Deshalb muss der Schlachthof Metzingen jetzt doch schließen
Bis zum 18. Januar geht im Metzinger Schlachtbetrieb erstmal nichts. Lösungen sollen bis dahin gefunden werden.
METZINGEN. Für die Stadt ist es eine Hiobsbotschaft. Der kommunale Schlachthof in Metzingen muss schließen. Nicht etwa wegen eines befürchteten technischen Ausfalls, sondern weil es in einem ansich gut gemeinten Gesetz eine Regelungslücke gibt. Es geht um Werksverträge und Leiharbeit in der Fleischindustrie, wonach vom 1. Januar an fürs Schlachten und Zerlegen nur noch Mitarbeiter des eigenen Betriebes eingesetzt werden dürfen. Ein Gesetz, das nach dem Tönnies-Skandal beschlossen wurde, das zwar Ausnahmen zulässt, die besondere Konstellation in Metzingen aber nicht berücksichtigt: Der Schlachthof wird zwar von der Stadt betrieben, diejenigen, die hier fürs Schlachten zuständig sind, arbeiten auch auf Werksvertragsbasis, sind aber ansonsten bei hiesigen Metzgern angestellt. Was von dem neuen Gesetz so nicht abgedeckt ist.
Die Stadt sieht sich deshalb gezwungen, den Schlachthof vorläufig zu schließen. Zunächst bis zum 18. Januar. Zeit, die genutzt werden soll, um eine Lösung zu finden. Metzger und Tierhalter seien bereits informiert worden, teilt dazu Carmen Haberstroh mit, die als kaufmännische Leiterin der Stadtwerke auch für den Schlachthof zuständig ist. (GEA)