubilarin Johanna Lamparter, Ewald Heinzelmann (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Reutlingen).
Foto: Gabriele Böhm

»Ich danke Ihnen für Ihre berufliche Lebensleistung für unsere Gesellschaft. Sie haben Ihren Beitrag zum Aufstieg unserer Volkswirtschaft geleistet«, sagte Kreishandwerksmeister Dieter Laible in seiner Ansprache. Am Freitagnachmittag wurden in der HAP-Grieshaber-Halle die Goldenen Meisterbriefe an jene verliehen, die  das 50jährige Jubiläum ihrer Meisterprüfung feiern konnten. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung wie immer von den »Brass Kids« der Musikschule Eningen unter Leitung von Johannes Popp.

1968 hatten, wie Laible berichtete, 369 Gesellinnen und Gesellen ihre Meisterprüfung vor der Handwerkskammer Reutlingen abgelegt. »Es waren über 160 Personen mehr als im Vorjahr, das bedeutete eine Steigerung von 80 Prozent.« Unter den Absolventen waren nur sechs Frauen. »1968 war das Handwerk noch viel stärker von Männern dominiert als heute.«

Damals am stärksten vertreten waren die Mechaniker, die Kraftfahrzeugmechaniker und die Elektroingenieure. Dagegen gab es nur einen Augenoptiker, einen Buchdrucker, einen Gerber, einen Glasinstrumentenmacher und eine Damenschneidermeisterin. Letztere, Johanna Lamparter, war auch die älteste anwesende Meisterin der Veranstaltung. Der älteste Jubilar war Zimmerermeister Wilhelm Umbrecht (84). Die weiteste Anreise hatte Günter Leclaire aus Alsdorf in der Nähe von Aachen.

Dem Handwerk sei es 1968  bei einer allgemeinen Beschleunigung der Konjunktur etwas verhalten gegangen. »Vor allem die Baukonjunktur kam nicht so richtig in Schwung.« Heute sei gerade das Gegenteil der Fall. »Unsere Bauhandwerke arbeiten meist deutlich über der Kapazitätsgrenze.« Die Ursache sei mit Blick auf das Zinsniveau leicht feststellbar.

Der Großteil der damaligen Meisterprüflinge hätte sich neben der täglichen Arbeit mit »Mut und Engagement« vorbereitet. »Damals wie heute hängt die wirtschaftliche Entwicklung von motivierten, engagierten und qualifizierten Fachkräften sowie wagemutigen und risikobereiten, fleißigen und tatkräftigen Unternehmerinnen und Unternehmern ab«, sagte der Kreishandwerksmeister.