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Aktuell Lesung

Navid Kermani über Nationalismus und Europa

Europa, Nationalismus und die Rolle der Literatur: Über 400 Zuhörer verfolgten gestern gespannt das Gespräch zwischen Bernd Villhauer und Navid Kermani im Kreissparkassencarré.

Bernd Villhauer vom Tübinger Weltethos-Institut im Gespräch mit Navid Kermani (rechts). FOTO: WALDERICH
Bernd Villhauer vom Tübinger Weltethos-Institut im Gespräch mit Navid Kermani (rechts). FOTO: WALDERICH
Bernd Villhauer vom Tübinger Weltethos-Institut im Gespräch mit Navid Kermani (rechts). FOTO: WALDERICH

TÜBINGEN. Im Gespräch mit dem Geschäftsführer des Tübinger Weltethosinstituts Villhauer nahm Navid Kermani seine aufmerksamen Zuhörer mit auf eine Reise an die Grenzen Europas. Er besuchte ostdeutsche Plattenbausiedlungen und sprach dort mit zufriedenen Flüchtlingen, suchte in Litauen die Spuren der ermordeten jüdischen Bevölkerung und reiste über Armenien bis nach Isfahan in das Land seiner Familie. Der Blick auf Europa verschiebt sich von Osten aus gesehen. Schließlich habe die Vergangenheit für Länder wie Ländern wie Polen oder Weißrussland nichts Gutes gebracht.

»Das Gute an schlechten Büchern ist, dass man sie schnell vergisst«, sagt der Autor. Sein neues Werk wird im Gedächtnis bleiben. Eine endlose Schlange an Menschen baute sich zum Abschluss vor ihm auf, um es signieren zu lassen. (iwa)