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Aktuell Forschung

Zentrum für seltene Krebs-Krankheiten in Tübingen eröffnet

Wenn Kinder an seltenen Krebsarten erkranken, ist die Behandlung oft schwierig. Um die Erkrankungen besser behandeln zu können, wurde in Tübingen das Zentrum für seltene pädiatrische Tumoren, hämatologische und immunologische Erkrankungen (ZSPT) gegründet.

Die stellvertretende Leiterin und der Leiter des Zentrums für seltene Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen: Ines Brech
Die stellvertretende Leiterin und der Leiter des Zentrums für seltene Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen: Ines Brecht und Professor Rupert Handgretinger. FOTO: HAAS
Die stellvertretende Leiterin und der Leiter des Zentrums für seltene Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen: Ines Brecht und Professor Rupert Handgretinger. FOTO: HAAS

TÜBINGEN. Bei einem Symposium in der Uniklinik am Wochenende stellten Experten aus verschiedenen medizinischen Bereichen ihre Arbeit vor. Tumoren bei Kindern seien selten, erklärte Professor Rupert Handgretinger, Leiter des neuen Zentrums, in seinem Vortrag. Die meisten Kinder könnten durch neue Behandlungsmethoden bereits geheilt werden. Trotzdem erleiden etwa bei Leukämieerkrankungen noch immer zehn Prozent der Kinder einen Rückfall.

Um Kinder und Jugendliche von ihrer Krebserkrankung heilen zu können, brauche es Freunde und ein gutes Netzwerk. »In diesem Zentrum können wir durch weltweite Netzwerke das Wissen für Patienten hier vor Ort nutzbar machen«, sagte Ines Brecht, die stellvertretende Leiterin des neuen Spezialzentrums. Für diesen Zweck leitet Brecht das Register für seltene Tumorerkrankungen in der Pädiatrie. Nicht nur die Behandlung der Patienten ist wichtig, sondern auch die Forschung an seltenen Erkrankungen.

Die Arbeit im Zentrum läuft bereits seit einigen Monaten. Ein Teil besteht aus einer interdisziplinären Sprechstunde. Dorthin können sich Familien wenden, um vererbte Krankheiten innerhalb der Familie analysieren zu lassen. (GEA)