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Aktuell Energiebericht

Lichtenstein spart dank Umstellung auf LED-Technik

Lichtenstein spart bei Strom und Wärme, braucht aber mehr Wasser. 21 Liegenschaften erfasst

Der Stromzähler der Gemeinde läuft langsamer.  FOTO: DPA
Der Stromzähler der Gemeinde läuft langsamer. FOTO: DPA
Der Stromzähler der Gemeinde läuft langsamer. FOTO: DPA

LICHTENSTEIN. Die Gemeinde spart und tut was für die Umwelt. Das zeigte sich bei der Vorstellung des Energieberichts. Die allgemeinen Zahlen, die Corinna Vogt von der Klimaschutzagentur dem Lichtensteiner Gemeinderat am Donnerstagabend vorlegte, waren dann auch deutlich positiv. So verbrauchte die Gemeinde 2017 im Vergleich zu 2013 23 Prozent weniger Wärme und 20 Prozent weniger Strom. Das ist unter anderem der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik geschuldet. Damit hat Lichtenstein auch seinen CO2-Ausstoß um 23 Prozent oder 427 Tonnen reduziert. Nur der Wasserverbrauch ist seither kräftig gestiegen, nämlich um 25 Prozent.

Abseits der allgemeinen Entwicklung ist es aber vor allem die Einzelbetrachtung der 21 erfassten Liegenschaften, die einen Blick in den Energiebericht spannend machen. Zwei Gebäude standen bei der Diskussion im Gremium im Fokus. Zum einen das Alte Rathaus in Oberhausen. Dort ist der Wärmeverbrauch von 2013 bis 2017 um 52 Prozent gestiegen. Was bei Susanne Kromer (OGL) zur Überlegung führte, ob man das von Vereinen genutzte Gebäude nicht über den Winter schließen und den Gruppen andere Räume, etwa in der Uhlandschule, zur Verfügung stellen könnte. Ihr Vorschlag stieß allerdings weder bei den Ratskollegen noch bei der Verwaltung auf Gegenliebe. Die setzten lieber auf Aufklärung. Die Nutzer sollen auf das Problem aufmerksam gemacht werden.

Im Feuerwehrhaus Unterhausen ist das wohl keine Lösung, dort hat sich der Stromverbrauch von rund 9 700 Kilowattstunden 2016 auf rund 21 600 Kilowattstunden mehr als verdoppelt. Grund dafür ist, die dort aufgestellte Leichtbauhalle. Denn diese wird mit einer Infrarotheizung auf Temperatur gehalten. Dem Vorschlag von Alfons Reiske (SPD), zu prüfen, ob die Halle nicht an die Heizung des Feuerwehrhauses angeschlossen werden könnte, beschied Severin Heinzelmann vom Baumamt wenig Aussicht auf Erfolg. Die Rohre könnten nur über Umwege ans Ziel gelangen. Das lohne sich nicht.

Woher der hohe Wasserverbrauch rührt, konnte Vogt erklären. So würden heute 21 statt 18 Liegenschaften im Jahr 2013 erfasst. Der massive Anstieg sei letztlich den Präventivmaßnahmen im Sportzentrum Lichtenstein und der Greifensteinhalle geschuldet. Dort wurden damals Spülstationen zur Bekämpfung der Legionellen eingerichtet. »Darauf kann man nicht verzichten«, so Vogt. Positiv sei aber, dass der Wasserverbrauch wieder sinke. »Es lohnt sich, dran zu bleiben«, erklärte Bürgermeister Peter Nußbaum, denn mit den Verbräuchen seien auch die Kosten gesunken. (us)