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Aktuell Mitgliederversammlung

Reutlinger Kreis-CDU will Friedrich Merz

Klares Votum vor Parteitag

Friedrich Merz
Friedrich Merz. Foto: Bernd von Jutrczenka
Friedrich Merz. Foto: Bernd von Jutrczenka

BAD URACH/KREIS REUTLINGEN. Die Mitglieder des CDU-Kreisverbandes Reutlingen haben sich in Bad Urach für Friedrich Merz als Nachfolger von Angela Merkel als Parteivorsitzender ausgesprochen. In einer Abstimmung votierten 76 Prozent der Mitglieder für Friedrich Merz, 21 Prozent für Annegret Kramp-Karrenbauer und 3 Prozent für Jens Spahn.

Der Kreisverband Reutlingen stellt mit der Stadtverbandsvorsitzenden Gabriele Gaiser und dem Kreisvorsitzenden Manuel Hailfinger zwei der insgesamt 1 001 Delegierten beim Bundesparteitag.

Beide werden entsprechend dem Mitgliedervotum in Hamburg für Friedrich Merz stimmen, hieß es bei der Mitgliederversammlung.

Novum in der CDU-Geschichte

Zahlreiche CDU-Mitglieder aus dem Kreis Reutlingen hatten sich bereits in der vergangenen Woche bei der Regionalkonferenz in Böblingen oder zu Hause beim Livestream über die drei Kandidaten informiert. »Dass gleich drei antreten, ist ein Novum in der Geschichte der CDU«, gab der Kreisvorsitzende Manuel Hailfinger zu Beginn der Versammlung in Bad Urach bekannt. Zuletzt gab es 1971 mehr als einen Kandidaten. Hailfinger betonte weiter, »dass die Delegierten beim Parteitag die Auswahl zwischen drei Bewerbern haben, die alle für das Amt der oder des Bundesvorsitzenden geeinigt sind«.

Integration hin zur Mitte

Die anschließende Diskussion zeigte schnell, dass sich die Mehrheit der Anwesenden für Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz als neuen Parteivorsitzenden ausspricht. Ihm wird am ehesten zugetraut, dass er eine Integration der politischen Kräfte weg von den Rändern hin zur Mitte schaffen kann. Außerdem verfüge er über einen hohen Sachverstand in den Bereichen Wirtschaft und Finanzen. Einige Mitglieder äußerten sich für Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer. Sie habe sowohl als Generalsekretärin sowie auch als Ministerpräsidentin im Saarland gute Arbeit gemacht und stehe jetzt für Kontinuität. Nachdrücklich für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sprach sich niemand aus.

Flüchtlinge und Brenner

Zudem informierte Manuel Hailfinger die CDU-Mitglieder noch über dreizehn Anträge, die der Kreisverband für den Bundesparteitag eingereicht hat. Zu folgenden Themen werden in Hamburg unter anderem Beschlüsse gefordert: Regelausweisung von Flüchtlingen wieder einführen, Rückführungen beschleunigen, Dienstpflicht für Männer und Frauen, Begrenzung der Mandate im Bundestag, Reduzierung der Sozialabgaben bei Betriebsrenten, flächendeckende Netzabdeckung beim Mobilfunk und gemeinsames Einmaischen und Brennen für Stoffbesitzer von Streuobstwiesen ermöglichen. (p/GEA)