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Pliezhausen will Baulücken schließen

Nach dem Baugesetzbuch sollen Gemeinden darauf hinwirken, dass Brachflächen bebaut werden. Doch das ist nicht einfach

Im Gebiet Michelreis III in Rübgarten wird die Infrastruktur vorbereitet. Wo früher ein Acker war, entstehen künftig zum großen
Im Gebiet Michelreis III in Rübgarten wird die Infrastruktur vorbereitet. Wo früher ein Acker war, entstehen künftig zum großen Teil Einfamilienhäuser. Auf der anderen Seite versucht die Gemeinde, Baulücken zu schließen, damit weniger Flächen verbraucht werden. FOTO: RITTGEROTH
Im Gebiet Michelreis III in Rübgarten wird die Infrastruktur vorbereitet. Wo früher ein Acker war, entstehen künftig zum großen Teil Einfamilienhäuser. Auf der anderen Seite versucht die Gemeinde, Baulücken zu schließen, damit weniger Flächen verbraucht werden. FOTO: RITTGEROTH

PLIEZHAUSEN. Die Gemeinde Pliezhausen will in diesem Jahr erneut Eigentümer zu ihren brachliegenden Grundstücken befragen. Mithilfe von Fragebögen möchte das Rathausteam herausfinden, warum selbst im Ortskern Gras wächst, wo Menschen in Neubauten ein Zuhause finden könnten. Im Baugesetzbuch steht nämlich, dass Kommunen darauf hinwirken sollen, dass zunächst Brachflächen bebaut werden bevor neue Baugebiete ausgewiesen werden. Das soll den Flächenverbrauch verringern. In Pliezhausen kümmert sich Stefan Adam, der Leiter des Bau- und Liegenschaftsamts, um diese Aufgabe. Einfach ist das aber nicht. Schließlich müssen die Eigentümer zum Verkauf bereit sein. In Pliezhausen inklusive der Teilorte gibt es Stand Herbst 2019 immerhin 195 Brachflächen von insgesamt 11,36 Hektar. Zehn Jahre zuvor waren es 232 Baulücken mit 13,7 Hektar. »Wir haben also 2,4 Hektar Fläche wieder aktiviert«, sagt Adam und ergänzt: »Die Innenentwicklung ist in Pliezhausen seit Jahrzehnten gelebte Praxis.« Nun wollen die Verantwortlichen herausfinden, was die restlichen Eigentümer vom Bauen bisher abhält.